Hatori Kibble

Jo eh…

#sigint Tag 1: Etwas Selbstgeißelung, unverständliche Magie und freier Funk für freie BürgerInnen

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Die Rakete ist wieder gelandet

Die Rakete ist wieder gelandet

Nun denn, ab heute beginnt wieder die Zeit der schnell heruntergetippten Konferenzpostings. Stil und korrekte Rechtschreibung wird ja eh überbewertet…

So, wie bereits angekündigt ist die SIGINT nun gestartet. Das Vortragsprogramm begann für mich mit „Cryptocat: The Social and Technical Challenges of Making Crypto Accessible to Everyone“. Cryptocat ist ein Browser-Addon, das verschlüsselten Chat ermöglichen soll, allerdings wurde einen Tag vor dem Vortrag eine ziemlich schwerwiegende Sicherheitslücke in dem Programm entdeckt.

Also begann der Talk gleich einmal mit einer ziemlich ausgiebigen Selbstgeißelung des Chefentwicklers und dem Aufruf zur Mitarbeit.

Im Endeffekt ist Cryptocat ein ziemlich gutes Beispiel für den Spagat zwischen Nutzerfreundlichkeit und sicherer Kryptographie. Die Entscheidung das Programm als Browsererweiterung zu konzipieren, erleichtert zwar die einfache Installation und die Verfügbarkeit auf unterschiedlichen Plattformen. Dadurch entstehen aber auch Einschränkungen und Abhängigkeiten.  Auf die Frage, ob es das alles wert ist, hat der Entwickler inzwischen nur mehr sehr selbstkritische Antworten („more no than yes“). Nichtsdestotrotz hat die Cryptocat aber ihr Anwendungspotential und wird auch aktiv weiterentwickelt.

Im nächsten Vortrag ging es dann um die Programmiersprache Ruby: „Ruby is Magic!“  Ich finde es ja immer ganz spannend, etwas über neue Programmiersprachen zu erfahren, dieser Vortrag war mir aber dann doch etwas zu hoch. Vielleicht sollte ich morgen lieber zu dem Workshop „Spiele programmieren in Ruby für Kinder“ schauen…

Der nächste Talk war wieder sehr inspirierend: „Aufbau freier Netze, Erfahrungen von den Dächern der Stadt“. Hier ging es um Freifunk, also das Aufbauen freier Internetinfrastruktur. Im Prinzip teilt man dabei seinen Internetanschluss mit anderen. Das Problem der Störerhaftung umgeht man dabei elegant, in dem die Uplinks per VPN angebunden werden. Nach außen ist also nur der Freifunk Verein sichtbar und nicht der einzelne private Anbieter (und der Freifunk Rheinland sammelt gerade Geld für eine Musterklage).

Was aber in dem Vortrag schön herauskam ist, dass der Aufbau eines Freifunk-Netzwerkes weniger eine rein technische Angelegenheit ist, sonder stark auch ein soziales Projekt. Es braucht viel Kommunikation um unterschiedliche Motivationen (gratis Internet, freie Infrastruktur für alle, Freude am Basteln…) unter einen Hut zu bringen und gemeinsam etwas aufzubauen.

Die technische Einstiegshürde ist dabei gar nicht so hoch: ca. 20 Euro für einen Router und etwas Wissen, das man sich bei den regelmäßigen Treffen der FreifunkerInnen holen kann.

Was habe ich versäumt: Wie kann die Briefwahl gehackt werden?, Datenjournalismus zu den Offshoreleaks und den Trollfeminismus 3.

Written by Peter

Juli 5, 2013 um 7:14 pm

Veröffentlicht in Konferenzen

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