Hatori Kibble

Jo eh…

Posts Tagged ‘wikipedia

Der @EuropeanaBot: Jetzt noch europäischer!

leave a comment »

Begonnen hat der EuropeanaBot ja etwas provinziell:

Also bin ich auf Ortsnamen umgeschwenkt: Die Statistik Austria bietet auf ihrer Homepage eine Liste der 2 376 österreichischen Gemeinden zum Download an. Zu einigen davon müsste es ja historische Aufnahmen, Pläne, Urkunden, etc. geben.

Mein Programm nimmt sich jetzt diese Liste, mischt einmal gut durch und sucht dann in Europeana nach Bildern, die den Ortsnamen im Titel der Aufnahme enthalten. Das erste Ergebnis wird dann jeweils bei Twitter mit Jahreszahl und gekürzter URL gepostet.

Aber natürlich gibt es auch außerhalb Österreichs interessante Orte … Daher habe ich von OpenGeocode.org eine Liste europäischer Hauptstädte heruntergeladen und benutze diese jetzt als Ausgangspunkt für Europeana-Suchen.

Natürlich wird auch hier wieder ein Zufallsergebnis genommen um möglichst verschiedene Bilder aus unterschiedlichen Epochen zu zeigen. Mit der englischen Sprachvariante wird dann auf die Wikipedia verlinkt um auch noch etwas für den Bildungsauftrag zu tun:

Der obligatorische Verweis auf das GitHub-Repository …

 

Advertisements

Written by Peter

März 20, 2014 at 9:07 pm

Veröffentlicht in Perl, Programmierung

Tagged with , ,

Neulich im Feedreader (Teil V): bibliothekarische Liebesbriefe, Wikipedia spielt mit Dir, Google hilft und Abhören ist alternativlos

leave a comment »

Mhm, was ist seither alles so passiert?

  • Fangen wir mit etwas Herzerwärmenden an: „Metadata is a love note to the future“. Schöner bibliothekarischer T-Shirt-tauglicher Slogan, gefunden (via Twitter) in einer Präsentation.
  • Jessamyn West verlinkt auf einen Artikel, der BibliothekarInnen dazu ermutigen soll, sich mal Reddit anzuschauen, um zu sehen, wie dort NutzerInnen Informationen austauschen.
    (Mit /r/Scholar gibt es dort übrigens auch eine weitere Form der DIY-Fernleihe.)
  • The Wikipedia Adventure: ein nettes Wikipedia Tutorial

The Wikipedia Adventure is an online guided journey, a learning tutorial, and an educational game designed to make an editor’s first 100 edits a positive and encouraging experience. The game takes the user from the first rudiments of editing—registering an account, creating a userpage, basic markup—all the way through to more intermediate tasks such as adding images and references and asking for help at noticeboards.

  • Früher gab es ja schon einmal eine Auskunftsdienst von Google: 2006 wurde Google Answers aber wieder eingestellt. 2013 wird jetzt ein neuer Versuch gestartet: Google Helpouts. The Themenpalette ist ziemlich breit:  Sprachenlernen, Mathematik, Yoga bis hin zu Schminktipps.
  • Und zum Schluss noch etwas für lange Zugfahrten: Alternativlos Folge 30.
    Ein knapp 3 Stunden langer Podcast der eine schönen Überblick über Abhör- und Verschlüsselungstechniken von grauer Vorzeit bis heute bietet. Manchmal etwas flapsig, aber doch inhaltlich fundiert und spannend anzuhören.

 

Written by Peter

November 10, 2013 at 3:36 pm

Bibliotheken, Wikipedia und etwas GLAM

with 2 comments

Im Moment fallen mir gerade wieder vermehrt Kooperationen zwischen der Wikipedia und Bibliotheken auf. Das Library Journal (ja OK natürlich auch NetBib..) hat etwa auf den ersten Wikipedia Library Newsletter hingewiesen. Inhaltlich fand ich den jetzt nicht so spannend, aber man kann das ja mal beobachten…

Wesentlich interessanter fand ich da schon den Hinweis von Àlex Kippelboy:

Im Wikipedia Blog wird das Projekt dann näher beschrieben:

In collaboration with the Catalan Ministry of Culture, Amical Wikimedia kicked-off the GLAM project BibliotequesCAT with a network of libraries. They based the partnership on the principle that Wikipedia and libraries are the virtual and real-world doors to knowledge, and that they should work together in such a way that provides new levels of access. Each library can decide how it wants to collaborate, ranging from Edit-a-thons and Wikipedians in Residence, to photo and text liberation. The institutions can pick à-la-carte what they think works best for them in their specific area and join the long-term relationships with Amical Wikimedia.

GLAM hat übrigens nichts mit David Bowie und Co zu tun, sondern ist ein Akronym, das den Bereich Galerien, Bibliotheken Archive und Museen zusammenfasst.

Spannend an dem Projekt fand ich den flexiblen Ansatz, bei dem jede der rund 40 teilnehmenden Bibliotheken die für sich geeignetste Form der Zusammenarbeit rauspicken kann.

Ein Beispiel ist etwa das gemeinsame Erstellen von Artikeln über Pionierinnen des katalanischen Bibliothekswesen, um deren Arbeit sichtbarer zu machen.

Abgesehen von diesem konkreten Projekt in Katalonien gibt es natürlich auch das Programm Wikipedia Loves Libraries. Auch hier kann man sich Ideen für verschiedene Projekte holen.

Written by Peter

Oktober 23, 2013 at 10:24 pm

Veröffentlicht in Bibliotheken

Tagged with ,

Der @EuropeanaBot ist im Europeana-Blog und hilft der Wikipedia

leave a comment »

Ein paar Tage nach Start des EuropeanaBots bekam ich folgende Twitter-Nachricht:

Daraus ist ein kleines Interview für das „Europeana Professional Blog“ entstanden:

Developer Peter Mayr has used the Europeana API to create something called the ‚EuropeanaBot‘. It’s essentially a Twitter account that tweets interesting objects found in Europeana. Follow it at @EuropeanaBot. We chatted to Peter about why and how he created the EuropeanaBot.

Daneben gab es aber auch noch ein paar andere Reaktionen: in einem Twitter-Post kam etwa die Frage auf „wouldn’t it be cool if our collection objects tweeted about themselves“? Und der Bot macht ja genau das:

Dann gab es noch Leute, die durch den Bot neue Sachen gelernt haben:

Und in einem Fall wurde aus einer zufälligen Verknüpfung die der Bot zwischen der Wikipedia und einem Europeana Eintrag gefunden hat, eine „Kataloganreicherung“:

 

Written by Peter

August 20, 2013 at 9:09 pm

Passen gut zusammen: @EuropeanaBot und Wikipedia

leave a comment »

In der letzten Version hatte ich dem EuropeanaBot ja beigebracht nach Bildern von NobelpreisträgerInnen zu suchen.

Das ist ganz spannend, hat aber einen Schönheitsfehler: Über Europeana findet der Bot zwar Bilder, aber es bleibt offen, wer die einzelnen Personen eigentlich sind/waren, der Kontext fehlt. Die klassische Lösung in diesem Fall:

Wikipedia to the rescue!

Wikipedia to the rescue!

Und so bin ich dann auch vorgegangen: Bei jeder Preisträgerin/jedem Preisträger wird jetzt der entsprechende Wikipedia-Eintrag mit ausgegeben:

Durch die Verknüpfung kommt es also zu einer Aufwertung von Europeana-Ergebnissen durch Wikipedia-Information. Diese Anreicherung funktioniert aber auch in die andere Richtung:

In der neuen Version wird jetzt über die Wikipedia-API ein zufälliger Eintrag aufgerufen und mit dem Titel in der Europeana recherchiert. Wikipedia-Seiten werden also durch Europeana-Bilder ergänzt. Und so kommt es dann zu obskuren Tweets über Fischwanderwege:

Written by Peter

August 12, 2013 at 7:47 am

Veröffentlicht in Perl, Programmierung, Scripts, Software

Tagged with , ,

InetBib Wikipedia-Workshop: Daten statt handgestrickten Listen

with 2 comments

Am Montag Nachmittag gab es noch einen Workshop mit dem Titel „Wikimedia für Bibliothekare“. Die Bezeichnung ,,Workshop“ war vielleicht etwas übertrieben, „Wikipedia Fragestunde“ hätte es vielleicht besser getroffen. Auf der dazu gehörigen Wikipedia-Seite findet man die besprochenen Themen. Im Prinzip war das ein ziemlicher Rundumschlag: Vorstellung der einzelnen Wikimedia Projekte, Vorstellung der Strukturen und Tipps und Tricks zum Erstellen eigener Artikel.

Interessant fand ich die Vorstellung von Wikidata: dabei werden z.B. in Tripeln nochmals Informationen zu den einzelnen Wikipedia Artikeln in „maschinenlesbarer“ Form hinterlegt. In der jetzigen „Phase 1“ erlaubt das z.B. die handgestrickten Listen zu anderen Sprachversionen der Artikel automatisch zu generieren. In der englischsprachigen Wikipedia ist das auch schon umgesetzt.

Wikidata-logo-en

In Zukunft soll das noch ausgebaut werden, beispielsweise finden sich auf der Wikidata-Seite zu „Austria“ schon jede Menge Statements wie „shares border with“, „currency“, „head of state“, etc. Damit kann man dann etwa automatisch die Infoboxen für alle unterstützten Sprachversionen aus einer Quelle heraus generieren.

Eine Liste der möglichen properties gibt es auch, allerdings ist die Onthologie noch im Fluss und in der Entwicklung.

Klingt alles stark nach DBPedia und irgendwann werden diese beiden Projekte vielleicht auch zusammenwachsen. Perspektivisch könnte man also Wikidata als eine Art Normdatei einsetzen.

Der Vortragende war jetzt Biophysiker, es wäre wahrscheinlich sinnvoll gewesen, da noch jemanden aus dem Bibliotheksbereich zu finden, dann hätte man noch stärker auf bibliotheksspezifische Themen oder etwa fachliche Communities innerhalb der Wikipedia eingehen können.

Written by Peter

März 5, 2013 at 5:35 pm

Veröffentlicht in Konferenzen

Tagged with , , , ,

InetBib Tag 1: Datengestützte Wissenschaft mit öffentlicher Versionshistorie

with 3 comments

080110 uni berlin

Im Wikipedia Workshop behandelt: Einbindung von Wikimedia Commons Bildern: By Friedrich Petersdorff (Own work) [CC-BY-2.0-de], via Wikimedia Commons

Wiedermal eine InetBib Tagung: Diesmal die 12., diesmal an der Humboldt Universität und diesmal mit dem Titel „Angebot und Nachfrage: Was erwarten unsere Nutzer und unsere Nichtnutzer von uns?“

Am ersten Tag begann die Konferenz mit den üblichen Grußworten und einer Keynote von Wolfgang Coy:

„Mit dem Wandel leben… Wissenschaft, Bildung und Informationelle Infrastruktur“

Coy zerlegt den Begriff „Bildung“ in die verschiedenen Facetten: „lesen lernen“, „verstehen lernen“, „suchen & finden lernen“, „wissen“ und „beurteilen lernen“.

Unterstützt wird die Bildung dabei durch die informationelle Infrastruktur: angefangen von Büchern und Zeitschriften, über öffentlich zugängliche Bibliotheken bis hin zu elektronischen Medien (vom Schulfunk angefangen).

Bei den neuen Medien wird der Redner dann doch etwas kulturpessimistisch: da kommt ein Kalauer zu Google Glass, Audiobücher bringen bei ihm die Literatur auf Konsumniveau und er zitiert eine Studie, nach der auf einer Website nur circa 18% des Textes gelesen werden.
Das kann man jetzt natürlich auch anders sehen: gut produzierte Hörbücher sind durchaus eigenständige Werke und das Informationsverhalten bei der Nutzung von Webseiten bedingt halt oft selektives Überfliegen.

Ansonsten führen die elektronischen Medien zu einem Verlust des Ortsbezuges (z.B. remote Nutzung von Bibliotheksressourcen) oder – im Gegenzug – gewinnen wieder durch den Ortsbezug (Smartphone Anwendungen die durch GPS Daten unterstützt werden).

Dann werden noch einige aktuelle Entwicklungen aufgezählt: cloud computing, 3D Drucker (,,Daten werden zu Materie“). Ein anderes Beispiel war noch „Big data“: datengestützte Wissenschaft, bei der das Erstellen von Theoriemodellen durch reine Datenkorrelation abgelöst wird.

Neben diesen ganzen technischen Entwicklungen gibt es aber auch noch ethische Herausforderungen: „Kampfzonen“ in denen die offene Wissenschaft und Bildung gegen „geheime Forschung, überzogene Patente und Urheberrechte, dual use, unsoziale Bildungsschranken oder ideologische Schranken (z.B. den Kreationismus)“ eintreten muss.

Endziel bleibt das Bildungsideal „Urteilskraft entwickeln“ und dieses muss durch zeitgerechte, informationelle Infrastrukturen unterstützt werden.

„Paradigmenwechsel bei Wissensvermittlung wegen dynamischer Veränderungsprozesse“ (Andreas Degwitz)

Inwieweit abgelesene Vorträge bei Konferenzen sinnvoll sind, sei dahingestellt. Bei dem schönen Wetter hätte man auch einfach Handouts verteilen können, damit die Leute sich das gemütlich in der Sonne durchlesen und danach entspannt beim Sektempfang darüber diskutieren können.

Inhaltlich fand ich es aber doch ganz interessant. Die Einleitung war, dass der Mensch immer schon Herausforderungen an die Technik auslagert, so eben auch das Gedächtnis. Das ist heute durch die elektronischen Medien relativ einfach, birgt aber auch ein gewisses Risiko.

Text als Träger des Wissens wird dabei durch die elektronische Speicherung einfach zum Datencontainer (die Daten liegen intern binär kodiert auf der Festplatte und werden dann der Bequemlichkeit halber in alphanumerischer Kodierung präsentiert). Elektronisch vorliegende Daten lassen sich technisch leichter verarbeiten und dies führt in der wissenschaftlichen Arbeit zu einer neuen Form der datengestützten Empirie, gerade auch in Fachgebieten die sich bisher eher mit der reinen Textinterpretation beschäftigt haben (Geschichte, Sprachwissenschaften). Degwitz sieht dies als neues Wissensparadigma (statt dem theorielastigen Arbeiten).

Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf zukünftige Publikationen: Forschungsdaten sind ein wichtiger Teil und die Erleichterung der Weiterverarbeitung durch den elektronischen Zugriff (Repositorien, persistent identifiers, Strukturdaten, etc.).

Wissenschaftliches Arbeiten in der Zukunft (Daniel Mietchen)

Die Inhalte dieses Vortrages finden sich auf seiner Wikipedia Seite. Er wünscht sich: „long term goal: science with a public version history“.Ein schönes Beispiel dabei war die Forschungszusammenarbeit beim EHEC Ausbruch: ein Austausch der Forschungsdaten über konventionelle Kanäle (Artikel in Fachzeitschriften) hätte zu lange gedauert, daher wurden Gen-Analysen auf Github gestellt und damit konnte schnell, kollaborativ und nachvollziehbar gearbeitet werden.

 

Danach gab es vom Redner noch einen Wikipedia Workshop, dazu kommt noch ein separater Post…

Written by Peter

März 4, 2013 at 6:00 pm

Veröffentlicht in Allgemein, Konferenzen

Tagged with , , , ,