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“Literaturverwaltungssysteme im Überblick” 2010er Version
Am 27. September fand zum zweiten Mal der Brainpool-Kurs “Literaturverwaltungssysteme im Überblick” statt. Bis auf einige Aktualisierungen war das relativ ähnlich zum letzten Jahr. Beim Abschnitt “Bibliotheken und Literaturverwaltung” konnte ich mich aber auf die sehr empfehlenswerte Magisterarbeit von Matti Stöhr beziehen.
Nach einer kleinen Einführung wurden gemeinsam Kriterien zur Evaluierung von Literaturverwaltungssystemen entwickelt und mit bestehenden Katalogen verglichen. Anhand dieser Punkte wurden dann in Kleingruppen verschiedene Systeme unter die Lupe genommen und diskutiert.
Gemeinsam näher angeschaut haben wir uns dann Citavi, Zotero und BibSonomy um für die verschiedenen Ausprägungen (stand-alone Programm, webbasiertes System, Mischform) jeweils ein Beispiel zu haben. Abschließend gab es noch Beispiele zum „Zusammenspiel“ Literaturverwaltungsysteme und Bibliotheken, sowie einige Tipps wie man bei dieser Thematik auf dem Laufenden bleiben kann.
Im Skriptum dazu, gibt es zu den drei genannten Systemen noch weitere Informationen.
1 Einleitung…………………………………………………………………………………………………………………………4
2 Funktionalitäten von Literaturverwaltungssystemen………………………………………………………………5
2.1 Bibliographische Daten importieren………………………………………………………………………………5
2.1.1 Exkurs Mikroformate……………………………………………………………………………………………6
2.2 Bibliographische Daten verwalten…………………………………………………………………………………7
2.3 Bibliographische Daten exportieren………………………………………………………………………………7
3 Beispiele…………………………………………………………………………………………………………………………..7
3.1 Citavi…………………………………………………………………………………………………………………………7
3.1.1 Übersicht…………………………………………………………………………………………………………….7
3.1.2 Datenimport………………………………………………………………………………………………………..7
3.1.3 Verknüpfungen mit Textverarbeitungen…………………………………………………………………..8
3.1.4 Besonderheiten…………………………………………………………………………………………………..11
3.1.5 Vorschau: Citavi 3………………………………………………………………………………………………12
3.1.6 Weitere Informationen…………………………………………………………………………………………12
3.2 Zotero………………………………………………………………………………………………………………………13
3.2.1 Übersicht…………………………………………………………………………………………………………..13
3.2.2 Datenimport………………………………………………………………………………………………………14
3.2.3 Verknüpfungen mit Textverarbeitungen…………………………………………………………………15
3.2.4 Kollaboratives Arbeiten………………………………………………………………………………………15
3.2.5 Besonderheiten…………………………………………………………………………………………………..16
3.2.6 Vorschau: Zotero 2.1 – „Zotero Everywhere“…………………………………………………………16
3.2.7 Weitere Informationen…………………………………………………………………………………………18
3.3 BibSonomy………………………………………………………………………………………………………………19
3.3.1 Übersicht…………………………………………………………………………………………………………..19
3.3.2 Datenimport………………………………………………………………………………………………………19
3.3.3 Verknüpfung mit Textverarbeitungen…………………………………………………………………….20
3.3.3.1 Exkurs: BibSonomy Daten als als Literaturdatenbank in OpenOffice verwenden. .20
3.3.3.1.a Daten exportieren………………………………………………………………………………….20
3.3.3.1.b Literaturdatenbank erstellen…………………………………………………………………..21
3.3.3.1.c Einträge zitieren und Literaturverzeichnis erstellen…………………………………..24
3.3.4 Kollaboratives Arbeiten………………………………………………………………………………………26
3.3.5 Besonderheiten…………………………………………………………………………………………………..26
3.3.6 Weitere Informationen…………………………………………………………………………………………28
4 Weiterführende Informationen……………………………………………………………………………………………29
5 Lizenz…………………………………………………………………………………………………………………………….30
6 Versionshinweise……………………………………………………………………………………………………………..31
7 Literaturverzeichnis………………………………………………………………………………………………………….32
Geschrieben von Peter
Oktober 1, 2010 um 8:21 nachmittags
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“Zotero Everywhere” (sogar im Internet Explorer…)
Heute nachmittag gab es einen Zotero Webcast, der Stream ist als Video noch online.
Unter dem Namen “Zotero Everywhere” gibt es zwei spannende Entwicklungen dieser Software:
- Verfügbarkeit von Zotero auch in anderen Browsern
- API für Entwickler
Verfügbarkeit von Zotero in anderen Browsern
Neben dem traditionellen Firefox-PlugIn wird es auch einen eigenständigen Multi-Plattform-Client geben. Über eigene Toolbars sollen dann auch Browser wie Chrome, Safari oder der Internet Explorer mit der Software kommunizieren und sich auch mit cloud-Komponente verbinden können. Für Opera soll es zumindest möglich sein über Bookmarklets Daten zu importieren (ein Verfahren wie es derzeit z.B. bei Bibsonomy zum Einsatz kommt).
API für Entwickler
Im Moment gibt es eine rudimentäre API die lesenden Zugriff auf die eigene Bibliothek ermöglicht. In Zukunft erhalten Entwickler auch schreibenden Zugriff. Interessant ist auch die citation formatting engine mit der man korrekt formatierte Literaturverzeichnisse über die Schnittstelle erstellen kann. Auch die translators zum Parsen von Datenbankergebnissen kann man dann über die API ansprechen.
Informationen zu den neuen Funktionen gibt es auch noch im entsprechenden Artikel im Zotero Blog. Leider fehlen aber Aussagen zum Zeitplan..
Geschrieben von Peter
September 22, 2010 um 7:16 nachmittags
Veröffentlicht in Literaturverwaltung, Software
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Facebook Beziehungsstatus: “Es ist kompliziert”
Facebook wird schön langsam zum (hier persönliche schlechte Angewohnheit einfügen) des Web 2.0. Man begreift irgendwie, das es auf lange Sicht nicht wirklich gut für einen ist, bleibt aber trotzdem dabei.
Grund für das schlechte Gefühl ist der Umgang von Facebook mit den eigenen persönlichen Daten. Die amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation hat die Entwicklung der Privatsphären Einstellungen bei Facebook verfolgt und kommt in einem Artikel zu folgendem Fazit:
Viewed together, the successive policies tell a clear story. Facebook originally earned its core base of users by offering them simple and powerful controls over their personal information. As Facebook grew larger and became more important, it could have chosen to maintain or improve those controls. Instead, it’s slowly but surely helped itself — and its advertising and business partners — to more and more of its users’ information, while limiting the users’ options to control their own information.
Facebooks Privacy Policy ist inzwischen übrigens schon länger als die amerikanische Verfassung, wie die New York Times schreibt, die auch ein hilfreiches, interessantes Schaubild zu den 50 Einstellungen mit 170 Optionen zur Privatsphäre hat.
Wenn man übrigens prüfen will, wie die eigenen Einstellungen wirken, kann man zum Beispiel den von Dave Dempsey beschriebenen Facebook Privacy check verwenden.
Da Facebook inzwischen auch in der bibliothekarischen Welt angekommen ist, wird natürlich auch dort darüber diskutiert. Anne Christensen beschreibt zum Beispiel in einem Netbib-Post wie man Statusmeldungen und Fotos selektiv freigeben kann.
Interessant sind aber auch die Kommentare darunter: Bibliothekar beschreibt etwa wie durch Themenseiten zu beliebigen Begriffen (Saufen, Kaffee, Wochenende) auch Statusmeldungen öffentlich angezeigt werden, obwohl der Nutzer das eigentlich in seinen Einstellungen untersagt hat.
Die Nutzung von Facebook wird also immer problematischer, es wird Zeit sich nach Alternativen umzusehen. Ein interessanter Ansatz ist diaspora*:
Diaspora aims to be a distributed network, where totally separate computers connect to each other directly, will let us connect without surrendering our privacy. We call these computers ‘seeds’. A seed is owned by you, hosted by you, or on a rented server. Once it has been set up, the seed will aggregate all of your information: your facebook profile, tweets, anything. We are designing an easily extendable plugin framework for Diaspora, so that whenever newfangled content gets invented, it will be automagically integrated into every seed.
Now that you have your information in your seed, it will connect to every service you used to have for you. For example, your seed will keep pulling tweets and you will still be able to see your Facebook newsfeed. In fact, Diaspora will make those services better! Upload an image to Flickr and your seed can automatically generate a tweet from the caption and link. Social networking will just get better when you have control over your data.
A seed will not just be all your existing networks put together, though. Decentralizing lets us reconstruct our “social graphs” so that they belong to us. Our real social lives do not have central managers, and our virtual lives do not need them. Friend another seed and the two of you can synchronize over a direct and secure connection instead of through a superfluous hub. Encryption (privacy nerds: we’re using GPG) will ensure that no matter what kind of content is being transferred, you can share privately. Eventually, today’s hubs could be almost entirely replaced by a decentralized network of truly personal websites.
(A Little More About The Project)
Also auch wenn in diesem Text die Integration von Facebook Profilen erwähnt wird, so soll das lediglich eine Übergangsphase zum einfachen Umstieg sein. Letztlich werden die persönlichen Daten dezentral in einem eigenen Knoten des Netzwerks gespeichert und unterliegen somit komplett der eigenen Kontrolle. Die Technik dahinter wird etwa in dieser Präsentation vorgestellt.
Etwas mehr Information zu dem Projekt an sich gibt es in einem New York Times Artikel und natürlich im Blog von diaspora*.
Momentan gibt es leider nur ein Konzept und ein Startkapital von 10 000$, aber man sollte diese Projekt auf jeden Fall im Auge behalten (bis zum Herbst soll es die ersten Prototypen geben)..
Geschrieben von Peter
Mai 13, 2010 um 1:07 nachmittags
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Seminar: “Literaturverwaltung heute”
Da der erste Kurs “Literaturverwaltungssysteme im Überblick” am ÖNB Brainpool ganz gut gelaufen ist, gibt es auch heuer wieder ein ähnliches Seminar. Diesmal wird der Kurs aber ergänzt durch einen zweiten Halbtag in dem meine geschätzte Studienkollegin Monika Bargmann (a.k.a Library Mistress) etwas zu “Social Bookmarking” erzählen wird:
Literaturverwaltung heute
Tag 1: Literaturverwaltungssoftware
Die TeilnehmerInnen lernen verschiedene Klassen („stand-alone“-Anwendungen“, Browser-Plugins, webbasierte Anwendungen) von Literaturverwaltungssystemen kennen und nutzen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Übernahme bibliografischer Daten aus Bibliothekskatalogen und anderen Quellen (Mikroformate).
Derart erstellte Literaturlisten werden mit Textverarbeitungen wie Word verknüpft, um in eigenen Texten automatische Bibliografien in unterschiedlichen Zitierstilen zu erstellen.
Tag 2: (Halbtag): Social Bookmarking
Kennenlernen von Tools zur Verwaltung und zum Teilen (wissenschaftlicher) Literatur im Web
Ich halte das ja für eine wunderbare Ergänzung, da diese Bereiche ja eh immer mehr zusammenwachsen, wie Werkzeuge wie Bibsonomy (oder in letzter Zeit immer mehr Zotero) beweisen…
Der Kurs wird am 26. und 27. September stattfinden, anmelden kann man sich auf den Seiten des Brainpools.
Geschrieben von Peter
Januar 5, 2010 um 8:56 nachmittags
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Teilen und folgen auf Zotero.org
Mit der am 23. Februar veröffentlichten 1.5 beta Version von Zotero hat sich Einiges in punkto Kooperationsmöglichkeiten getan.
Im Profil auf zotero.org sieht man jetzt auch seine Bibliothek und kann diese Bei Bedarf für andere freischalten.
Interessant wird das erst wenn man die Berechtigungen feiner setzen kann und beispielsweise nur einzelne Kollektionen freischalten kann. Dies soll aber noch kommen.
Ausserdem kann man in den Profileinstellungen einen Lebenslauf anlegen und den automatisch mit Zotero Daten füllen. Ich denke das kann noch spannend werden, wenn sich die Community auf zotero.org weiter entwickelt…
Dazu wurden die Möglichkeiten mit anderen Zotero Benutzern in Kontakt zu treten erweitert: Auf seiner Profilseite kann man beispielsweise Organisation und Fachgebiet angeben und so z.B. auf andere BibliothekarInnen stossen.
Allerdings habe ich keine BibliothekarInnen aus dem deutschsprachigen Raum gefunden. Vielleicht meldet sich ja wer in den Kommentaren?
Leider ist das alles wirklich noch sehr beta und im Aufbau begriffen. So ist es z.B. möglich sich die freigeschalteten Bibliotheken anderer NutzerInnen anzusehen, eine Importmöglichkeit fehlt aber noch.
Ein weiteres solches Beta-Feature ist Follow. Diese Funktion soll ähnlich wie bei Twitter funktionieren (vgl. z.B. dieses Profil) und die Möglichkeit bieten über Aktivitäten anderer auf dem Laufenden gehalten zu werden.
Preliminary support for following other Zotero users: In the future this will generate a twitter-like feed of users public research activity.
aus den release notes
Ich folge jetzt einmal einem anderen Bibliothek und bin gespannt, ob und wenn ja was passiert..
Alles in allem stehen da noch spannende Zeiten bevor..
Geschrieben von Peter
März 11, 2009 um 8:05 nachmittags
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Code4Lib 2009
Die Code4lib-Konferenzen sind ja quasi die amerikanischen InetBib Tagungen..
Die Code4lib 2009 fand vom 23. bis zum 26. Februar auf Rhode Island statt. Auf der Programm-Seite sind inzwischen die Folien der meisten Vorträge online.
Darunter sind einige hochinteressante Themen:
- Why libraries should embrace Linked Data
über den Einsatz von “Linked Data” im schwedischen Verbundkatalog - LuSql: (Quickly and easily) Getting your data from your DBMS into Lucene
eine Java-Applikation um möglichst einfach Daten von einer relationalen Datenbank in ein Lucene System zu bringen - FreeCite – An Open Source Free-Text Citation Parse
ein Webservice um bibliographische Angaben in ein OpenURL Objekt zu überführen
.. und noch vieles mehr. Um mit Karl Farkas zu sprechen „Schau’n Sie sich das an“
Geschrieben von Peter
März 5, 2009 um 9:46 nachmittags
Veröffentlicht in Konferenzen, Programmierung
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Zotero und Perl II
Im ersten Teil bin ich auf den Zugriff zu den lokalen Daten eingegangen. Man kann aber auch auf den Sync Server unter https://sync.zotero.org zugreifen.
Um zu verstehen was beim Synchronisationsprozess vor sich geht kann man das debugging für Zotero einschalten.
Dazu einfach im Firefox unter about:config den Wert für extensions.zotero.debug.log auf true setzen.
Hier ein Beispiel für das Login und das Abholen einer Session:
Geschrieben von Peter
Januar 29, 2009 um 8:05 nachmittags
Veröffentlicht in Literaturverwaltung, Perl, Programmierung, Scripts, Software
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Zotero und Perl I
Durch den Zotero Miniserver im Science Surf Blog bin ich auf die Möglichkeit gestossen über Perl an die Zotero Daten ranzukommen. Mit dem DBD::SQLite Modul geht das ziemlich einfach und eröffnet naürlich Möglichkeiten (z.B: automatisch RSS Feeds mit den letzten Einträgen zu generieren..).
Hier ein kleines Beispiel Skript:
Geschrieben von Peter
Januar 21, 2009 um 8:21 nachmittags
Veröffentlicht in Literaturverwaltung, Perl, Programmierung, Scripts, Software
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Webbasierte Literaturverwaltung
Ein Artikel dazu im aktuellen B.I.T.online.
Durch neue Software wie RefWorks und Endnote Web einerseits und neue Onlinedienste wie BibSonomy und Connotea haben sich auf dem Gebiet der Literaturverwaltung in den letzten Jahren substantielle Veränderungen ergeben. Die genannten Produkte stehen für einen Trend in Richtung webbasierte Literaturverwaltung, durch die in Forschung und Lehre ganz neue Formen der Kooperation und des Datenaustauschs möglich werden. Was dieser Trend für das wissenschaftliche Arbeiten bedeuten könnte und inwiefern er schon jetzt in konkrete Anwendungsszenarien im Universitäts(bibliotheks)alltag übersetzbar ist, soll Gegenstand dieses Artikels sein.
Stöber, T., & Teichert, A. (2008). Webbasierte Literaturverwaltung –
neue Kooperationsformen und Anwendungsszenarien. B.I.T.online, 11(4), 407-412. [COinS-Eintrag]
Der Artikel bietet einen guten Überblick über die verschiedenen Klassen
(“traditionelle” Systeme, halboffene und offene webbasierte Systeme) und stellt auch Anwendungszenarien wie elektronische Semesterapparate und kollaboratives Bibliographieren in Projekt- oder Interessensgruppen.
Kritisch sehen die Autoren bei “social software”-Diensten noch fehlende Features (Anbindung an Textvararbeitung, kontrolliertes Vokabular..). Außerdem werden Bedenken formuliert, dass Wissenschafterinnen – auch aus Konkurrenzgründen – Interesse daran haben könnten Literaturangaben nicht zu teilen.
Interessant war noch der Link zu einem umfassenden Vergleich verschiedener Systeme (Stand April 2008, PDF Dokument)
Geschrieben von Peter
Januar 19, 2009 um 8:14 nachmittags
Veröffentlicht in Literaturverwaltung, Software, Zettelkasten
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