Hatori Kibble

Jo eh…

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Britischer Humor: Dank der British Library jetzt auch mechanisch, viktorianisch…

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mechnaicalcomedienIch hatte ja schon einmal über die British Library Labs und deren Projektwettbewerb geschrieben. Gewinner 2014 war die „Victorian Meme Machine“ „Victorian Meme Machine“.

Auf einem Symposium Anfang November wurde nun der aktuelle Stand dieses Projekts berichtet (die Notizen zum Vortrag gibt es im Blog Overdue Ideas).

Interessanterweise gibt es bei der Textgattung „Witze“ ganz eigene Probleme bei der Arbeit mit Digitalisaten:

Some gags have been rendered more successfully than this, but many are substantially worse. Joke columns often appeared at the edge of a page, which makes them susceptible to fading and pge bending. They also make use of unusual punctuation, which tends to confuse the scanning software. Unlike newspaper archives, which remain functional even with relatively low-quality OCR, our project requires 100% accuracy (or something very close) in order to republish the jokes in new formats.

Für die Ergebnisse wurde ein Tumblr Blog eingerichtet: der „Mechanical Comedian“ (auch einen Twitter-Account gibt es, der wird aber anscheinend noch nicht bespielt). Mal sehen, ob man in der nächsten Session hier in Kölle olle Kamellen wie diese hört:

A gentleman sitting drinking alone, with three empty bottles, which had contained port wine, beside him, was asked: „Have you finished all that port without assistance?“ „No,“ replied the wine-bibber, „I had assistance of a bottle of Madeira“

Written by Peter

November 16, 2014 at 7:48 pm

Neulich im Feedreader (Teil VI): Nerds, Bibliotheken, E-Books und ein Katzenvideo

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Nach der urlaubsbedingen Blogpause haben sich wieder so einige interessante Links angesammelt:

Written by Peter

Januar 11, 2014 at 6:39 pm

Veröffentlicht in E-Books, Konferenzen, Neulich im Feedreader

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#sigint Tag 3: Ach Verdi! und: ArchiveTeam to the rescue!

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Diesmal hatte ich es geschafft halbwegs früh aufzustehen, um den Vortrag „Gute Arbeit“ eines ver.di Gewerkschaftssekretärs anzuhören. Eigentlich fand ich es ja gut, dass ver.di auf der SIGINT auftaucht. Gerade im IT-Bereich gibt es ja eine Menge an Themen, bei denen gewerkschaftliche Unterstützung notwendig wäre (flexibilisierte Arbeitszeiten, „Spaß am Gerät“ vs. Selbstausbeutung, „Bring your own device“, das Elend der Befristungen, etc). Leider war davon in der Präsentation keine Rede, der selbe Vortrag hätte auch auch bei so ziemlich jeder anderen Berufsgruppe gehalten werden können. Anfangs wurde lang und breit wurde über die Palette der politischen Ziele von ver.di gesprochen (ohne aber eben auf das spezifische Publikum einzugehen), später kamen dann zwar etwas praktischere Themen (wie entsteht ein Tarifvertrag, was muss in einem Arbeitsvertrag stehen). Auch die wurden aber eher auf der grundsätzlichen Ebene abgehandelt, statt mit praktischen branchenrelevanten Beispielen zu arbeiten.

Im nächsten Vortrag ging es dann um ein Stück Internetgeschichte: in „One Terabyte of Kilobyte Age“ hatte sich Dragan Espenschied mit GeoCities beschäftigt. Dieser Dienst wurde zwar 2009 eingestellt, aber das Archiveteam hat es geschafft die Inhalte rechtzeitig zu sichern und damit zu erhalten.

GeoCities ist deshalb so wichtig, weil es ein Stück Amateurnetzkultur dokumentiert, das es so heute nicht mehr gibt. Es ist zwar einfach, sich über die schlecht animierten GIFs und knalligen Farben lustig zu machen, aber diese privaten Amateurhomepages waren eine völlig neue Art seine Persönlichkeit auszudrücken und erstmals die „neuen Medien“ aktiv zu nutzen. Die sozialen Netzwerke die danach kamen sind viel stromlinienförmiger, datenbankbasiert. Man füllt eigentlich nur Felder innerhalb einer vorgegebenen Struktur aus.

In dem vorgestellten Projekt wurde jetzt der Torrent mit den GeoCities-Inhalten heruntergeladen (da die gesamten Daten 1 Terabyte groß sind und nicht immer irgendwer den Torrent seeded, hat das 5 Monate gedauert) und ein System aus einem virtualisiertem Netscape Navigator 4.08 und einem Proxyserver aufgebaut um die Seiten anschauen zu können. Gleichzeitig gibt es eine Schnittstelle zu Tumblr und so wird auf „One Terabyte of Kilobyte Age Photo Op“ alle 20 Minuten ein Screenshot online gestellt. Die Seiten werden da in chronologischer Reihenfolge gepostet, im Moment ist der Blog bei 1998, also so richtig schön zum nostalgisch werden…

Written by Peter

Juli 7, 2013 at 7:35 pm

Veröffentlicht in Konferenzen

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