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#bibtag14 – Tag 2: Flexibel im „Third Space“

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Diesmal vorbildlich früh zum Messezentrum gestartet und einen guten Platz in der Session: „Neue Herausforderungen der Vermittlung von Informationskompetenz“ zu bekommen.
Der erste Vortrag war Ein rundes Service-Konzept: „Vermittlung von Informationskompetenz und der Forschungsprozess“ (Folien). Auch hier der Ansatz Informationskompetenz nicht nur auf Recherchekompetenz zu reduzieren, wie bereits gestern genannt: „Strategie vor Tools“. Auch die Teaching Library wurde erwähnt, problematisch bei der Einbindung der Bibliothek in die Lehre ist die Tatsache, dass sie ja Partei ist und darauf geachtet werden muss, das die Bibliothek (übertragbare) Kompetenz vermittelt und nicht nur ein reines Lehrprogramm zur Benutzung der Bibliothek konzipiert (und damit die Bibliothek zum Zweck und nicht zum Mittel zum Zweck wird).

Informationskompetenz muss breiter als „Kompetenz sich souverän im Ökosystem der Wissensgesellschaft zu bewegen“ definiert werden. Wobei „Ökosystem“ dann ja auch eine gewisse Dynamik impliziert.

An der SLUB Dresen wird nun versucht sich mit passenden Dienstleistungen an spezifische Schritte im Foschungsprozess anzudocken. Und auch hier wieder das Bild vom Lernen auf Augenhöhe und von den BibliothekarInnen als VermittlerInnen und stewards.

Im nächsten Vortrag ging es um Kooperationen: „Hochschulweite Kooperationen zur Förderung von Informationskompetenz – Ein Praxisbericht der TIB/UB“. Die Bibliothek hat da mit unterschiedlichen Kooperationspartnern verschiedene Projekte initiiert, um unterschiedliche Nutzergruppen anzusprechen: für die Studierenden gemeinsam mit der Schreibwerkstatt eine „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“, für die ForscherInnen gemeinsam mit dem Graduiertenkolleg Workshops zum digitalen Publizieren und zu open access und für die MitarbeiterInnen gemeinsam mit der Abteilung für Personalentwicklung Veranstaltungen zu „Science 2.0“. Diese Kooperationen machen zwar Arbeit und eine eigene Stelle zur Koordinierung wäre sinnvoll. Letztendlich kann die Bibliothek aber dadurch ihre Stellung als „Kompetenzpartner“ innerhalb des Hochschulgefüges stärken.

Danach kam: „Third Space – Third Literacy“? Lernräume und Informationskompetenz entwickeln. Bemühungen von Bibliotheken sich als „Third Place“ zu etablieren gibt es ja schon länger. In diesem Projekt wurde jetzt versucht dieses Konzept speziell auf Lernräume umzulegen. Folgende Charakteristika nannte die Vortragende im Zusammenhang mit der Lernunterstützung; Virtualität (als Ergänzung zum realen Ort), Freiheiten, Inspiration (z.B. durch moderne Raumgestaltung, aber auch die klassischen Bücherwände können inspirierend wirken), ein sozialer Ort, Produktion (die notwendige Infrastruktur muss vorhanden sein, W-LAN, Kaffeeautomat, …), Flexibilität (z.B. Möbel, die sich in verschiedenen Konfigurationen zusammen stellen lassen).

In Anlehnung an den third space wurde im Zusammenhang mit Informationskompetenz noch der Begriff von der third literacy eingebracht, bei der es darum geht Kompetenzen zu integrieren und Zusammenhänge herzustellen.

Danach bin ich in den Public Viewing Bereich gewechselt, um noch etwas über den Auskunftsdienst zu hören:  „Noch Fragen? – Weiterentwicklung der Auskunftsdienste an der SuUB Bremen“. Im Jänner/Februar hat die SUB Hamburg eine kleine Untersuchung durchgeführt, was denn eigentlich so alles im Auskunftsdienst gefragt wird. Nur 4% der Fragen sind „echte“ Recherchefragen. Der Großteil betrifft die Benutzung, dann die Technik oder sind Orientierungsfragen. (Bei meinen Auswertungen der DigiAuskunft-Anfragen bin ich immer auf grob ähnliche Ergebnisse gekommen).

An der Bibliothek gab es 2007 eine Umstrukturierung: die AuskunftsmitarbeiterInnen wurden aus den Fachabteilungen herausgelöst und bilden ein eigenes Infoteam. Damit einher ging eine Flexibilisierung auf verschiedene Bereichen: zeitlich, örtlich (mehr Präsenz zeigen, wenn man einfach mal so am Computer-Pool vorbeimarschiert wird man unter Umständen mit Fragen angesprochen, die es nie bis zur Infotheke geschafft hätten), die Kontaktkanäle haben sich diversifiziert und auch die Inhalte haben sich gewandelt (z.B. in den letzten Jahren mehr Fragen zur Literaturverwaltung).

Written by Peter

Juni 5, 2014 at 8:02 am

E-LIS und DigiAuskunft, die Zweite…

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Da ich gerade mit E-LIS beschäftigt war, habe ich gleich auch – natürlich nach Absprache mit den MitautorInnen – den zweiten DigiAuskunft Artikel hochgeladen:

Daniel, Frank and Maier, Christine and Mayr, Peter and Wirtz, Hans-Christian: Die Kunden dort bedienen, wo sie sind. BuB : Forum Bibliothek und Information, 2006, vol. 58, n. 7/8, pp. 558-562

Das Internet hat sich als erste Anlaufstelle für Informationen etabliert – sogar für regelmäßige Bibliotheksnutzer. Bibliotheken haben sich dieser Entwicklung angepasst und im Netz virtuelle Zweigstellen etabliert mit Online-Katalogen, digitalen Bibliotheken, Datenbanken und Endnutzer-Fernleihe. Eine neue Dienstleistung im Internet ist die DigiAuskunft. Das Projekt startete Anfang 2006 an der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund und kurz darauf an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, der Stadtbibliothek Köln, der Universitätsbibliothek Dortmund, der Kölner Stadtbibliothek und, seit April, an der Bibliothek der Fachhochschule Köln. An jeder teilnehmenden Institution waren einige – wenn auch nicht zu aufwändige – Voraussetzungen zu schaffen: Anpassung des Webformulars, Erstellung von Textbausteinen und lokalen Signaturen sowie die Entwicklung einer lokalen Wissensbasis. Eine interne Mailingliste diente der Unterstützung und der Diskussion von Softwareverbesserungen. Das System hat sich in der Praxis bewährt. Die Bearbeitung von Auskunftsanfragen hat sich wesentlich vereinfacht und kann von jedem Internet-PC aus durchgeführt werden. Ungefähr 80% der Anfragen betreffen lokale Gegebenheiten an den einzelnen Bibliotheken (zu den Beständen, den Benutzerkonten und speziellen Angeboten). Reine Auskunftsanfragen, wie die eines Nutzers in Amsterdam der einen Artikel über Westfälische Geschichte sucht sind noch eher selten. Dadurch war es bis jetzt selten notwendig eine Anfrage in den Auskunftsverbund weiterzuleiten. Im Laufe des Sommers werden 18 weitere Bibliotheken dem Verbund beitreten und weitere stehen bereits in den Startlöchern.

Der Artikel ist zwar jetzt auch schon etwas älter, aber dadurch das er die Geschichte dieses Projektes aus der Perspektive der beteiligten Bibliotheken erzählt immer noch ganz interessant..

Written by Peter

Dezember 10, 2009 at 11:05 pm

Veröffentlicht in DigiAuskunft, Texte

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Vorankündigung: „DigiAuskunft“ bei der AIBM Tagung

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Da schon am 15. Juli Anmeldeschluss ist, bereits jetzt eine Vorankündigung: Auf der Jahrestagung 2009 der AIBM (Association Internationale des Bibliothèques, Archives et Centres de Documentation Musicaux) wird es auch einen Vortrag über die DigiAuskunft geben.

„Backing Vocals für BibliothekarInnen?“ – Professionelles Anfragemanagement und virtuelle Auskunft im fachlichen Verbund mit der DigiAuskunft

Hintergrund ist der, dass wir mit der DigiAuskunft einen virtuellen Auskunftsverbund haben an dem eine Reihe von Bibliotheken – erfreulicherweise spartenübergreifend – teilnimmt.

Innerhalb der DigiAuskunft gibt es nun kleine Unterverbünde, die vermehrt kooperieren und jeweils der erste Ansprechpartner sind wenn Anfragen nicht innerhalb der eigenen Institution beantwortet werden können.

Diese Unterbünde sind jeweils regional organisiert, z.B. als KölnBib, ErftBib etc.

Ein interessanter Ansatz wäre es aber diese Kooperation nun nach Fachgebieten zu organisieren und die jeweiligen ExpertInnen zusammenzuschließen.

Die Musikbibliotheken sind dafür prädestiniert, da es bereits eine solche Zusammenarbeit gibt. In DigiLink gibt es eine kooperative Fachsicht Musik die von mehreren Standorten genutzt wird. Frau Richts von der Bibliothek der HfM Detmold wird darüber ebenfalls einen Vortrag auf der AIBM Tagung halten: „Trio statt Solo! – Die Fachsicht Musik als neues  Fachinformationsangebot der Musikhochschulbibliotheken in Detmold, Essen und Köln realisiert anhand des
Linkverwaltungssystems DigiLink“
. Das Erstellen dieser Sicht war auch Teil ihrer Diplomarbeit (PDF), auch ein Flyer (PDF) ist dazu entstanden.

Naja, ich freue mich jedenfalls schon auf die Tagung und bin gespannt auf die Reaktionen..

Written by Peter

Juli 14, 2009 at 8:25 pm