Archiv für Juli 2009
Koha kurz angeschaut…
Der Name Koha fällt öfters beim Thema open source Bibliothekssoftware. Insbesondere durch eine angekündigte Hosting-Initiative des Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg könnte diese Software auch in Deutschland bekannter werden.
Im Rahmen meines Studiums habe ich mir diese Software mal näher angesehen:
Koha – der Maori Name für “Geschenk” – wurde 1999 vom Horowhenua Library Trust in Neuseeland entwickelt und ging zum ersten Mal 2000 in Produktion (die Historie erzählt Pat Eyler im Linux Journal). Inzwischen ist man bei Version 3.0.2 und es gibt über 1 000 Koha Benutzer weltweit (eine unvollständige Auflistung findet man in dieser Google-Map).
Problematisch für den Einsatz in Deutschland ist vorerst noch die starke MARC-Lastigkeit (aber zumindest perspektivisch sollte MARC ja an Einfluss gewinnen) und das Fehlen von deutschsprachiger Dokumentation.
Das Interessante an Koha ist auch, das man diese Software relative unkompliziert als “Virtual Appliance” testen kann:
Vorankündigung: “DigiAuskunft” bei der AIBM Tagung
Da schon am 15. Juli Anmeldeschluss ist, bereits jetzt eine Vorankündigung: Auf der Jahrestagung 2009 der AIBM (Association Internationale des Bibliothèques, Archives et Centres de Documentation Musicaux) wird es auch einen Vortrag über die DigiAuskunft geben.
“Backing Vocals für BibliothekarInnen?” – Professionelles Anfragemanagement und virtuelle Auskunft im fachlichen Verbund mit der DigiAuskunft
Hintergrund ist der, dass wir mit der DigiAuskunft einen virtuellen Auskunftsverbund haben an dem eine Reihe von Bibliotheken – erfreulicherweise spartenübergreifend – teilnimmt.
Innerhalb der DigiAuskunft gibt es nun kleine Unterverbünde, die vermehrt kooperieren und jeweils der erste Ansprechpartner sind wenn Anfragen nicht innerhalb der eigenen Institution beantwortet werden können.
Diese Unterbünde sind jeweils regional organisiert, z.B. als KölnBib, ErftBib etc.
Ein interessanter Ansatz wäre es aber diese Kooperation nun nach Fachgebieten zu organisieren und die jeweiligen ExpertInnen zusammenzuschließen.
Die Musikbibliotheken sind dafür prädestiniert, da es bereits eine solche Zusammenarbeit gibt. In DigiLink gibt es eine kooperative Fachsicht Musik die von mehreren Standorten genutzt wird. Frau Richts von der Bibliothek der HfM Detmold wird darüber ebenfalls einen Vortrag auf der AIBM Tagung halten: “Trio statt Solo! – Die Fachsicht Musik als neues Fachinformationsangebot der Musikhochschulbibliotheken in Detmold, Essen und Köln realisiert anhand des
Linkverwaltungssystems DigiLink”. Das Erstellen dieser Sicht war auch Teil ihrer Diplomarbeit (PDF), auch ein Flyer (PDF) ist dazu entstanden.
Naja, ich freue mich jedenfalls schon auf die Tagung und bin gespannt auf die Reaktionen..
