Hatori Kibble

Jo eh…

Bibliothekarische Bots besuchen beschwingt Bremen!

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Heute wurden endlich die Benachrichtigungen über die angenommenen Vorträge für den heurigen Bibliothekar*tag in Bremen verschickt (einige Reaktionen darauf liefen kurz danach über Twitter).

Netterweise kann auch ich meinen Zoo an Bots im Juni vorstellen und zwar in der Session „Neue Formen der Erschließung“ am Donnerstag morgen (und nein, das ist nicht der Morgen nach dem Festabend!).

„Lasst digitale Sammlungen sprechen!“ – TwitterBots, Tumblr und die Rückkehr des Serendipitätsprinzips

Peter Mayr, hbz Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW, Gruppe Portale, Köln, Deutschland

Beim Stöbern in der Freihandaufstellung einer Bibliothek kann es zu Serendipitätseffekten kommen: unbeabsichtigt werden nützliche Informationen entdeckt.
Bei digitalen Sammlungen wird dieses Phänomen vernachlässigt, der Zugang zu den einzelnen Objekten erfolgt meist über eine vorgelagerte Suche.
Der Vortrag stellt nun neue Ansätze vor, digitale Sammlungen „quasi-autonom“ agieren lassen, um die einzelnen Digitalisate aktiv NutzerInnen zu präsentieren.
Beispiele dafür sind etwa „The Mechanical Curator“ der British Library oder die Twitter-Bots der Digital Public Library of America und der National Library of Australia.
Neben diesen allgemeinen Trends wird im Vortrag als konkretes Beispiel die Eigenentwicklung „EuropeanaBot“ vorgestellt. In diesem Projekt werden verschiedene freie Datensammlungen und offene Schnittstellen dazu genutzt, interessante Objekte aus der Europeana zu präsentieren.
Durch die automatisierte Verknüpfung mit Nachrichtenartikeln und Wikipedia-Einträgen wird automatisiert ein zusätzlicher Mehrwert für die NutzerInnen geschaffen. Ähnlich wie bei Auskunftsbots wurde versucht, auch dem EuropeanaBot eine „Persönlichkeit“ zu geben und ihn an das spezifische Umfeld „Twitter“ anzupassen.
Diese Art von Bots eröffnen die Möglichkeit, Sammlungen direkt mit NutzerInnen interagieren zu lassen. Jenseits der eigenen „Bibliothekssphäre“ werden die Objekte eigener digitaler Sammlungen und in einen neuen Kontext gebracht. Diese Art, Sammlungen im Social Web zu präsentieren, dort wo sich unsere NutzerInnen ohnehin aufhalten, wird in Zeiten und werden auch in Zukunft eine größere Rolle bei der Sammlungspräsentation spielen. wird zukünftig noch an Bedeutung gewinnen.

Das gesamte Programm der Konferenz ist bereits online und auch dieses Jahr sind wieder einige spannende Themen dabei…

Written by Peter

März 7, 2014 um 8:14 pm

2 Antworten

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  1. […] dem Vortrag in Bremen haben meine Bot-Projekte heuer auch zwei Auslandsgastspiele. In der Woche nach dem Bibliothekartag […]

  2. […] im Bravo, sondern bei der IFLA. Nächste Woche beginnt ja die kleine Tournee des EuropeanaBots nach Bremen und Bath. Als dritter Stopp ist jetzt noch Lyon […]


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