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#bibtag14 – Tag 4: Im Kampf gegen die Monster-Excel-Tabelle

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Die Vortragenden, die am Morgen nach dem Festabend präsentieren müssen, sind nicht zu beneiden. Diesmal hat es die Session „Zur ‚Neuausrichtung überregionaler Informationsservices'“ erwischt, einen Block, der sich mit der berühmten DFG-Ausschreibung und ihrer Folgen beschäftigte.

Begonnen wurde mit dem Vortrag „Electronic Resource Management System – Vernetzung von Lizenzinformationen“. Elektronische Ressourcen werden für Bibliotheken immer wichtiger. Laut DBS war deren Anteil 2010 33% am Gesamterwerbungsetat und 2013 bereits 45%. Die Verwaltung erfolgt in den Bibliotheken meist mit unterschiedlichen Tools, vom dediziertem System bis zur Monster-Excel-Tabelle. Mit ERMS soll jetzt ein bundesweit, verfügbares modulares System zur Verwaltung von elektronischen Ressourcen entwickelt werden (und das auf allen Ebenen von lokalen Verträgen bis zu Konsortial- und Allianzlizenzen).

Die Nutzung kann direkt oder über Schnittstellen erfolgen (wenn man z.B. schon ein Bibliothekssystem mit ERM-Modul hat).

Der Vorteil dieses Systems ist auch die Knowledgebase mit Metadaten, die um Lizenzinformationen angereichert werden. Darauf lassen sich dann wieder neue Services aufsetzen (z.B. ein Anbieterverzeichnis, oder ein Verfügbarkeitsdienst). Erfreulicherweise wird das Projekt in enger Absprache mit den zukünftigen AnwenderInnen entwickelt, im jetzigen Arbeitspaket finden sich ExpertInnen-Interviews und eine NutzerInnen-Umfrage.

Der folgende Vortrag betraf den wohl meistdiskutierten Antrag dieser DFG Runde: „CIB – auf dem Weg in eine internationale Infrastruktur für Bibliotheksdaten Abstract“.

Der Weg in die Cloud wurde als Ziel im Oktober 2012 gemeinsam von der AG Bibliothekarisches Verbundsystem der KMK, der DFG und den deutschen Verbünden festgelegt. Das CIB Projekt will jetzt mit den beiden bereits vorhandenen Plattformen von Ex Libris (Alma) und OCLC (WorldCat) starten. Dabei soll die GND (über eine direkte Synchronisation) und die ZDB (über eine Versorgungsschnittstelle) integriert werden.

Ein einheitlicher Datenraum soll über die Synchronisation zwischen Alma und Worldcat hergestellt werden, als Sicherung um den herstellerunabhängigen Zugriff auf die Daten zu gewährleisten wird ein „Datenfenster“ aufgebaut werden, das ebenfalls über eine Synchronisation aktuell gehalten wird. Die Daten in diesem Datenfenster sollen als CC0 bereitgestellt werden, um andere Dienste darauf aufzubauen.

Problematisch wird es wenn die Cloud nicht nur Titeldaten, sondern – im Rahmen des Lokalsystemhostings – auch Benutzerdaten enthält. Derzeit laufen Gespräche mit Datenschutzbeauftragen, wie man so eine Auftragsdatenverarbeitung rechtskonform gestalten kann. Für ein Rechtsgutachten, das Klarheit bringen könnte, fanden sich keine Mittel.

Die Zwischenbilanz des Projekts war etwas vage: erste Schritte zur Datensynchronisation Alma/WorldCat wurden unternommen und die Integration der GND und der ZDB wird gerade vertraglich und technisch geklärt.

Im letzten Vortrag der Session berichtete die DFG: „Der gegenwärtige Stand zur Umsetzung der „Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“ – eine Einführung der DFG“. Es wurde nochmals die Vorgeschichte des Antrags erläutert und das Ziel, nämlich die Entstehung einer modularen Gesamtstruktur in der Informationsversorgung zu stimulieren.

Begutachtungskriterien waren also neben Qualität, Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit auch die Frage, ob das Vorhaben zu einer Strukturbildung beiträgt. Gerade CIB ist für die DFG kein normales Projekt, sondern ein Experiment. Die DFG sieht sich nicht in der Pflicht Überzeugungsarbeit bei den Bibliotheken zu leisten, das ist Aufgabe des Projektes selber.

Allerdings will die DFG die Kommunikation zwischen beteiligten und nicht-beteiligten Verbünden unterstützen. Gemeinsam mit der KMK wurde bereits ein Workshop organisiert, weitere Treffen sollen stattfinden. Der DFG ist die Anschlußfähigkeit wichtig und sie will sicherstellen, dass auch nichtbeteiligte Bibliotheken und Verbünde profitieren können.

Bei Bedarf gibt es weitere Förderoptionen für komplementäre Projekte zu CIB. Als Beispiel wurde eine Evaluierung des Datenaustausches mit Kuali OLE genannt.

So das war’s mit #bibtag14, nächste Woche gibt es nochmals einen kurzen Konferenzmodus mit Berichten zur ELAG Tagung. Bleiben Sie dran!

Written by Peter

Juni 6, 2014 at 6:51 pm

Veröffentlicht in Bibliotheken, Konferenzen

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Zotero spricht jetzt auch DigiBib

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Vor Jahren hatte ich ja einmal auf die Möglichkeit hingewiesen, aus Zotero heraus direkt über die OpenURL-Schnittstelle in die DigiBib zu springen.

Seit kurzem gibt es nun auch eine elegante Lösung für den umgekehrten Fall: In Zotero ist nun ein sogenannter Translator integriert, der es ermöglicht, Suchergebnisse aus der DigiBib direkt in das Programm zu übernehmen. Dieser neue Filter wird automatisch verteilt, so dass in Kürze alle NutzerInnen davon profitieren sollten.

Fenster zur Übernahme von Suchergebnissen

Fenster zur Übernahme von Suchergebnissen

Da der DigiBib-Translator unter die GPL gestellt wurde, können sich alle Interessierten an etwaigen Verbesserungen beteiligen.

Written by Peter

März 15, 2012 at 7:28 pm

Veröffentlicht in Literaturverwaltung, Software

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Wolke im Werkzeugkasten

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Heute habe ich etwas mit HTML::TagCloud herumgespielt…

Ich habe ein Modul für den hbz Werkzeugkasten geschrieben, welches die Suchbegriffe der letzten sieben Tage als Wolke darstellt:

Suchbegriffe als Wolke

Suchbegriffe als Wolke

Da nur Suchbegriffe dargestellt werden die auch Ergebnisse liefern, kann man das Ganze auch als inhaltliche Erschliessung durch die NutzerInnen sehen.

Technisch funktioniert das indem die einzelnen Suchworte mit dem Datum in einer Tabelle abgelegt werden. Der Perl-Code sieht so aus:

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Written by Peter

Januar 31, 2009 at 10:30 pm

Veröffentlicht in DigiLink, Perl, Programmierung, Scripts

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Herausforderung gemeistert..

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Auch von meiner Seite Gratulation zur 2. Diplomarbeit! Barbara Haubenwaller hat an der Fachhochschule der Wirtschaft Campus 02 zu den „Chancen und Risiken für Verbundkataloge durch die Anreicherung mit Web 2.0-Konzepten“ geschrieben.

Besonders interessiert hat mich ja der Teil über das hbz und die DigiBib. 😉 So steht denn geschrieben:

Mit ihren Personalisierungsmöglichkeiten
(Download von Suchergebnissen, Favoritenlisten, Alerting-Dienste) und den noch geplanten
Entwicklungen (barrierefreie Oberfläche, Suchmaschinentechnologie, eine Einfeld-Suche, vollständige
Integration externer Dienste und Shibboleth-Authentifizierung) kommt die DigiBib einem idealen OPAC
2.0 schon sehr nahe.

Das sind schon einmal schöne Vorschusslorbeeren zu DigiBib 6.. 😉 .

Herunterladen kann man sich die Diplomarbeit auf E-LIS.

Weiter Reaktionen bei der Library Mistress, beim VÖB Blog und beim Jakoblog. COinS ist eingebettet.

Written by Peter

Januar 29, 2009 at 8:31 pm

Veröffentlicht in Allgemein, Zettelkasten

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