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Jo eh…

Koha kurz angeschaut…

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Der Name Koha fällt öfters beim Thema open source Bibliothekssoftware. Insbesondere durch eine angekündigte Hosting-Initiative des Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg könnte diese Software auch in Deutschland bekannter werden.

Im Rahmen meines Studiums habe ich mir diese Software mal näher angesehen:

Koha – der Maori Name für „Geschenk“ – wurde 1999 vom Horowhenua Library Trust in Neuseeland entwickelt und ging zum ersten Mal 2000 in Produktion  (die Historie erzählt Pat Eyler im Linux Journal).  Inzwischen ist man bei  Version 3.0.2 und es gibt über 1 000 Koha Benutzer weltweit (eine unvollständige Auflistung findet man in dieser Google-Map).

Problematisch für den Einsatz in Deutschland ist vorerst noch die starke MARC-Lastigkeit (aber zumindest perspektivisch sollte MARC ja an Einfluss gewinnen) und das Fehlen von deutschsprachiger Dokumentation.

Das Interessante an Koha ist auch, das man diese Software relative unkompliziert als „Virtual Appliance“ testen kann:

Die Images dazu kann man über die Seite von Kyle Hall herunterladen, unterstützt werden Virtual Box und VMWare. Es gibt jeweils eine unkonfigurierte und eine vorkonfigurierte Variante.

Ich habe mir jetzt einmal die Dateien für Virtual Box heruntergeladen um Koha mal auf meinem Mac Mini auszuprobieren.

Nach dem Starten von Virtual Box kann man eine neue Maschine einrichten, als Betriebssystem wurde Linux und als Version Debian gewählt, die empfohlene Hauptspeichergröße wurde übernommen.

Auswählen der Betriebssystemart

Auswählen der Betriebssystemart

Auswählen des Festplatten-Abbildes

Auswählen des Festplatten-Abbildes

Im nächsten Fenster kann über „Festplatte benutzen“ die .vdi-Imagedatei eingebunden werden.

Abschliessend kann man noch einige grundsätzliche Optionen für die virtuelle Maschine anpassen. Es empfiehlt sich bei den Netzwerkeinstellungen „Netzwerkbrücke“ zu wählen, dann kann sich die virtuelle Maschine mit dem Internet verbinden. Dies ist beispielsweise nützlich um die Fremddatenübernahme mit Z39.50 zu testen.

Netzwerkeinstellungen für die virtuelle Maschine

Netzwerkeinstellungen für die virtuelle Maschine

Nun kann man die virtuelle Maschine starten und sich als root anmelden (die Kennung steht in der beigefügten Textdatei Koha_3.01-Release.txt). Damit kommt man in die Admin-Konsole von Koha und wird wahrscheinlich mit der Fehlermeldung „Error Finding IP Address“ begrüßt.

Abhilfe schafft ein Tipp von der Kyle Hall Seite:

Troubleshooting

Problem: The Koha Managent Console reports that an IP Address was not found.

Solution: Edit the file /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules, and delete all the rules. Reboot.

Probleme beim Editieren schafft wahrscheinlich die eingestellte englische Tastatur, folgender Schummelzettel hilft…

Nach einem Restart und erneutem Login als root wird dann in der Admin-Konsole die IP Adresse des Systems angezeigt.

Unter der IP und Port 8080 gelangt man in die Administrationsoberfläche mit Port 80 in den OPAC von Koha.

Der OPAC von Koha

Der OPAC von Koha

Die Administrationsoberfläche von Koha

Die Administrationsoberfläche von Koha

Written by Peter

Juli 31, 2009 um 11:06 pm

Veröffentlicht in Software

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