Hatori Kibble

Jo eh…

IFLA Tag 2: NutzerInnenforschung mit Chaostheorie?

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Auf Twitter  wurde schon über den Besuch der Prinzessin geschrieben, ich habe aber lieber den Morgen genutzt, um entspannt mit dem Fahrrad durch einen herrlichen Park zum Tagungsgelände zu fahren.

Meine erste Session war daher:

„Telling the Library Story: creating metrics for management, advocacy and community building“

Gleich der erste Vortrag: „Recent developments in library evaluation, statistics and measurement – and why they are important“ war ziemlich spannend.

Eine These war die Notwendigkeit von den reinen „busyness statistics“ (wir sind aktiv und machen ganz viele Sachen in der Bibliothek) zu nutzer-zentrierter Evaluation zu kommen. So wie ich das verstehe, geht – in üblicher Polemik – ja auch UltraBibliothekas Kritik am BIX in diese Richtung.

Hier noch die anderen Thesen des Vortrags:

  1. Der Bedarf an Evaluations-Expertise übersteigt das Angebot in Bibliotheken
  2. Der Fokus in Evaluation und Forschung muss ich von der Bibliothek weg, hin zu der Informationswelt der NutzerInnen hin bewegen
  3. Über Kennzahlen hinaus gehen: Auswirkungen (den „impact“) von Bibliotheken global messen
    Für 17 EU-Staaten gibt es schon eine Studie, die das öffentliche Bild von Bibliotheken erhoben hat. Wichtig bei solchen Vergleichen ist, dass das Lernen von einander im Vordergrund steht und nicht das Beurteilen
  4. Nachhaltige Evaluierungen sind der Schlüssel zu nachhaltigen Bibliotheken
    Um mit Veränderungen umgehen zu können, muss man über diese Bescheid wissen
  5. Eine Bewegung hin zu einer ethischen Evaluation
    Einerseits das Spannungsfeld zwischen Daten zur Nutzung erheben und dem „Ausspionieren“ unserer NutzerInnen. Andererseits muss eine Evaluation ein wirklich demokratischer Prozess unter Einbeziehung unterschiedlicher Gruppen sein. Die Leute sollen uns sagen können, was sie erwarten und nicht nur auf von uns gestellte Fragen antworten
  6. Die Grenzen unserer simplen Evaluierungsmodelle beginnen sich zu zeigen
    Es gibt in den seltensten Fällen eine direkte Beziehung zwischen Eingabe (Dienstleistungen), Ausgabe und Auswirkungen. Eher muss man da schon mit chaostheoretischen Ansätzen arbeiten.

Written by Peter

August 18, 2014 um 11:57 am

Veröffentlicht in Konferenzen, wlic2014

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