Hatori Kibble

Jo eh…

IFLA Tag 3 in der Cloud

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Heute war irgendwie der Tag der guten Sessions: in der Früh begann es gleich mit Cloud computing: its impact on privacy, jurisdiction, security, lawful access, ownership and permanence of data.

Im ersten Vortrag hat Clifford Lynch von der Coalition for Networked Information eine kleine Einführung in die Cloud Thematik gegeben, unter anderem mit einem Verweis auf ein empfehlenswertes Papier des NIST: Cloud Computing Synopsis and Recommendations.

Lynch unterscheidet drei Klassen von Clouds: storage clouds, computing clouds (wie etwa von Amazon) und applications as a service. Als Vorteil sieht er, das das Verwalten von Kapazitäten ausgelagert wird und man so etwa Stoßzeiten gut abfedern kann.

Negativ ist die Abhängigkeit vom Anbieter und das Fehlerhandling (bei den großen Stromausfällen in den USA hatten etwa einige große Webdienste Ausfälle, weil die Amazon Cloud doch nicht so ausfallsicher war wie gedacht..).

Im Netz der Webtracker

Das Netz der Webtracker

Danach sprach Christine Runnegar von der „Internet Society“ in Genf über Privacy on the Internet: looking to the future. Im Prinzip wird es immer leichter Daten aus verschieden Quellen abzugleichen und zusammenzuführen. Wir hinterlassen Fingerabdrücke und Fussspuren im Netz, die sehr flüchtig oder aber sehr langlebig sein können.

In diesem Zusammenhang hat sie auch das Browser-Addon „Collusion“ (Firefox, Chrome) vorgestellt, das Webtracker (normale Cookies, oder Flash- oder HTML5-Storage-Cookies) vorgestellt. Viele dieser Tracker verwenden eindeutige IDs und machen also das individuelle Surfverhalten über verschiedene Websites für Werbefirmen etc. sichtbar.

Ein anderes Beispiel von ihr waren Nutzungstatistiken, so kann man z.B.: für Kobo-Nutzer sagen, dass beim letzten Teil der Hunger-Games-Trilogie durchschnittlich 57 Seiten pro Stunde gelesen wurden und welches der am häufigsten angestrichene Satz war. Interessant war dann auch noch Runnegars Definition von Online Privacy als:

 consensual sharing of personal data within specific context with an expectation of scope

Beim letzten Vortrag von Patrick Flaherty ist wieder das ganze Paper verfügbar. Der Vortrag handelte von rechtlichen Problemen bei der CLoud-Nutzung. Die Vorteile der Cloud sieht Flaherty in den Kosteneinsparungen (Schätzungen gehen von bis zu 30 % aus) und des Zugangs zur IT-Expertise und neuer Software. Auch Flexibilität und schnelle Einsetzbarkeit nannte er als weitere positive Punkte.

Beim Umgang mit der Privatsphäre gibt es einerseits die „alten“ Probleme, wie beim gewohnten „Outsourcing“ sonst auch, andererseits kommt durch die transnationale Struktur eine neue Komplexität hinzu. Er nannte ein Beispiel eines Falles bei dem australische Nutzerdaten in eine Cloud geladen wurden, die von einer US-amerikanischen Firma verwaltet wurde, die die eigentliche Datenverarbeitung nach Indien ausgelagert hatten. Die dortigen Mitarbeiter arbeiteten auf Servern die in Uruguay standen und das Backup wurde in Irland gemacht. Rechtliche Einschätzungen werden dadurch natürlich etwas verkompliziert…

Written by Peter

August 14, 2012 um 8:59 am

Veröffentlicht in Konferenzen, wlic2012

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