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Neulich im Feedreader (Teil XVII): Lange Texte, freie Bilder und verbotene Bücher

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  • Library as Infrastructure
    Wenn ein Artikel über Bibliotheken sogar in den Hacker News erwähnt wird, ist das erstmals eine Empfehlung. In diesem langen Artikel geht es um die vielfältigen und sich wandelnden Aufgaben von öffentlichen Bibliotheken:

I propose that thinking about the library as a network of integrated, mutually reinforcing, evolving infrastructures — in particular, architectural, technological, social, epistemological and ethical infrastructures — can help us better identify what roles we want our libraries to serve, and what we can reasonably expect of them. What ideas, values and social responsibilities can we scaffold within the library’s material systems — its walls and wires, shelves and servers?

  • What is Code
    OK, wenn ich den vorherigen Artikel schon als lang bezeichnet habe, dann ist dieser Text mit 30.000 Wörtern ein Monstrum. Das Lesen lohnt sich aber auf jeden Fall. Der Text beginnt aus der Perspektive eines altgedienten Managers  dem ein Projektteam aus jungen, hippen ProgrammiererInnen für ein Webprojekt vor die Nase gesetzt. Aus dieser Ausgangssituation mäandert der Artikel durch die Geschichte des Programmierens, die Unterschiede und Entwicklungen der Programmiersprachen, Kultur und Entwicklungsansätze in der IT und so weiter und so fort…
    In der Webversion gibt es auch noch einige interaktive Spielereien zum eigentlichen Text dazu.
  • Emacs for Data Science
    Die Wahl des richtigen Texteditors kann ja durchaus eine Glaubensfrage sein. Dieser Blogpost beschreibt nun warum der gute alte Emacs im Werkzeugkasten der „data science“ (vgl. dazu auch meinen letzten Artikel) vorhanden sein sollte.
  • We Tried – And Failed – To Identify The Most Banned Book In America
    Die Banned Books Week der ALA ist sicher eine wichtige Aktion. Leider ist die Rangliste der Bücher anscheinend mehr Marketingaktion als handwerklich saubere Untersuchung
  • I need to find a public domain image of _______. How do I do that?
    Jessamyn West von librarian.net gibt Tipps.
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Written by Peter

Juni 29, 2015 at 9:00 am

Veröffentlicht in Neulich im Feedreader

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Serendip-o-matic: Der Automat für Zufallsfunde…

with 2 comments

In letzter Zeit habe ich mich ja durch die Arbeit am  EuropeanaBot ein bisschen mit dem Thema beschäftigt, wie man digitale Sammlungen über das Serendipidätsprinzip besser präsentieren kann.

Durch einen Tweet bin ich dann auf „Serendip-o-matic“ gestossen:

Serendip-o-matic

Serendip-o-matic

Eigentlich eine geniale Sache: man kann diese Seite mit eigenen Texten oder seiner Zotero-Literatursammlung füttern, das Programm extrahiert mögliche Suchbegriffe und fragt damit die DPLA, Europeana, Trove und Flickr Commons ab.

In der Presserklärung klingt das dann so:

Serendip-o-matic works for many different users. Students looking for inspiration can use one source as a springboard to a variety of others. Scholars can pump in their bibliographies to help enliven their current research or to get ideas for a new project. Bloggers can find open access images to illustrate their posts. Librarians and museum professionals can discover a wide range of items from other institutions and build bridges that make their collections more accessible. In addition, millions of users of RRCHNM’s Zotero can easily run their personal libraries through Serendip-o-matic.

Das Motto des „Serendip-o-matic“ ist „Let Your Sources Surprise You!„. Das allerdings funktionierte bei meinem ersten Test etwas zu gut:

Serendip-o-matic Suchergebnis zur Zotero-Bibliothek

Serendip-o-matic Suchergebnis zur Zotero-Bibliothek

Der Zusammenhang meiner Zotero-Bibliothek zu einem Filmplakat für „Auf ins blaukarierte Himmelbett“ erschliesst sich mir zumindest nicht auf Anhieb..

Bei längeren Texten funktioniert das aber etwas besser: Aus einem deutschsprachigen Paper zu unserem EVA-Projekt hat der Serendip-o-matic beispielsweise die Begriffe: „fernleihe, für, bibliothek, fernleihen, können, nutzer, fachreferenten, über, erwerbungsvorschläge, fernleihbestellungen, teilnehmenden, 2, abbildung, kriterien, potentielle“ ausgefiltert und danach gesucht. (Und bei einem klassischen geisteswissenschaftlichem Thema wären die Suchergebnisse wahrscheinlich auch noch etwas aufschlussreicher…)

Entstanden ist dieses Programm übrigens während eines Hackathons: Bei „One Week | One Tool“ hatten sich 12 WissenschaftlerInnen aus dem Bereich Digital Humanities getroffen um gemeinsam Software zu entwickeln.

Etwas mehr Hintergrundinformation zu diesem Projekt gibt es auch in diesem Youtube-Video:

Falls jemand auch daran mitarbeiten will oder etwas hinter die technischen Kulissen des „Serendip-o-matic“ schauen will: Das Projekt ist auch auf Github zu finden.

Written by Peter

August 5, 2013 at 8:00 am