Hatori Kibble

Jo eh…

Archive for Juni 2014

Neulich im Feedreader (Teil XI): Sommer, Scholar, ELAG …

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So, bis zur nächsten Konferenz gibt es hier im Blog wieder Normalprogramm…

As part of the Summer of Archives, DPLA will be digging deep into its archives to post OC gems from its massive collection of content into the gallery. In addition to these posts, there’ll also be chances for the Imgurian community to get involved, and to Q&A with historians and other folks participating with us.

Libraries tend to see themselves as intermediaries between information and the public, between creators and consumers of information. Looking back at the ELAG 2014 conference at the University of Bath however, I can’t get the image out of my head of libraries standing in the way between information and consumers.

  • libraries hacked
    Der Titel klingt jetzt etwas beängstigend, es geht aber nicht um Sicherheitsprobleme in Bibliotheken:

hacks and hacking are terms frequently being used to describe the process of creating new technological solutions, often in an ad-hoc manner, either within teams or from individuals.

the site has two aims: to advertise and promote hacks within libraries, and to provide a directory of library data, hardware, and software tools that could be used in hacks.

Die Website ist erst neu gestartet und eher auf Großbritannien fokussiert, die Liste der APIs und offenen Datensammlungen ist aber bereits ganz interessant. Tutorials und Artikel sollen noch folgen.

Written by Peter

Juni 23, 2014 at 8:15 am

Veröffentlicht in Google, Konferenzen, Programmierung

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Den @EuropeanaBot zum Fußballschauen geschickt…

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Ich bin ja eher nicht so der Fußballfan, aber das ist ja kein Grund, nicht den EuropeanaBot in diese Richtung suchen zu lassen.

Denn sogar für die WM gibt es eine – wenn auch inoffizielle – API:

The kimonolabs World Cup 2014 API provides easy access to up-to-date player, team and match data for the 2014 World Cup as well as historical player performance across their respective club teams. The API is RESTful and uses standard HTTP response codes to indicate errors. We also support cross-origin resource sharing to allow you to interact with our API from client-side web applications. JSON will be returned in all responses from the API, including errors.

Und so fragt der Bot jetzt über diese Schnittstelle die teilnehmenden Teams ab und sucht in der Europeana nach fußballbezogenen Inhalten:

Noch ist Spanien ja offiziell noch dabei ...

Offiziell ist Spanien ja noch dabei …

Diese schicke Fahne fügt Twitter übrigens automatisch ein, wenn man die ISO 3166-1 Länderkennungen als Hashtag vergibt. Leider wird dieses Kürzel in der World Cup API nicht verwendet, daher nutze ich einen weiteren Dienst, um von den englischsprachigen Bezeichnungen auf die Abkürzung zu kommen.

Kleines Update (30.06.2014): OK, gerade gemerkt, dass ich mich wirklich nicht mit Fußball auskenne. Die FIFA verwendet für die Länderkennungen nicht ISO-3166-1, sondern hat eigene Abkürzungen. Glücklicherweise gibt es von der Open Knowledge Foundation eine entsprechende Datensammlung, die man als Konkordanz verwenden kann.

Written by Peter

Juni 22, 2014 at 9:06 pm

Veröffentlicht in Perl, Programmierung

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#elag2014 – Tag 2: Wie unsere NutzerInnen suchen (und besser finden können)

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Der Freitag begann mit einigen lightning talks, jeweils nur 5 Minuten aber trotzdem (oder vielleicht deswegen sehr informativ).

Einer davon war „Spotlight on the digital“ und beschäftigte sich mit 3 Reports der Jisc:

Written by Peter

Juni 16, 2014 at 8:53 pm

Veröffentlicht in Konferenzen

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#elag2014 – Tag 2: Gieß den Bibliotheksbaum!

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Im nächsten Vortrag ging es um „Gamification“: „Librarygame – Evaluating gamification as a means of increasing customer engagement“.

Librarygame

Librarygame

Da der Anteil an StudentInnen, die die Bibliothek selten oder gar nie nutzen ansteigt, wollen die Universitätsbibliotheken in Manchester und Glasgow über das Spiel Librarygame die Nutzung intensivieren (Studien zeigen, dass Gamification ein Weg dazu sein kann).

Im Spiel können Punkte z.B. für Bibliotheksbesuche, das Ausborgen oder Rezensieren von Büchern erreicht werden (das Tracking der E-Ressourcen-Nutzung soll noch integriert werden). Darüber hinaus gibt es auch Challenges. Gelesene Bücher kommen in ein virtuelles Bücherregal, dieses kann mit anderen NutzerInnen geteilt werden, auch Empfehlungen sind möglich.

Dafür ist das Spiel in das identity management der Bibliothek integriert, E-Mail Adresse und Studiengang werden übernommen. Allerdings kann man über die Privatsphäreneinstellungen bestimmen, welche Informationen geteilt werden. Auch einzelne Aktionen können bequem versteckt werden (damit die Urlaubsschnulze dann eben nicht im Bücherregal der App auftaucht).

Interessant waren die Berichte von den Fokusgruppen: Die Studierenden mochten 2 Dinge am Namen „Librarygame“ nicht, „Library“ (zu uncool) und „Game“. In Manchester wurde das Spiel jetzt in „BookedIn“ umbenannt (zumindest bis eine Abmahnung von LinkedIn kommt), in Glasgow war es der Bibliothek aber wichtig im Namen aufzutauchen, daher heißt das Spiel dort „LibraryTree“ (im Wappen der Universität kommt ein Baum vor und auch im Spiel bringt man durch Aktivitäten einen Baum zum Wachsen).

Das Feedback war auch stark vom Studienfortschritt abhängig: die Erstsemester mochten den Gaming-Aspekt während die Älteren vor allem die sozialen Aspekte des Teilens nutzten.

In dem Zusammenhang den Begriff „learning black market“ gelernt: Studierende organisieren sich ungern über die offiziellen Lernmanagementsysteme sondern lieber davon abgetrennt über Facebook-Gruppen. Auch mit Librarygame können sie sich unabhängig vom Lehrpersonal austauschen.

 

Written by Peter

Juni 15, 2014 at 5:29 pm

Veröffentlicht in Konferenzen, Soziale Netzwerke

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#elag2014 – Tag 2: Geschichten (und Bilder!) aus der British Library

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Auch wenn die Konferenz jetzt schon vorbei ist, ein bisschen ELAG-Nachschlag gibt es hier noch aus meinen Notizen…

Ich geb’s zu, ich bin ja ziemlicher Fan von der British Library Labs Initiative und deren „Mechanical Curator“ (gibt es übrigens auch als TwitterBot). Daher war die Vorfreude auf den Talk „The surprising adventures of the Mechanical Curator and other tales“ ziemlich groß.

Den Rest des Beitrags lesen »

Written by Peter

Juni 15, 2014 at 2:25 pm

#elag2014 – Tag 1: Auftritt @EuropeanaBot

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Nur ein paar Tage nach Bremen schon die nächste Station auf der @EuropeanaBot Tournee:

EuropeanaBot – using open data and open APIs to present digital collections

Im Vortrag musste ich noch die relativ magere Followerzahl von 58 berichten, danach stieg dieser Wert allerdings sprunghaft an 😉

Auch zum Vortrag selbst gab es einige Reaktionen auf Twitter:

Alles in allem eine schöne Resonanz und eine nette Motivation auch weiter zu basteln…

 

Written by Peter

Juni 13, 2014 at 12:42 pm

Veröffentlicht in Konferenzen

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#elag2014 – Tag 1: Schöne Daten aus der Bibliothek

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Wegen ein paar Terminen (von großartig bis Na ja..) bin ich erst Donnerstag mittags zur ELAG 2014 in Bath eingetroffen und mein erste Präsentation dort war auch schon meine eigene (dazu später mehr).

Danach kam „Datavisualization as a library service? Examples from Chalmers library“. Diese schwedische Bibliothek hat eine eigene Abteilung für Bibliometrie und die KollegInnen dort erstellen auch Visualisierungen aus den eigenen (Repository-)Daten (z.B. Karten die Ko-Autorenschaften visualisieren oder ein Google-Earth Layer „Who has cited researcher X?“).

Das ist natürlich ein spannendes Aufgabengebiet für Bibliotheken und auf Twitter kam dann auch gleich der Gedanke, ob wir den Begriff des „data librarians“ nicht durch einen „data visualisation librarian“ ergänzen müssen. Wenn wir die Daten schon haben, warum sollen wir nicht interessante Dinge damit bauen?

(Im Vortrag wurden auch erfolgreiche Kollaborationen mit FachwissenschaftlerInnen, das ist natürlich auch ein guter Weg.)

Interessant war auch der Blick in die Werkzeugkiste, die Vortragende hat einige Tools kurz vorgestellt, die man sich vielleicht einmal näher anschauen sollte:

 

 

Written by Peter

Juni 13, 2014 at 10:19 am

Veröffentlicht in Bibliotheken, Konferenzen, Software

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#bibtag14 – Tag 4: Im Kampf gegen die Monster-Excel-Tabelle

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Die Vortragenden, die am Morgen nach dem Festabend präsentieren müssen, sind nicht zu beneiden. Diesmal hat es die Session „Zur ‚Neuausrichtung überregionaler Informationsservices'“ erwischt, einen Block, der sich mit der berühmten DFG-Ausschreibung und ihrer Folgen beschäftigte.

Begonnen wurde mit dem Vortrag „Electronic Resource Management System – Vernetzung von Lizenzinformationen“. Elektronische Ressourcen werden für Bibliotheken immer wichtiger. Laut DBS war deren Anteil 2010 33% am Gesamterwerbungsetat und 2013 bereits 45%. Die Verwaltung erfolgt in den Bibliotheken meist mit unterschiedlichen Tools, vom dediziertem System bis zur Monster-Excel-Tabelle. Mit ERMS soll jetzt ein bundesweit, verfügbares modulares System zur Verwaltung von elektronischen Ressourcen entwickelt werden (und das auf allen Ebenen von lokalen Verträgen bis zu Konsortial- und Allianzlizenzen).

Die Nutzung kann direkt oder über Schnittstellen erfolgen (wenn man z.B. schon ein Bibliothekssystem mit ERM-Modul hat).

Der Vorteil dieses Systems ist auch die Knowledgebase mit Metadaten, die um Lizenzinformationen angereichert werden. Darauf lassen sich dann wieder neue Services aufsetzen (z.B. ein Anbieterverzeichnis, oder ein Verfügbarkeitsdienst). Erfreulicherweise wird das Projekt in enger Absprache mit den zukünftigen AnwenderInnen entwickelt, im jetzigen Arbeitspaket finden sich ExpertInnen-Interviews und eine NutzerInnen-Umfrage.

Der folgende Vortrag betraf den wohl meistdiskutierten Antrag dieser DFG Runde: „CIB – auf dem Weg in eine internationale Infrastruktur für Bibliotheksdaten Abstract“.

Der Weg in die Cloud wurde als Ziel im Oktober 2012 gemeinsam von der AG Bibliothekarisches Verbundsystem der KMK, der DFG und den deutschen Verbünden festgelegt. Das CIB Projekt will jetzt mit den beiden bereits vorhandenen Plattformen von Ex Libris (Alma) und OCLC (WorldCat) starten. Dabei soll die GND (über eine direkte Synchronisation) und die ZDB (über eine Versorgungsschnittstelle) integriert werden.

Ein einheitlicher Datenraum soll über die Synchronisation zwischen Alma und Worldcat hergestellt werden, als Sicherung um den herstellerunabhängigen Zugriff auf die Daten zu gewährleisten wird ein „Datenfenster“ aufgebaut werden, das ebenfalls über eine Synchronisation aktuell gehalten wird. Die Daten in diesem Datenfenster sollen als CC0 bereitgestellt werden, um andere Dienste darauf aufzubauen.

Problematisch wird es wenn die Cloud nicht nur Titeldaten, sondern – im Rahmen des Lokalsystemhostings – auch Benutzerdaten enthält. Derzeit laufen Gespräche mit Datenschutzbeauftragen, wie man so eine Auftragsdatenverarbeitung rechtskonform gestalten kann. Für ein Rechtsgutachten, das Klarheit bringen könnte, fanden sich keine Mittel.

Die Zwischenbilanz des Projekts war etwas vage: erste Schritte zur Datensynchronisation Alma/WorldCat wurden unternommen und die Integration der GND und der ZDB wird gerade vertraglich und technisch geklärt.

Im letzten Vortrag der Session berichtete die DFG: „Der gegenwärtige Stand zur Umsetzung der „Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“ – eine Einführung der DFG“. Es wurde nochmals die Vorgeschichte des Antrags erläutert und das Ziel, nämlich die Entstehung einer modularen Gesamtstruktur in der Informationsversorgung zu stimulieren.

Begutachtungskriterien waren also neben Qualität, Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit auch die Frage, ob das Vorhaben zu einer Strukturbildung beiträgt. Gerade CIB ist für die DFG kein normales Projekt, sondern ein Experiment. Die DFG sieht sich nicht in der Pflicht Überzeugungsarbeit bei den Bibliotheken zu leisten, das ist Aufgabe des Projektes selber.

Allerdings will die DFG die Kommunikation zwischen beteiligten und nicht-beteiligten Verbünden unterstützen. Gemeinsam mit der KMK wurde bereits ein Workshop organisiert, weitere Treffen sollen stattfinden. Der DFG ist die Anschlußfähigkeit wichtig und sie will sicherstellen, dass auch nichtbeteiligte Bibliotheken und Verbünde profitieren können.

Bei Bedarf gibt es weitere Förderoptionen für komplementäre Projekte zu CIB. Als Beispiel wurde eine Evaluierung des Datenaustausches mit Kuali OLE genannt.

So das war’s mit #bibtag14, nächste Woche gibt es nochmals einen kurzen Konferenzmodus mit Berichten zur ELAG Tagung. Bleiben Sie dran!

Written by Peter

Juni 6, 2014 at 6:51 pm

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#bibtag 14 – Tag 3: Projektmanagement für den Hausgebrauch

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Als letzte Session des Tages hatte ich mir „Projektmanagement“ vorgenommen. Der erste Vortrag war erfreulich pragmatisch: „Projektmanagement – Basics für Jedermann“. Die Vortragende hat ein kleines Tool mit den Projektphasen und dazu gehörenden Dokumentvorlagen und Infotexten entwickelt. Die Vorlagen sind unter CC0 gestellt und können hier heruntergeladen werden.

Um ganz andere Dimensionen ging es dann in „Vielfalt stärken: Professionalisierung des Projektmanagements in der Staatsbibliothek zu Berlin PK“. In der Staatsbibliothek laufen bis zu 90 Projekte im Jahr und daher wurde 2012 eine Stabsstelle zur Projektkoordination eingerichtet. Diese macht eine Art „Multiprojektmanagement“ und kümmert sich um die hausweite Ressourcenverteilung und die Abstimmung mit Leitbild, Strategie und Zielen der Bibliothek. Die Stelle unterstützt auch die Dokumentation und richtet alle zwei Monate einen Projekt-Jour-Fix aus, an dem sich alle MitarbeiterInnen, die mit Projektmanagement im Haus beschäftigt sind, austauschen können.

Zusätzlich behält die Stabsstelle auch Drittmittelausschreibungen im Blick. Ein wichtiges Projektmerkmal ist übrigens ein klarer Auftrag durch die Generaldirektion, dies soll die Unterstützung im Haus und die Bereitstellung von Mitteln sichern.

Seit der Einführung der Stelle wurde ein verbesserter Wissensaustausch erreicht, eine bessere Abstimmung mit der Hausstrategie und ein vermehrter Einsatz von Projektmanagementinstrumenten. Handlungsbedarf besteht noch beim Aufbau eines Risikomanagements

Written by Peter

Juni 6, 2014 at 11:54 am

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#bibtag14 – Tag 3: Raus mit den Büchern, rein mit den Menschen!

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Für den Nachmittag habe ich mal in die Session „Bibliotheksräume: Mehr als nur Nutzflächen“ geschaut.

Im ersten Vortrag „Das neue Gesicht des Instituts für Medienbildung der pädagogischen Hochschule Bern – Vorstellung einer innovativen Bibliotheksgestaltung zwischen virtueller und räumlicher Verschmelzung“ wurde die Neukonzeption einer Schweizer Mediothek vorgestellt.

Die Einrichtung war vorher mehr auf die Bedürfnisse der  BibliothekarInnen und weniger auf die der NutzerInnen ausgelegt. Die Kommunikationsstruktur mit einer großen Infotheke und den BenutzerInnen davor ähnelte etwas dem Frontalunterricht im Klassenzimmer. Eine Änderung der Organisationsstruktur brachte nun auch eine Anpassung der räumlichen Situation mit sich und statt der großen Theke wurden kleinere, flexiblere und modulare Möbel aufgestellt.

Kernstück ist die „Experimentierwand“: auf der einen Seite ist ein großer Touchscreen (mit der Aufschrift „Bitte berühren“), auf der anderen Seite sind kleine modulare Regale um physischen Bestand zu präsentieren (bei Bedarf können auch dort Displays eingebaut werden). Eine schöne Verbindung von analog und digital.

Der nächste Vortrag war „Mit Raumprojekten gegen das Bibliotheksstereotyp“, eine best practice Studie zu internationalen Bibliotheksprojekten. Unter dem Motto „Breaking the Library Stereotype One Room at a Time“ wurden Experteninterviews geführt um gemeinsame Charakteristika und lessons learned zu ermitteln. Der Projektbericht ist online verfügbar. Bei allen untersuchten Projekte gab es die Bereitschaft „alte Zöpfe“ abzuschneiden (Auskunft nicht mehr hinter der Theke, Essen und Trinken erlauben, unter Umständen auch Dienstleistungen abzuschaffen um freie Ressourcen zu bekommen). Auch Kooperationspartner und ein genaues Verständnis der Zielgruppe sind wichtig. Die meisten Projekte hatten einen starken Technolgiefokus, außer „Explore Outdoors“, eine Art Abenteuerspielplatz für Kinder.

Im nächsten Vortrag ging es wieder zurück nach Deutschlang genauer gesagt nach Münster: „Mehr Raum für Menschen- ein Werkstattbericht“. Das Gebäude der Stadtbücherei Münster war bei seiner Eröffnung 1993 ein „Leuchtturmprojekt“. Inzwischen sind aber einige Jahre ins Land gegangen und die Rahmenbedinungen haben sich stark verändert, sowohl die Medienlandschaft allgemein, als auch die Inanspruchnahme der Bibliothek als Raum (Stichwort „Lernort“).

In der Bibliothek wurde das früh erkannt und 2007/2008 die „Ideentanke“ gegründet. Eine AG innerhalb der Bibliothek die eine Stärken/Schwächenanalyse erstellt hat, dabei ließ man sich auch von anderen Bibliotheken inspirieren (z.B. die OBA).

Einzelne Maßnahmen konnten relativ schnell durchgeführt werden (etwa WLAN Zugang im Haus, oder die Aufnahme von Konsolenspielen in den Bestand). Eine größere Umgestaltung soll – im laufenden Betrieb – bis März 2015 durchgeführt werden. Kernstück ist das „JuWel“ (Junge Welt) ein geplanter Freizeitreff für junge Leute mit Mangas, Gaming, Musik, etc.

Zur Betreung der Jugendlichen wird auch ein Medienpädagoge eingestellt.

Allgemein gestaltet sich die Umgestaltung durch die moderne Architektur als schwierig und das Ziel „Mehr Räume für Menschen“ bedingt leider auch „Weniger Raum für Bücher“. Insgesamt soll 20 % des Bestands an Erwachsenenliteratur (vornehmlich im Sachbereich) reduziert werden.

Das Projekt wird mit einem Blog begleitet.

Der letzte Vortrag dieser Session war „Die Bibliothek als Kuratorin heterogener Quellen: Der ZLB-Themenraum“. Ziel ist es aktuelle Themen in die Bibliothek zu holen, bibliothekarische Ressourcen zu kontextualisieren und damit auch zur Inspirationsquelle zu werden.

Da mit klassischen Monographien die Gewährleistung von Aktualität schwierig ist, wird in hohem Maße auf elektronische Quellen zurückgegriffen. Damit wird die Bibliothek zum digitalen Kuratorin. Im Gegensatz zum klassischen Kuratieren gibt es neben dem reinen Sammlungsprozess auch eine starke Filterkomponente. Blogs, Twitteraccounts oder Hashtags werden identifiziert und in die Sammlung geleitet, was natürlich bedeutet ein Stück weit auch Kontrolle abzugeben (im Nachhinein können unpassende Quellen natürlich gelöscht werden..).

Eine eigene Themenraum-App wurde in Auftrag gegeben um diese digitalen Informationen zu präsentieren, mit Kooperationspartnern werden Veranstaltungen durchgeführt und auch eine klassisch-analoge Auswahlbibliographie wird gedruckt (und überraschend gut nachgefragt).

Aus dem Projekt entstanden einige lessons learned: keine Aktualität ohne elektronische Information, digitales Kuratieren ist ein Experimentierfeld (Auswahl und Bewertung der Quellen) und digitale Information braucht Vermittlung.

Aus dem letzten Punkt entstand die Idee von KuratorInnen-Führungen als geplante Erweiterung.

Das das Projekt erfolgreich ist, zeigt auch eine Auszeichnung mit einer presidential citation durch die American Library Association.

 

Written by Peter

Juni 6, 2014 at 10:40 am

Veröffentlicht in Bibliotheken, Konferenzen

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