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Jo eh…

Archive for Juli 2012

DIY Fernleihe – die dunkle Seite der Macht

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Nach dem letzten technischen Post, wieder einmal etwas Bibliothekarisches…

Logo der "Pirate University"

Logo der „Pirate University“

Wenn man sich die bibliothekarischen Dienstleistungen so anschaut, dann haben wir es eigentlich überall ganz gut geschafft, uns auf den Medienwandel einzustellen: wir lassen unsere StudentInnen in Datenbanken recherchieren, betreiben Hochschulschriftenserver, verleihen E-Books, digitalisieren alte Schriften…

Eine große Ausnahme gibt es allerdings: die Fernleihe. Gut, der Vorgang an sich ist rasant beschleunigt worden. Dank SLNP werden zwar innerhalb weniger Sekunden potentielle Lieferbibliotheken abgeklappert, aber es geht halt doch noch „nur“ um physische Bücher.

In der Aufsatzfernleihe wurde – infolge der Urheberrechtsnovelle –  das Rad sogar wieder zurückgedreht und die elektronische Auslieferung an die EndnutzerInnen gestoppt. Immerhin gibt es dort erste Ansätze Artikel aus E-Journals in die Fernleihe zu bringen, bei E-Books sieht es allerdings noch düster aus. Anscheinend wurde ein entsprechender DFG Antrag einiger Verbünde vor kurzem unter anderem mit der Begründung abgelehnt, dass kein wirklicher Bedarf für die Ausleihe von E-Books bestehen würde.

Angesichts der Tatsache, dass der Anteil von E-Books in der Erwerbung steigt und damit immer größere Bestände von der Fernleihe abgekoppelt werden, ist das zumindest eine interessante Annahme.

Aber Handlungsbedarf besteht, denn unsere NutzerInnen sind gerade dabei, sich Alternativen zu einer klassischen bibliothekarischen Dienstleistung aufzubauen.

Zwei Formen solch einer „Untergrund-Fernleihe“ sind mir in letzter Zeit aufgefallen:

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Written by Peter

Juli 31, 2012 at 8:48 pm

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Mit Arduino Lichter leuchten lassen…

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Arduino ist eine Plattform zum „Physical Computing“. Wikipedia definiert das als „Systeme, die auf Ereignisse in der realen, analogen Welt reagieren oder auf sie einwirken“.

arduino breadboard

„Das ist grünes Licht.“ „Was macht das?“ „Es leuchtet grün.“

Und das ist eben der Spaßfaktor daran. Beim Programmieren bleibt man letztendlich doch im virtuellem Raum des Computers, aber mit so einem kleinen Arduino Microcontroller leuchten auf einmal Lämpchen oder es bewegt sich etwas… 😉
Das eröffnet dann natürlich ganz neue Möglichkeiten, von Pflanzen die twittern, Fahrradjacken mit eingebauten Blinker oder noch vieles mehr.

Als kleines Einsteigerprojekt habe ich jetzt einmal versucht, eine einfache Serverüberwachung zu bauen.

Wenn die Serverlast zu hoch wird, leuchtet eine LED zuerst orange, dann rot.

Der Schaltplan ist relativ überschaubar:

Schaltplan

Eine RGB LED besitzt drei Anoden für die drei Grundfarben. Diese sind – über Vorwiderstände – mit drei Ausgängen des Arduino-Boards verbunden und können darüber angesteuert werden.

Da ich keine W-LAN Erweiterung für das Board habe, wird der Arduino per USB an einen PC angeschlossen.

Drei Programme sind notwendig, um die LED jetzt zum Leuchten zu bringen:

  • Auf dem Server, der überwacht werden soll, wird ein CGI-Skript gespeichert, das einfach nur die aktuelle Serverlast ausgibt.
  • Auf dem PC läuft ein Perl-Dämon, der periodisch dieses Skript abfragt und den entsprechenden Status an das Arduino Board schickt.
  • Auf dem Arduino wird der Status („grün“,“orange“, „rot“) in entsprechende Farbwerte umgesetzt und die LED damit angesteuert.

Den entsprechenden Sourcecode habe ich auf GitHub hochgeladen.

Wer jetzt selber etwas herumbasteln will, der/dem kann ich ein nettes Comic zum Einstieg empfehlen, ein etwas ausführlicheres Tutorial auf LadyAda.net, das Arduino Cookbook oder vielleicht einen Besuch im nächstgelegenen Hackerspace.

 

Written by Peter

Juli 28, 2012 at 5:26 pm

Veröffentlicht in Arduino, Programmierung, Software

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