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#bibtag14 – Tag 1: Informationskompetenz auch in der Kaffee-Ecke

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Dieses Blog geht wieder in den Konferenzberichterstattungsmodus. In nächster Zeit sind also eher schnell rausgehauene Notizen statt wohldurchdachte Beiträge zu erwarten …

Da der erste Tag mit Anreise und Standdienst gefüllt war, begann mein Vortragsprogramm erst mit der Session „Vermittlung von Informationskompetenz: Internationale Entwicklungen und spezifische Angebote“. Wegen Überfüllung, hatte ich nur mehr einen Platz im overflow-Bereich bekommen, aber das „Public Viewing“-Ambiente war dann gleich einmal eine schöne Einstimmung auf die baldige Fußball-WM.

Der erste Vortrag „Informationskompetenz und Media and Information Literacy: Wo stehen wir eigentlich im internationalen Vergleich?“ verglich die deutsche Situation insbesonders mit der Lage in Großbritannien. Dort findet z. B. mehr Forschung zum Thema statt, was sich auch durch das Vorhandensein großer spezialisierter Tagungen wie der LILAC zeigt. Mit dem Journal of Information Literacy gibt es auch ein open-access Journal.

Danach ging es um „Eine neue Bibliothekspädagogik für die Generation Y“. Wobei der Begriff (wie so ziemlich jede Generationenzuschreibung) an sich ja schon problematisch ist. Der Vortragende war dann auch der Ansicht, dass der geänderte Medienwandel (der oft als Abgrenzung verwendet wird) alle Generationen betrifft.

Interessant an diesem Vortrag fand ich vor allem den Einblick in den didaktischen Werkzeugkasten, der für IK-Schulungen verwendet wird, vom „Karussell“ bis zum „peer facilitated learning“ (aka Gruppenarbeit) oder auch die Idee das „analogen Publikumsjokers“ (jede/r TeilnehmerIn hat Karten mit Nummern für verschiedene Antwortmöglichkeiten, die bei Abfragen hochgehalten werden, dadurch kann man sich einen schnellen Überblick über Meinungsbilder, Wissensstände etc. in größeren Gruppen verschaffen).

Außerdem gibt es noch ein E-Learning Modul, dass fest in das Curriculum eingebunden ist und auch in die Note einfließt.

Danach kam  „Von Informationskompetenzschulungen zur Persönlichen Wissensstrategie: ganzheitlicher Ansatz zum lebenslangen Lernen“. Wichtigster Satz daraus eigentlich: „Strategie vor Tools“. Studierende durchleben eine persönliche Wissensentwicklung mit ganz unterschiedlichen Anforderungen während des Studienverlaufs. Daher reicht es nicht einmal durchzuschulen, sondern es geht um individuelle, sich verändernde Bedürfnisse und Lernabläufe. Daher ist es sinnvoll ihnen zu helfen ein persönliches Wissensmanagement aufzubauen, statt einzelne Tools zu lehren.

Dadurch können die erworbenen Fähigkeiten dann auch auf den Berufseinstieg übertragen werden, wo es dann andere Ressourcen gibt (Dokumentenmanagementsysteme, Groupware-Lösungen, der Klatsch in der Kaffee-Ecke …).

Außerdem kam noch die Aussage, dass Studierende auch „MacherInnen“ sein wollen, also selber Inhalte produzieren wollen. Wahrscheinlich ist das im Zusammenhang mit den sozialen Netzwerken zu sehen (auf der eigenen Facebook-Wall wird ja auch Content geschaffen und kuratiert).

Beim letzten Vortrag „Abgeguckt: Bibliotheken als Lernpartner im Studium und die Zusammenarbeit mit der Studierwerkstatt“ hat die Übertragung nur sehr rudimentär geklappt, der Tenor war aber ähnlich: „forschendes Lernen“, weg von der Wissensvermittlung zur Förderung des eigenverantwortlichen Lernens.

Written by Peter

Juni 4, 2014 um 7:53 am

Veröffentlicht in Konferenzen

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2 Antworten

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  1. […] …Lernabläufe. Daher ist es sinnvoll ihnen zu helfen ein persönliches Wissensmanagement aufzubauen, statt einzelne Tools zu lehren. Dadurch können die erworbenen Fähigkeiten dann auch auf den Berufseinstieg übertragen… Originalartikel lesen […]

  2. […] der Vermittlung von Informationskompetenz” zu bekommen. Der erste Vortrag war Ein rundes Service-Konzept: “Vermittlung von Informationskompetenz und der Forschungsprozess&#… (Folien). Auch hier der Ansatz Informationskompetenz nicht nur auf Recherchekompetenz zu […]


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