Hatori Kibble

Jo eh…

Archive for the ‘Software’ Category

Neulich im Feedreader (Teil XIV): Software und Homepages in Bibliotheken, Vorträge und Daten

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Und schon wieder naht die IronBlogger-Deadline bedrohlich…

Written by Peter

November 9, 2014 at 10:47 pm

Veröffentlicht in Google, koha, Neulich im Feedreader, Software

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Das Fairphone: Innovativer Ansatz oder nettes Accessoire zu Fair-Trade-Kaffee und Biogemüse?

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Keine Angst, das wird jetzt kein Gadget-Blog, nächste Woche gibt es hier wieder bibliothekarische Themen…

Fairphone Logo

Fairphone Logo

Vor kurzem habe ich mir ein neues Handy zugelegt und mich für das Fairphone entschieden. Dank einer Crowdfunding-Initiative mit 25.000 Vorbestellungen kam dieses Telefon 2013 auf den Markt. Mitte dieses Jahres wurde eine neue Auflage (mit leicht verbesserten Spezifikationen) produziert.

Der Anspruch ein „faires“ Smartphone zu produzieren ist natürlich ein ziemlich hehres Ziel und auch dem Fairphone gelingt das nur in Teilen. So sind etwa nur zwei der verwendeten Metalle (Zinn und Tantal) „konflikt-frei“. Auch die Verhandlungsmacht gegenüber der chinesischen Herstellerfirma ist natürlich begrenzt, weil das Fairphone in einer Kleinserie produziert wird und die gesamte Produktion daher nur wenige Wochen dauert. Trotzdem konnte ein Worker Welfare Fund mit demokratischer Teilhabe in der Verwaltung der Mittel installiert werden. Erklärtes Ziel der Fairphone Initiative ist es, „die Industrie zu inspirieren und zu verändern“.

Wie gesagt, die abstrakten Ziele und deren Umsetzbarkeit beim Fairphone werden debattiert, folgende konkreten Eigenschaften haben mich dann zum Kauf bewogen:

  • „Root“-Zugriff ab Werk
    Standardmäßig kann man als AdministratorIn arbeiten und hat volle Kontrolle über das Betriebssystem.
  • Dual-SIM
    Man kann das Telefon mit zwei SIM-Karten betreiben. Das ist z.B. praktisch um im Ausland einen günstigen Prepaid-Tarif parallel zu nutzen oder um eine zweite Arbeitsnummer zu haben, die man nach Feierabend leicht deaktivieren kann.
  • Kein Zwang zum Google-Konto
    Auf dem Telefon sind keine Google-Apps vorinstalliert. Man kann selbst entscheiden, ob man das Google-Ökosystem nutzen will und kann dann die entsprechenden Anwendungen einfach nachinstallieren.
  • Wahlfreiheit in Bezug auf das Betriebsystem
    Das Telefon kommt mit einem angepassten Android-System (inkl. der netten „Peace of Mind“-App). Über den integrierten Software-Updater kann man aber einfach eine „normale“ Android-Version installieren. Auch die Installation des freien Betriebssystems CyanogenMod ist anscheinend möglich.
  • Gute Reparaturinfrastruktur
    Durch eine Kooperation mit iFixit gibt es jede Menge an Reparaturanleitungen und vom Lautsprecher bis zum Display können alle möglichen Ersatzteile nachbestellt werden.
  • Innovative Ideen
    Gefallen hat mir zum Beispiel die Idee Schutzhüllen für das Fairphone zu bestellen und über einen 3D-Drucker in der Nähe ausdrucken zu können.
  • Transparenz
    Sowohl die aktuelle Zusammenstellung der Kosten (PDF) als auch eine Liste der Zulieferer (PDF) kann heruntergeladen werden. Fairphone informiert auch ziemlich offen darüber wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte.

Technisch ist das Fairphone eher so Mittelklasse, für den normalen Alltagsgebrauch reicht es aber (und ist, was Geschwindigkeit und Akkuverbrauch betrifft, eine ziemliche Verbesserung zu meinem alten Handy). Die Stiftung Warentest meint „kein Spitzengerät, aber ein praxis­taugliches Smartphone“. Das bezog sich aber noch auf die alte Version mit etwas langsameren Prozessor. Die verwendete Android-Version ist leider nur 4.2.2, Fairphone liefert aber noch Software-Updates aus. Eine Aktualisierung auf Android 4.4 hakt derzeit noch an der Unterstützung des verwendeten Chipsets.

Es gibt auch eine Untersuchung darüber, wer denn ein Fairphone kauft. Interessant fand ich folgendes Zitat:

48% of Fairphone owners did not previously own a smartphone.

Es gibt also anscheinend eine Gruppe, für die die Idee eines „Fair-Trade-Handys“ so der letzte Anstoß war, sich jetzt doch einmal ein Smartphone zuzulegen. Für diese Zielgruppe hat das Fairphone Team dann auch zahlreiche Video-Tutorials produziert, die den Einstieg erleichtern sollen.

Written by Peter

Oktober 10, 2014 at 4:50 pm

Veröffentlicht in Allgemein, Software

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Kleiner „Making Of“-Post: Wie baue ich ein IFLA-Poster?

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So das ist jetzt der letzte IFLA-Nachtrag. Eher als Notiz für mich, aber vielleicht ist das ja für andere auch hilfreich… (Ich fand ja toll, dass die Fachstellen eine Anleitung zum Abstract-Erstellen für Konferenzeinreichungen veröffentlicht haben!)

Nach der Annahme hatte ich die Instructions for accepted posters bekommen. Darin sind dann auch die maximalen Maße von 92*230 cm angegeben.

Meine erste Idee war, das Poster mit LaTeX zu erstellen, da ich aber weniger mit Text und mehr mit Grafiken und Bildern arbeiten wollte, habe ich mich bald wieder dagegen entschieden.

Für das Diagramm habe ich OmniGraffle verwendet und die Grafik dann als 300 dpi Grafik exportiert.

Posterdiagramm

Posterdiagramm

 

Das eigentliche Poster habe ich dann mit Keynote erstellt und dabei auf diese Anleitung zurückgegriffen:

Auch die Größenangabe von 2592*3456 Pixel habe ich daraus entnommen, was letztlich bei der PDF-Ausgabe zu einer Druckgröße von 91,44*121,92 cm führte (72dpi) und damit im Rahmen der Vorgaben ist.

Was würde ich das nächste Mal anders machen? Das Twitter-Logo hat auf meinem Poster gefehlt. Der Wiedererkennungswert des Logos wäre sicher nochmals ein schöner visueller „eye catcher“ gewesen und hätte vielleicht auch manche Erklärungen verkürzt.

Analoge Tweets

Analoge Tweets

Zusätzlich zum Poster wollte ich noch ein kleines Handout mit Twitter-URL, QR-Code und Kontaktdaten. Dazu habe ich MOO Minicards verwendet. Bei diesem Produkt gibt es die Möglichkeit ein Design mit einer Vorder- und vielen unterschiedlichen Rückseiten zu entwerfen (Printfinity).

Dies war eine schöne Möglichkeit die Vielfalt des EuropeanaBots zu zeigen und ergibt einen schönen „Lotteriemoment“ und Gesprächseinstieg wenn die Leute eine individuellen Karte ziehen dürfen (im Endeffekt hatte ich 23 verschiedene Versionen mit jeweils unterschiedlichen Tweets).

Im Vorfeld hatte ich bei den Organisatoren einmal angefragt, wieviele Handouts ich den einplanen soll. Mir wurde da zu 1000 Stück geraten. Glücklicherweise bin ich dem Rat nicht gefolgt und beim Druck wesentlich darunter geblieben.

Bei mir konnte ich die Handouts am Poster befestigen, sie gingen also auch ohne mein Zutun weg. Insgesamt würde ich sagen, kommt man mit 200-300 Stück ganz gut aus.

Bei der eigentlichen Poster-Session steht das eigene Projekt im Wettbewerb mit über 200 anderen Poster. Hilfreich ist es da, die Intention in einem Satz formulieren zu können. Bei mir lief das ungefähr so ab:

Person X riskiert einen Blick auf das Poster

„We hide our great digital collections behind search forms and in databases!“

Person X läuft nicht weg

„This project tries out new approaches to present digital items in the social web!“

Person X ist immer noch da

Und los geht’s mit der langen Erklärung und den einzelnen Beispielen…

Auch die Handouts sind natürlich ein guter Einstieg („Do you want an analog tweet of the EuropeanaBot?“), der auch zu einigen interessanten Gesprächen geführt hat.

Written by Peter

September 15, 2014 at 10:14 pm

Lyon! Die LibraryBox in freier Wildbahn gesichtet.

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So der kleine Blog-Sommerurlaub ist vorbei. Ab sofort sollte es hier wieder regelmässig Artikel geben. Zur Einstimmung noch eine Entdeckung im Rahmen der IFLA-Reise…

Gehört hatte ich von der LibraryBox ja schon des Öfteren. Beschrieben wird sie vom Erfinder so:

LibraryBox is an inexpensive portable private digital distribution device, capable of delivering non-DRM digital files to any device with wifi and a browser, even in areas without Internet access.

Seit Februar diesen Jahres gibt es die Version 2.0 und die LibraryBox wird weltweit eingesetzt:

Libraries and educators around the world are already using LibraryBox to deliver ebooks to children in rural Ghana, to bypass censorship of learning materials in China, and to share digital material on street corners in France. LibraryBox is currently being used in 17 US States, 17 countries, and on 6 continents to deliver digital information to users.

Bei meinem Besuch der Hauptstelle der Bibliothèque Municipale de Lyon bin ich nun zufällig über ein Exemplar in freier Wildbahn gestolpert:

In der Bibliothek gab es eine Ausstellung zu alten Postkarten aus der Region. Auf der LibraryBox wurden dazu die Digitalisate zur Verfügung gestellt. Daneben gab es unter anderem noch freie Musik zum Download. Interessanterweise hat die LibraryBox auch eine Uploadfunktion. Hier muss der Betreiber/die Betreiberin dann doch wieder ein Auge auf das System haben, damit sich keine unerwünschten Inhalte in der Box finden.

Vom Ansatz her finde ich dieses Projekt sehr interessant und spannend. Leider ist die Benutzeroberfläche ziemlich verbesserungswürdig.

Mir schwebt im Hinterkopf so eine Art „KölnBox“ vor. Eine LibraryBox mit schöner Benutzeroberfläche, die gemeinfreie Texte, Bilder und Musik zur Stadt Köln anbietet. Diese Box könnte man jetzt irgendwo in der Stadt platzieren, vorzugsweise an einer Stelle, an der erwartbar ist, dass viele Leute nach einem freien W-LAN suchen (z.B.: Bahnhof, Flughafen, Stadtbibliothek, etc..). Damit könnte man ganz neue NutzerInnen „einfangen“ und vielleicht für die lokale Geschichte interessieren…

Written by Peter

September 14, 2014 at 8:24 pm

Veröffentlicht in E-Books, Programmierung, Software

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Mozillarian: die Echse ist ein Bibliothekswesen?

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Mozillarian-Logo

Mozillarian-Logo

Als Vorbereitung auf den IFLA-Kongress hatte ich schon mal ein bisschen in den Hashtag #wlic2014 hineingeschnuppert und bin auf folgenden Tweet gestoßen:

Auf der verlinkten Website heißt es:

We are a collaborative, independent and experimental blog exploring the intersection between the Mozilla community and the library world.

Im Manifest finden sich dann noch so Schlagworte wie:  digital literacy, Maker-Phänomen, Bildungspartnerschaften, Anti-DRM, etc.

Mehr Informationen über diese Initiative gibt es auch in diesem Webinar der Nebraska Library Commission:

In Lyon ist Mozillarian unter anderem mit dem Vortrag;

The Public Library as a Community Hub for Connected Learning

vertreten. Hier ein Zitat aus dem Abstract:

Parallel to the spread of the maker movement, a growing number of public libraries worldwide are adopting connected learning approaches to augment the role they already play as critical community hubs for lifelong learning. Examples from North America and Europe are highlighted, where public libraries are joining forces with partners from academia as well as the public and industrial sectors with the aim of developing innovative opportunities to serve the needs of both digital outsiders and insiders. The paper concludes with some practical ideas about what librarians and library managers can do to make their library a “connected” library.

Um die Ansätze und Werkzeuge einmal praktisch auszuprobieren wird es auch eine „Maker Party“ geben. Eines der Webmaker Werkzeuge ist übrigens der Appmaker, ein graphisches Werkzeug um Apps zu erstellen, das funktioniert auch ohne Programmierkenntnisse und nach ein paar Minuten hatte ich meine erste, eigene App am Smartphone (die aber – zugegeben – nicht mehr macht als Klicks zu zählen ;-), aber das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.).

Interessant ist auch die – hoffentlich noch wachsende – Liste an Schulungsmaterialien, wie z.B.: Webmaking with library patrons.

Also klingt alles sehr vielversprechend und ich hoffe ich kann übernächste Woche schon etwas mehr berichten…

Written by Peter

August 10, 2014 at 11:55 am

Kleine Bot-Miszellen II: Die Katzen und der arrangierte Zufall

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Als kleine Vorkonferenz zum „Open Knowledge Festival“ gab es am 15. Juli eine Veranstaltung zu offenen Daten im Kulturbereich, den „OpenGLAM-Workshop“.

In einem Vortrag ging es um die Deutsche Digitale Bibliothek:

1 year in digital cultural heritage – what were the walls I ran into most often & how to tear them down – Stephan Bartholmei, Deutsche Digitale Bibliothek

und anscheinend hatte da auch mein Katzenbot einen Gastauftritt:

Aber auch der EuropeanaBot hatte kürzlich eine Erwähnung. Der Artikel „I’m feeling lucky: Can algorithms better engineer serendipity in research — or in journalism?“ beschäftigt sich mit Serendipitätseffekten in digitalen Sammlungen:

Some historical collections are aiming to enable serendipitous content discovery, peering beyond the current limitations of search to capture happy accidents.

Analog zur „Filter Bubble“ wird hier von der „Research Bubble“ gesprochen. Alternative Zugänge zu Informationen, die auf Serendipität setzen, können hier einen Ausweg bieten.

In dem Artikel wird besonders auf Twitter eingegangen und die verschiedenen „collection bots“:

This might suggest that Twitter might be a more serendipitous platform than Facebook or Google, which emphasize more targeted customization and personalization. It — along with the Twitter API’s ease of use — also might explain why many organizations take advantage of Twitter to create whimsical bots that inject a bit of randomness into your feed.

 

These tools (along with others, such as the EuropeanaBot) are primarily targeting digital humanists and historians who are in a rut, but they each have their own insights about what is serendipitous versus simply random. It is difficult to plan for unplanned discoveries, especially so for a computer. Events are only serendipitous in hindsight, consisting of varying levels of planning versus dumb luck. But it seems quite possible to design for serendipitous discoveries, and to help put a user in the mindset for it.

Written by Peter

Juli 21, 2014 at 9:19 am

#elag2014 – Tag 2: Geschichten (und Bilder!) aus der British Library

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Auch wenn die Konferenz jetzt schon vorbei ist, ein bisschen ELAG-Nachschlag gibt es hier noch aus meinen Notizen…

Ich geb’s zu, ich bin ja ziemlicher Fan von der British Library Labs Initiative und deren „Mechanical Curator“ (gibt es übrigens auch als TwitterBot). Daher war die Vorfreude auf den Talk „The surprising adventures of the Mechanical Curator and other tales“ ziemlich groß.

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Written by Peter

Juni 15, 2014 at 2:25 pm