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Archive for the ‘E-Books’ Category

Mehr Bücher (inkl. einem Atlas) auf GitHub…

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Vor einiger Zeit hatte ich ja über das kollaborative Erstellen von Texten mit GitHub geschrieben. Unlängst habe ich wieder ein paar schöne Beispiele gefunden: z.B.: Das „Modern Perl Book“. Ursprünglich wurde dieses Projekt 2009 gestartet, um die neuen Features von Perl 5 etwas bekannter zu machen:

Remember, however, the Internet rarely forgets. A Perl tutorial which represented the best version of Perl from 1991 may still be around — and thanks to search engines, it may be the most highly recommended tutorial anywhere. Eighteen years later, Perl’s moved on. We’ve learned a lot since then.

The best way to write Perl programs in 1991 or 2001 or 2004 isn’t necessarily the best way to write Perl programs in 2009. It’s time to discuss and document and disseminate all of the wisdom of the greater Perl community. It’s time to talk about modern Perl.

Der Text des Buches wird auf GitHub gehostet und kann dadurch von jeder GitHub-Nutzerin/jedem GitHub-Nutzer verbessert werden. 46 Leute haben diese Gelegenheit auch genutzt und so listet die Commit-History bereits 961 Beiträge.

Die Kapitel liegen als reine Textdateien (im POD-Format) vor. Dies erleichtert einerseits die Änderungsverwaltung, anderseits ist das verwendete Format ein guter Ausgangspunkt für Konvertierungen. Man kann sich also selbst aus dem Quelltext eine PDF- oder EPub-Version bauen.

Eine Ideensammlung (daher etwas unstrukturiert) zum Thema kollaboratives Bücherschreiben gibt es auch bei den „GitHub Official Teaching Materials“.

Aber dieses Verfahren wird jetzt nicht nur bei kleinen Community-Projekten eingesetzt, mit „Atlas“ (Website, Blog) beteiligt sich mit „O’Reilly“ auch ein großer Verlag daran. Diese neue Plattform klingt erstmal ziemlich interessant:

  • The platform is based on Git (version control), but for text content. In other words, it uses all of the same processes that we developers use (eg. commits, reverts, branches, pull requests, etc.), but now it’s intended to be used for written content instead of for code, to make it easier for writers to collaborate (or just to keep track of different drafts and revert to older versions of specific parts of the book as needed).
  • The platform includes a web-based text editor for editing the actual content of your book. You can either do all your writing in there, or copy-paste from Word, and apply formatting using their GUI or the mark-up language AsciiDoc. The mark-up is designed so that regardless of how you choose to apply your formatting, it can properly be converted to and should look good in all formats (print, e-book, desktop, and mobile).There are some screenshots of what the web editor looks like here.
  • Once you’re ready to publish, the one source file for your book that you’ve been working on can generate a print book format, an e-book format, a desktop browser format, and a mobile-optimized browser format. What I’m not sure about is whether you’re still responsible for the distribution of these various formats yourself (ie. you need to host the websites, secure a publishing deal, etc.) or whether O’Reilly and the platform also provide for that.

Mehr Informationen (inkl. einem kleinem Video) zu Atlas gibt es auf dieser Seite, einige mit „Atlas“ erstellte Bücher kann man bereits online lesen.

Written by Peter

August 19, 2013 at 7:15 am

Veröffentlicht in Allgemein, E-Books, Perl, Scripts, Soziale Netzwerke

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Öha, wieder ein Humble Ebook Bundle!

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Eigentlich kennt man die „Humble Bundles“ eher aus dem Spielebereich: mit dieser Vermarktungsstrategie werden seit 2010 immer wieder Computerspiele als Paket angeboten. Zum Konzept gehört dabei auch, dass die Spiele auf verschiedenen Plattformen laufen und ohne DRM angeboten werden. Den Preis dafür – und sogar welcher Anteil davon an die AutorInnen und/oder an gemeinnützige Organisationen geht – können die NutzerInnen selbst bestimmen.

Das Konzept hat so gut funktioniert, das bald neben Spielen auch Musik und eben E-Books angeboten wurden. 2012 waren im ersten eBook Bundle etwa ein Band von xkcd, ein Roman von Cory Doctorow, Kurzgeschichten von Paolo Bacigalupi und ein Comic mit einer Geschichte von Neil Gaiman enthalten.

Auch das neue eBook Bundle ist wieder prominent besetzt: es enthält unter anderem eine Autobiographie von Whil Wheaton (Leute die Star Trek:TNG oder The Big Bang Theory schauen, kennen ihn vielleicht), mit „Little Brother“  (in diesem Blog schon einmal besprochen) wieder einen Roman von Cory Doctorow, oder mit „Boneshaker“ einen Steampunk-Klassiker von Cherie Priest und noch drei Bücher mehr.

Alle Bücher werden als ePub, PDF oder mobi und natürlich ohne DRM angeboten, sind also mit allen möglichen Lesegeräten kompatibel.

Kleiner bibliothekarischer Bezug: das Werbevideo wurde bei der ALA gedreht…

Written by Peter

Juli 4, 2013 at 10:01 pm

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InetBib Tag 2: Von georteten BibliothekarInnen und idealen E-Books

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Der zweite Tag fing mit dem Block „Mobile Apps und E-Books“ gleich ganz vielversprechend an. Im ersten Vortrag „iLibrary – Aufbau eines interaktiven Informationsraumes zur Erschließung virtueller Bibliotheksinhalte für die Bibliothek der Technischen Hochschule Wildau“ wurden im wesentlichen zwei Projekte der TH Wildau vorgestellt: eine „digitale Litfaßsäule“ in Form eines Multitouch-Displays und die mobile Applikation der Bibliothek.

Das Multitouch-Display ist über Gestensteuerung bedienbar und bietet 2D oder 3D-Ansichten der Bibliothek sowie weitere Serviceleistungen (Suche, Konto, etc.) Die Ansicht ist personalisierbar. Diese Personalisierung kann entweder über die normale Anwendung, die RFID-Ausweise oder ein pairing mit dem Smartphone (Scannen eines QR-Codes und Eingabe einer PIN) passieren. Interessant fand ich, dass sich das Display auch teilen lässt, um gleichzeitige Nutzung zu ermöglichen.

Die mobile Applikation bietet die Suche (auch über das Scannen von Barcodes) und die Bewertung von Medien an, sowie die Ortung und Navigation innerhalb der Bibliothek. Das ist allerdings ziemlich aufwändig, da alle zwei bis drei Meter ein RFID Transponder installiert werden muss (als Technologie wird Open Beacon eingesetzt).

Letzte Anwendung der App ist die Information über die Bibliothek und MitarbeiterInnen. Diese tragen (anscheinend freiwillig) auch einen RFID Anhänger und können somit von den NutzerInnen geortet werden. Dies hört sich jetzt einmal etwas problematisch an, wäre spannend wie dazu die Regeln in der Praxis (Zustimmung des Personalrats, Toilettengänge, etc..) sind.

Mit dem Problem der Navigation innerhalb einer Bibliothek hat sich auch der zweite Vortrag beschäftigt: „BinAPP, Bibliotheksnavigation mit QR-Codes und App“.

Auch hier die selbe Ausgangslage: Bibliotheken sind unübersichtlich, was kann man dagegen tun? Die klassische Navigationslösung GPS fällt weg, weil es in der Bibliothek keinen Empfang der Satellitensignale gibt. WLAN wäre möglich, ist aber aufwändig: das Netz müsste so weit ausgebaut werden, dass immer drei access points verfügbar sind um eine vernünftige Triangulation zu ermöglichen. RFID wurde an der UB Konstanz als zu teuer verworfen.

Im Endeffekt hat man sich für die low-tech Lösung QR-Codes entschieden. Diese werden überall in der UB angebracht, die NutzerInnen scannen den nächstgelegenen und eine Smartphone-App sagt Ihnen dann, wo sie sind und wie sie zum gewünschten Buch kommen. Dies ist natürlich aufwändiger und ermöglicht nur „passive Navigation“ (kein „Sie müssen in drei Metern links abbiegen“). Der letzte Punkt wurde im Vortrag als „Der Nutzer soll ja auch mal links und rechts schauen, was es da sonst noch so alles in der Bibliothek gibt“ schön geredet ;-).

Aber alles in allem ist das eine pragmatische Lösung, die aber natürlich Schulung benötigt (angeblich können 30%  der Studierenden nichts mit QR-Codes anfangen) und auch Raum für Schabernack bietet (da QR-Codes nicht „Menschen-lesbar“ sind, kann man die relativ einfach austauschen, ohne das es wer merkt..).

Den Prototyp der Anwendung kann man online testen.

Im letzten Vortrag der Session erzählten Rudolf Mumenthaler und Bruno Wenk über  „Das (noch) nicht genutzte Potential von E-Books“. E-Books können erstmal viel sein: von einfachen elektronischen Texten, Multimedia-Anwendungen, Apps bis zu „Online-Ressourcen (ohne Zeitschriften)“ (eine total intuitive Bezeichnung in einem Bibliothekskatalog).

Die Integration in den Katalog ist schlecht (Nachweise veralten, Lizenzen laufen ab) und reicht nicht aus, weil der Hauptgrund der Nichtnutzung einfach die Tatsache ist, dass die NutzerInnen das Angebot gar nicht kennen.

Danach kam ein kleiner Technikblock in dem auf das ePUB-Format eingegangen wurde – ein Standarddatenformat für E-Books – und am Schluss präsentierte Rudolf Mumenthaler noch seine Wunschliste für ein ideales E-Book:

  • Es basiert auf Standards
  • Es enthält die nötigen Metadaten (maschinenlesbar und für die NutzerInnen sichtbar)
  • Es ist zitierfähig durch die Markierung der einzelnen Absätze
  • Es hat kein „hartes DRM“ sondern etwa ein Wasserzeichen
  • Es ist open access oder zumindest über eine Nationallizenz verfügbar

 

Written by Peter

März 6, 2013 at 4:20 pm

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„Die Zeit“ als ePub – so kann’s gehen

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Über Twitter kam die Meldung, dass wegen technischer Probleme die aktuelle Ausgabe der Zeit derzeit gratis online zur Verfügung steht (im Moment sind die Dateien immer noch zugänglich).

Eine gute Gelegenheit einmal die ePub Ausgabe zu testen und ich muss sagen, ich war wirklich positiv überrascht. In der Bildergalerie unten gibt es ein paar Eindrücke (Screenshots von der Ansicht im Calibre ePub-Viewer).

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Written by Peter

August 15, 2010 at 9:35 am

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Neue CC E-Books

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In den letzten Tagen sind 2 neue E-Books unter Creative Commons Lizenz erschienen

Cover für "For The Win"

Cover für "For The Win"

Cory Doctorow hatte ich anlässlich seines vorletzten Buches „Little Brother“ schon einmal vorgestellt. „For The Win“ ist für die nächste Zugfahrt vorgemerkt, daher kann ich selber noch nichts dazu sagen und zitiere einfach mal den Guardian:

It’s the near future and online labour is globalised: millions work in virtual sweatshops with no rights and no union representation. Gamers Matthew from China, and Mumbai slum-dwellers Mala and Yasmin, among others, labour online to amass millions for exploitative global corporations, until they realise that by overcoming their differences and working together they can defeat their oppressors. Doctorow isn’t afraid of taking on big ideas and difficult themes. Here he mixes online gaming, trades union politics and economics in a realistic near-contemporary setting. In lesser hands, this might make for a dull read, but Doctorow is a fine stylist. In For the Win he has produced an exhilarating, unputdownable novel that’s likely to be nominated for the genre’s top awards.

Wie schon bei den früheren Veröffentlichungen von Doctorow, gibt es wieder die Möglichkeit Printausgaben für Bibliotheken und Schulen zu spenden.

Die elektronische Version ist in verschiedenen Formaten (E-Pub, Kindle, PDF, HTML..) verfügbar.

„Türspione“ von Malte Klingenhäger ist eines der seltenen deutschsprachigen creative commons-Veröffentlichungen. Erschienen ist dieser Roman dann auch in Kooperation mit der Piratenpartei Münster (was anhand des Untertitels „Ein Datenschutzroman“ naheliegt).

Cover für "Türspione"

Cover für "Türspione"

Der Roman  selber ist eine herrlich absurde Geschichte über 2 Verfassungschutzbeamte und einen Jungen der durch eine Grimasse auf der Toilette eine Verkettung unglücklicher Umstände in Gang bringt.

Auch wenn der Stil anfangs etwas verschwurbelt daher kommt, ist es doch ganz vergnüglich zu lesen.

Das E-Book kann als PDF oder E-Pub heruntergeladen werden.

Written by Peter

Mai 16, 2010 at 10:04 pm

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E-Book Freitag VI – und Schluss

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Nachdem ich einige Quellen für Inhalte erwähnt (public domain Quellen, Verlage, creative commons-Literatur, kommerzielle Portale)  und einige ausgelassen habe (Google Books, Projekt Gutenberg) pausiert diese Reihe. Es kann sein, dass in Zukunft noch weitere Einträge hinzukommen, aber dass muss nicht unbedingt an einem Freitag sein.

Auch wenn ich das Mobileread Forum schon einmal erwähnt habe: Zum Geburtstag von Mohandas Karamchand Gandhi passt das gerade.

Gandhi, Mohandas K.: An Autobiography

„I have nothing new to teach the world. Truth and nonviolence are as old as the hills.“ – Mohandas K. Gandhi

In 1925, at the age of 56, Gandhi began writing a series of articles that were printed in Young India and that would become his autobiography which is subtitled The Story of My Experiments with Truth. The tome is a small portion of his extensive writings which mostly appeared in the form of personal letters and newspaper articles. It predates his Salt March and the nearly two decades of further work for people which led to Indian independence in 1947. It is written assuming that the reader has some knowledge of the events of the time, so it may be useful to read a biography of Gandhi (e.g., Chadha’s Gandhi: A Life) before reading this autobiography. Gandhi also spends many chapters on issues that many would consider mundane including his dietetic habits. All of these facts prevent the reader from being at all satisfied in understanding the man from a simple reading of this autobiography. But the work is nonetheless informative and critically important in that it reveals many of his early thoughts and the events that shaped his character and drove his thinking and actions.

Dieses Buch ist leider nur im LRF Format verfügbar. LRF ist eine Variante von BBeB (BroadBand eBook) , proprietär und nicht wirklich gut dokumentiert. Trotzdem gab es Enthusiasten die es schafften diverse Konverter zu schreiben.

Allgemein kann man aber sagen, dass das LRF Format ohnehin durch die immer größere Verbreitung von EPub immer mehr an Bedeutung verliert. Und das ist gut so.

Written by Peter

Oktober 2, 2009 at 10:53 pm

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E-Book Freitag V

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Diesmal den Umweg über den Verlag..

Der PeP-Verlag ist eine Gründung der Verlagsgruppe Random House (wiederum der Bertelsmann Gruppe zugehörig) und existiert seit 1999. PeP wurde explizit als Vetrieb für E-Books gegründet. Der Katalog listet derzeit 1534 Titel (ein großer Teil übernommen aus dem Goldmann Verlag).

Vorstellen möchte ich aus dem Programm die Kassandra Verschwörung von Ian Rankin. Rankin ist speziell für seine Inspektor Rebus Krimis bekannt, hat aber auch unter dem Pseudonym Jack Harvey Romane veröffentlicht.

In der Detailseite gibt es die Möglichkeit im Buch zu suchen oder zu blättern. Der eigentliche Kauf (wieder im EPub Format) passiert dann über Links zu Buchhändlern wie Libri, Bol, oder Buecher.de

In der „Kassandra Verschwörung“ wird eine Terroristin durch ein buntes Team aus englischen und französischen Polizisten und Geheimdienstlern gejagt. Auch wenn es teilweise etwas klischeehaft wirkt (die hübsche französische Agentin die im 2CV herumkurvt) und durch die deutsche Übersetzung einiges an Wortwitz verlorengeht ist es doch eine ziemlich spannende Geschichte (wenn auch kein Vergleich zur Inspektor Rebus Serie)..

Sie ist eine der gefährlichsten Auftragskillerinnen, denn sie verfehlt ihr Ziel nie. Niemand kennt ihre wahre Identität; alle nennen sie nur voller Ehrfurcht „Witch“ – Hexe. Der noch unerfahrene Geheimagent Michael Barclay ahnt nicht, dass er dieser Frau bedrohlich nahe kommt, als er die Explosion zweier Yachten im Ärmelkanal untersucht. Erst sein Kollege Dominic Elder, eigentlich bereits im Ruhestand, bringt ihn auf die Idee, dass die Hexe mit den Vorfällen etwas zu tun haben könnte. Doch weitere Unterstützung erfährt Barclay durch Elder nicht, denn dieser hat noch eine eigene Rechnung mit der Hexe offen …

Noch ein Hinweis: Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Quellen für E-Books. Also wenn die p.t. LeserInnen noch Tipps haben, bitte einfach in den Kommentaren posten!

Written by Peter

September 25, 2009 at 7:21 am

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