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Jo eh…

Archive for the ‘Basteln’ Category

Mozillarian: die Echse ist ein Bibliothekswesen?

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Mozillarian-Logo

Mozillarian-Logo

Als Vorbereitung auf den IFLA-Kongress hatte ich schon mal ein bisschen in den Hashtag #wlic2014 hineingeschnuppert und bin auf folgenden Tweet gestoßen:

Auf der verlinkten Website heißt es:

We are a collaborative, independent and experimental blog exploring the intersection between the Mozilla community and the library world.

Im Manifest finden sich dann noch so Schlagworte wie:  digital literacy, Maker-Phänomen, Bildungspartnerschaften, Anti-DRM, etc.

Mehr Informationen über diese Initiative gibt es auch in diesem Webinar der Nebraska Library Commission:

In Lyon ist Mozillarian unter anderem mit dem Vortrag;

The Public Library as a Community Hub for Connected Learning

vertreten. Hier ein Zitat aus dem Abstract:

Parallel to the spread of the maker movement, a growing number of public libraries worldwide are adopting connected learning approaches to augment the role they already play as critical community hubs for lifelong learning. Examples from North America and Europe are highlighted, where public libraries are joining forces with partners from academia as well as the public and industrial sectors with the aim of developing innovative opportunities to serve the needs of both digital outsiders and insiders. The paper concludes with some practical ideas about what librarians and library managers can do to make their library a “connected” library.

Um die Ansätze und Werkzeuge einmal praktisch auszuprobieren wird es auch eine „Maker Party“ geben. Eines der Webmaker Werkzeuge ist übrigens der Appmaker, ein graphisches Werkzeug um Apps zu erstellen, das funktioniert auch ohne Programmierkenntnisse und nach ein paar Minuten hatte ich meine erste, eigene App am Smartphone (die aber – zugegeben – nicht mehr macht als Klicks zu zählen ;-), aber das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.).

Interessant ist auch die – hoffentlich noch wachsende – Liste an Schulungsmaterialien, wie z.B.: Webmaking with library patrons.

Also klingt alles sehr vielversprechend und ich hoffe ich kann übernächste Woche schon etwas mehr berichten…

Written by Peter

August 10, 2014 at 11:55 am

Herr Kratochwil schaut nach… (in der Deutschen Digitalen Bibliothek)

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Anfang November hat die Deutsche Digitale Bibliothek eine API veröffentlicht. Natürlich reizt das den Nerd in mir etwas damit herumzuspielen…

Im Moment interessiert mich das Thema „virtuelles Stöbern“ und das Präsentieren von digitalen Sammlungen. Der einfachste Anwendungsfall für diese API wäre also natürlich eine deutsche Variante des EuropeanaBot gewesen.

Spannender fand ich dann aber die Möglichkeit, ein Blog mit interessanten Digitalisaten zu bespielen, ähnlich wie The Mechanical Curator (vgl. auch diesen Artikel). Mit diesem Projekt haben die KollegInnen der British Library eine Art „digitale Persönlichkeit“ aufgebaut:

Such is the whim of our newest colleague, The Mechanical Curator. She plucks from obscurity, places all before you, and leaves you to work out the rest.

Als deutsche Entsprechung dazu hatte ich mir den „Herrn Kratochwil“ überlegt: ein älterer Kollege, der durch die digitalen Archive schlurft, plötzlich wieder vor einem auftaucht und irgendwelche tollen Funde präsentiert.

Herr Kratochwil schaut nach..

Herr Kratochwil schaut nach…

Im Moment ist das alles noch sehr primitiv, wie beim EuropeanaBot werden Ortsnamen als Suchterme verwendet und aus den Ergebnissen wird ein Blogpost erstellt. Die einzelnen Beiträge erhalten die Schlagwörter und Kategorien des Digitalisats. Im Prinzip entsteht dadurch so etwas wie ein WordPress OPAC (falls sich noch jemand daran erinnert..) aus ausgewählten Fundstücken.

Bei TwitterBots stehen die einzelnen Ergebnisse immer relativ isoliert für sich und sind flüchtig. Innerhalb eines Blogs würde sich jetzt die Möglichkeit ergeben, neue Zusammenhänge zwischen den Objekten zu erstellen und Suchergebnisse als Ausgangspunkte für neue Entdeckungen zu nehmen.

In diese Richtung soll sich dieses Blog entwickeln…

Technisch basiert das Projekt auf einem Perl-Dämon, der periodisch die Deutsche Digitale Bibliothek durchsucht und über eine XML-RPC Schnittstelle das Blog ansteuert. Der Quellcode steht auf GitHub und kann gerne weiter verwendet werden.

Written by Peter

Dezember 2, 2013 at 8:21 am

Weg vom Google Reader

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Wie inzwischen allgemein bekannt, ist der Google Reader einem Frühjahrsputz zum Opfer gefallen und wird mit 1. Juli 2013 eingestellt. Schön langsam wird’s also Zeit sich nach Alternativen umzusehen…

Da es unlängst auf Twitter eine kleine Umfrage gab, möchte ich einmal kurz meine Wahl vorstellen: Tiny Tiny RSS.

Vor einiger Zeit bin ich ja schon weg von Google Calendar, Google Contacts und Dropbox (so halb..) hin zu ownCloud auf dem eigenen Server (frischer re:publica Vortrag zu ownCloud). Von daher lag es nahe, auf dem Raspberry Pi auch einen eigenen RSS Reader zu betreiben.

1. RSS Abos exportieren

Über Google Takeout lassen sich die eigenen Subskriptionen einfach im OPML-Format exportieren.

Google Reader Datenexport

Google Reader Datenexport

Der Download besteht dann aus einer ZIP-Datei. Diese enthält mehrere JSON-Dateien (mit Daten etwa zu markierten Einträgen) und die subscriptions.xml (mit den eigentlichen Abos).

Google Takeout Dateien

Google Takeout Dateien

2. Tiny Tiny RSS installieren

Hier bin ich im Wesentlichen einfach der Anleitung von Marco Heizmann gefolgt.

3. RSS Abos importieren

Wenn das geklappt hat, kann man über „Einstellungen >> Feeds >> OPML“ die subscriptions.xml importieren und damit die eigene Feed Sammlung übertragen.

OPML importieren

OPML importieren

Wer neben den Feeds auch noch die markierten und geteilten Einträge aus dem Google Reader importieren will, kann das über das googlereaderimport-Plugin machen.

4. Feeds lesen

Seine Feeds kann man jetzt entweder über die Weboberfläche oder über eine Android-App lesen.

Bei den Apps gibt es eine offizielle Version bei der man den Entwickler mit € 1,52 unterstützen kann/muss, oder eine inoffizielle Version die gratis ist.

Tiny Tiny RSS Weboberfläche

Tiny Tiny RSS Weboberfläche

Fazit

So ein Raspberry Pi ist natürlich nicht mit einem Google Rechenzentrum zu vergleichen, das Aktualisieren der Feedlisten könnte manchmal ruhig etwas schneller gehen. Aber im Großen und Ganzen klappt das alles sehr gut, ich bin seit Ende April umgestiegen und bisher sehr zufrieden.

Android App

Android App

Written by Peter

Mai 10, 2013 at 7:43 am

Kleiner Nischenpost…

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Zugegeben die Zielgruppe ist doch sehr überschaubar, aber für Perl-Anwender, die das E-Paper der taz abonniert haben, gibt es jetzt auf GitHub ein neues Modul TazDownloader.

use TazDownloader;

my $T=TazDownloader->new(User=>'foo', Password=>'bar');

print $T->isAvailable(Date=>'Tomorrow'); # "true|false"

print $T->isAvailable(Date=>'Today'); # "true|false"

print $T->isAvailable(Date=>'23.02.2013'); # "true|false"

print $T->isAvailable(Date=>'23.02.2013', Format=>'ascii'); # "true|false"

$T->downloadIssue(TargetDir=>"/tmp", 
                  Format=>'epub_faks', 
                  Date=>'23.02.2013' 
                 );

Über Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge würde ich mich freuen und über Hinweise auf Bugs – na ja.. – natürlich auch!

Written by Peter

Februar 24, 2013 at 3:17 pm

Veröffentlicht in Basteln, Perl, Programmierung, Scripts, Software

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Eine eigene Cloud auf Himbeerbasis

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Wieder nicht sehr bibliothekarisch, aber Adventszeit ist Bastelzeit!

Raspberry Pi Computer

Raspberry Pi Computer

Seit einiger Zeit gibt es ja den Raspberry Pi, einen kleiner Einplatinen-Microcomputer, der ungefähr die Größe einer Zigarettenschachtel hat.

Auf den ersten Blick wirken die Spezifikationen etwas lächerlich (512 MB RAM, ca. 300 MHz CPU), trotzdem kann man ihn – dank der optimierten Grafikwiedergabe – z.B. als Media-Center einsetzen und damit sogar HD-Videos abspielen, man kann ein Internet-Radio damit bauen oder sogar sein eigenes WordPress-Blog darauf hosten (und dann hoffen, dass man nie vom Heise-Newsticker verlinkt wird..).

Eine andere interessante Anwendung ist aber, sich seine eigene, kleine Cloud zu bauen (wenn man jetzt die Definition von „Cloud“ jetzt nicht so eng sieht).

 

 

Dazu sind drei Schritte notwendig:

  1. Raspberry Pi einrichten
  2. OwnCloud installieren
  3. Server von außen erreichbar machen

Den Rest des Beitrags lesen »

Written by Peter

Dezember 1, 2012 at 5:36 pm

Veröffentlicht in Basteln, Programmierung, Scripts, Software

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Turbobooster für den Handy-Akku basteln

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OK, tut mir leid, da fällt mir jetzt überhaupt kein bibliothekarischer Bezug ein, bin halt gerade in meiner Bastelphase…

Mintyboost vorher

Viele, viele Kleinteile die zusammengelötet werden wollen…

Durch meine Beschäftigung mit dem Arduino bin ich auf Adafruit Industries aufmerksam geworden, die jede Menge an Elektronik-Bausätzen anbieten. Adafruit wurde von Limor Fried gegründet, einer Ingenieurin, die stark in der DIY- und Makerszene aktiv ist, 2011 zu einer der einflussreichsten Frauen im Technologiebereich gewählt wurde und die es auch schon auf das Cover von Wired geschafft hat.

Aber egal, einer dieser Bausätze ist nun der MintyBoost, eine Art kleines USB-Ladegerät in einer Zuckerldose (ja das kennt die deutsche Rechtschreibung wieder mal nicht..).

Damit kann man mit zwei Mignon-Batterien so ziemlich jedes Gerät (Handy, MP3Player, E-Book Reader etc..) laden. Die eingebaute Schaltung schafft es sogar Apple-Geräten vorzugaukeln, dass es sich um ein „offizielles“ Ladegerät handelt und umgeht damit deren Sperre.

Das Zusammenlöten ist ein bisschen frickelig, aber es gibt eine sehr detaillierte Aufbauanleitung, die einen da sehr schön an der Hand nimmt.

Das ganze funktioniert dann auch hervorragend mit meinem Handy und dem iPod, d.h. wenn ich das nächste Mal irgendwo weit weg von einer Steckdose unterwegs bin und der Akku vom vielen Twittern leer ist: „Mintyboost to the rescue!“

Der zusammengebaute Mintyboost beim Laden

Der zusammengebaute Mintyboost beim Laden

Eigentlich bin ja jetzt nicht so der handwerkliche Typ und habe auch immer extrem viel Respekt vor Elektronik gehabt, daher eine kleine Ermunterung: Einfach mal ausprobieren und etwas herumspielen! Man kann gar nicht so viel kaputt machen und wenn dann etwas funktioniert ist das eine ziemlich coole Sache.. 😉

Written by Peter

August 2, 2012 at 7:38 pm

Veröffentlicht in Basteln

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