Hatori Kibble

Jo eh…

Archive for Oktober 2013

Bibliotheken, Wikipedia und etwas GLAM

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Im Moment fallen mir gerade wieder vermehrt Kooperationen zwischen der Wikipedia und Bibliotheken auf. Das Library Journal (ja OK natürlich auch NetBib..) hat etwa auf den ersten Wikipedia Library Newsletter hingewiesen. Inhaltlich fand ich den jetzt nicht so spannend, aber man kann das ja mal beobachten…

Wesentlich interessanter fand ich da schon den Hinweis von Àlex Kippelboy:

Im Wikipedia Blog wird das Projekt dann näher beschrieben:

In collaboration with the Catalan Ministry of Culture, Amical Wikimedia kicked-off the GLAM project BibliotequesCAT with a network of libraries. They based the partnership on the principle that Wikipedia and libraries are the virtual and real-world doors to knowledge, and that they should work together in such a way that provides new levels of access. Each library can decide how it wants to collaborate, ranging from Edit-a-thons and Wikipedians in Residence, to photo and text liberation. The institutions can pick à-la-carte what they think works best for them in their specific area and join the long-term relationships with Amical Wikimedia.

GLAM hat übrigens nichts mit David Bowie und Co zu tun, sondern ist ein Akronym, das den Bereich Galerien, Bibliotheken Archive und Museen zusammenfasst.

Spannend an dem Projekt fand ich den flexiblen Ansatz, bei dem jede der rund 40 teilnehmenden Bibliotheken die für sich geeignetste Form der Zusammenarbeit rauspicken kann.

Ein Beispiel ist etwa das gemeinsame Erstellen von Artikeln über Pionierinnen des katalanischen Bibliothekswesen, um deren Arbeit sichtbarer zu machen.

Abgesehen von diesem konkreten Projekt in Katalonien gibt es natürlich auch das Programm Wikipedia Loves Libraries. Auch hier kann man sich Ideen für verschiedene Projekte holen.

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Written by Peter

Oktober 23, 2013 at 10:24 pm

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Neulich im Feedreader (Teil IV): Ein bisschen Roulette, schon wieder GitHub, frühes „open access“ und Lärm nach Belieben

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Nun denn, was hat sich in letzter Zeit so angesammelt?

The paper items preserved in the Library also shed light on the origins of another information technology: print. The Diamond Sutra, one of the most famous documents recovered from Dunhuang, was commissioned in 868 A.D., “for free distribution,” by a man named Wang Jie, who wanted to commemorate his parents.

  • Noisli
    Manchmal arbeitet es sich ja etwas besser bei etwas Hintergrundgeräuschen. Noisli bietet jede Menge: von Regen, über Lagerfeuer bis hin zur Kaffeehausatmosphäre.
  • Code4Lib Journal
    eine neue Ausgabe des Code4Lib Journals ist auch wieder erschienen:

This issue, born during the long days of summer in the northern hemisphere, focuses on what libraries can bring to the digital table both in terms of special collections and metadata expertise. Articles range from an analysis of a large cross institutional collection of EAD finding aids, to mixing it up with Wikipedia and Authority records, to using Apache Hadoop, Apache Mahout and html5 to further institutional collections storage and discovery.

 

 

Written by Peter

Oktober 20, 2013 at 6:25 pm

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Die mechanische Kollegin aus der British Library

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The lion with the buful voice

The lion with the buful voice

Ich hatte ja schon mehrfach über verschiedene Projekte zur zufallsbasierten „resource discovery“ bei digitalen Sammlungen geschrieben.

Das neueste Projekt ist der „Mechanical Curator“ der British Library. Die Beschreibung ist so herrlich poetisch, da muss ich jetzt einfach mal ausführlich zitieren:

She plucks from obscurity, places all before you, and leaves you to work out the rest. Or not. For sometimes laughter is the only valid response: why illuminate the letter ‘O’ with a grumpy looking child; a grumpy illumination, an oxymoron? Well no, screams out the title of the host work from the metadata: ‘Face to Face with the Mexicans: the domestic life, educational, social, and business ways’. The Mechanical Curator has put us ‘face to face’ with a Mexican circa 1890, or an engraved portrait of a Mexican, or an American representations of a Mexican. And so as what at first seemed simple descends into complexity the Mechanical Curator achieves her peculiar aim: giving knowledge with one hand, carpet bombing the foundations of that knowledge with the other.

Die Beschreibung erinnert mich etwas an „Count Zero“ von William Gibson. In einem Handlungsstrang sucht eine Galeriebesitzerin dort den Hersteller mysteriöser Cornell-Boxen:

The box was a universe , a poem, frozen on the boundaries of human experience.
Gibson, W. (1987). Count Zero. New York: Ace Books. S. 15

Im Endeffekt stellt sich heraus, dass diese Kunstwerke von einer künstlichen Intelligenz geschaffen wurden (und dann auch noch auf einer Raumstation, aber das ist halt die 80er Jahre Science Fiction…)

Die „Mechanical Curator“ ist ein Projekt der British Library Labs. Jede Stunde wird automatisch ein zufälliges Bild aus deren digitalen Sammlungen in einem Tumblr-Blog gepostet (Darüber hinaus gibt es auch noch einen Twitter-Feed).

In einem weiteren Blogeintrag wird das Projekt näher erklärt: Hintergrund ist, dass zwischen 2005 und 2008 in einem großem Digitalisierungsprojekt in Zusammenarbeit mit Microsoft 65.000 Bände aus dem Bestand der British Library digitalisiert wurden. Das betraf Bücher aus dem 14. bis hinauf zum 20. Jahrhundert. Das Projekt nun soll den Zugriff auf diese Bestände über das Serendipitätsprinzip ermöglichen.

Allerdings ist auch hier der Zugang nicht nur zufallsbasiert. Bei meinem Bot hatte ich ja versucht, ihm eine digitale Persönlichkeit mit Vorlieben und Abneigungen zu verleihen. Die Mechanische Kuratorin interessiert sich für Bilder die einander ähneln und versucht auch Gesichter und Orte zu erkennen:

It adds its judgement to the posted image using tags, saying why it finds the images similar and whether or not it has detected a face or profile within the image and whereabouts it believes it is.

Das ist natürlich hochspannend, da es hier gleich zu einer Art automatischen Erschließung des Materials kommt. Bei einem Bild eines isländischen Fjords, gibt es etwa Tags, die darauf aufmerksam machen, dass dieses Bild in Verlagsort und Erscheinungsjahr anderen ähnelt. Das Programm geht aber über reine Metadaten hinaus und  findet im Bild auch eine Ähnlichkeit in „slantyness“.

Um zu vermeiden, dass das Programm in eine Endlosschleife von ähnlichen Bilder läuft wird dem Bot wird aber auch schnell langweilig und sie postet dann unter #new_train_of_thought wieder etwas Neues.

Also alles in allem wieder ein spannendes bibliothekarisches Projekt. Es lohnt sich auf jeden Fall das Experimentierlabor der britischen KollegInnen im Auge zu behalten!

Written by Peter

Oktober 13, 2013 at 2:21 pm

Neulich im Feedreader… (Teil III): Permanente Links halten auch einem Mailüfterl stand

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Ähem, eher ein Verlegenheitspost zwegn Ironblogging und so..

Written by Peter

Oktober 3, 2013 at 8:51 pm

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