Hatori Kibble

Jo eh…

Erste StipendiatInnenberichte zur IFLA Tagung in Lyon online

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Eine der Bedingungen für die Bewilligung eines Reisekostenstipendiums von BI International war die Bereitschaft einen Bericht über die Kongressteilnahme zu verfassen (auch von mir gab es – zusätzlich zu den Blogbeiträgen – einen kleinen Text).

Auf der Seite des IFLA-Nationalkomittees wurden diese Berichte zur heurigen IFLA-Tagung in Lyon unlängst online gestellt und können dort gelesen werden. Noch ist die Ausbeute etwas mager, aber ich bin sicher die Liste wird noch ergänzt werden.

Natürlich ist der August jetzt auch schon wieder lange her und die Berichterstattung dadurch nicht wirklich zeitnah. Daher fand ich das Experiment ziemlich vielversprechend auf die klassischen Berichte zu verzichten und die GewinnerInnen der Orientierungsstipendien per Blog von der Tagung berichten zu lassen. Diese Artikel waren eine gute Ergänzung zur Berichterstattung der KollegInnen vom (deutschsprachigen) IFLA Express.

Wahrscheinlich liegt dieses Format aber nicht jeder Stipendiatin/jedem Stipendiaten. Vielleicht könnten die Richtlinien so ergänzt werden, dass man selber entscheiden kann in welcher Form man berichtet? Wichtig ist ja der Inhalt und nicht so sehr das Format.

 

 

Written by Peter

Oktober 27, 2014 at 9:55 vormittags

Veröffentlicht in Konferenzen, wlic2014

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Die TwitterBot-Charts

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In meinem letzten Post hatte ich ja schon einmal darauf hingewiesen, dass man die Twitter-Statistikdaten als CSV-Datei exportieren kann.

Zur Auswertung habe ich dann ein kleines Perl-Skript geschrieben und mir jeweils die Top 10 der Tweets meiner Twitterbots erstellt, gereiht nach “Impressions” (definiert laut Twitter als “Number of times users saw the Tweet on Twitter”).

Bei ddbKatzen ist der im letzten Post bereits erwähnte Neufundländer Hund an der Spitze:

 

  1. Internet, Katze; #ddb, ‘Neufundländer Hund. Alpenhund. Haus Katze. Wilde Katze': http://t.co/o2glN1pVq3 http://t.co/2K2kfVM7FT: 825
  2. Und schon wieder ein Katzenbild aus der #ddb: ‘Kleines Kätzchen vor einem Stoffhund': http://t.co/XtkMH7Iakm http://t.co/pVSSUiMMEF: 360
  3. #ddb überrasche mich mal! OK, ‘Hund Bonzo': http://t.co/MveSBrHDlT http://t.co/5HU2j6hOLJ: 331
  4. Immer nur Katzen ist langweilig! ‘Eichhörnchen': http://t.co/Z5NxiRrKT4 #ddb http://t.co/u7XYhjKyYb: 286
  5. Katze gefällig? Aus der #ddb: ‘Hauskatze': http://t.co/iVxPLsCPn5 http://t.co/ILABl74rJQ: 214
  6. #ddb überrasche mich mal! OK, ‘Der Iltis, Eichhörnchen und Wiesel': http://t.co/dFcMOoQkW6 http://t.co/sWQ1J7WAmj: 204
  7. Oh! Katzen in der #ddb: ‘Katzen’ http://t.co/zYkhJ5CLba http://t.co/pV9tA0gO8P: 201
  8. Ganz etwas originelles: ‘Wasserspeier: Katze': http://t.co/m7DH84O0u4 #ddb http://t.co/7W5GrfUlT9: 178
  9. Immer nur Katzen ist langweilig! ‘Der Hamster': http://t.co/40xMtccVNN #ddb http://t.co/QMWGg4Oni9: 167
  10. Immer nur Katzen ist langweilig! ‘Eichhörnchen': http://t.co/9PHJDbF6cr #ddb http://t.co/ItKl8uLFR6: 167

Alle diese Tweets wurden zumindest einmal geteilt und haben so auch ein Publikum jenseits der eigenen Follower erreicht.

 

Beim EuropeanaBot hat sich die allgemeine WM-Euphorie auch auf die Tweetstatistiken ausgewirkt:

  1. The soccer team of #CHI takes part in #WM2014: #europeana has a picture: http://t.co/Hkf3iyiEwk: 664
  2. Look! A #europeana image of Nobel Prize winner “Wislawa Szymborska”: http://t.co/OzkrgKJ1e0 (#wikipedia:http://t.co/dyYTSKLnPj): 632
  3. Wanna learn more about the cooperation between Wikipedia and Europeana? Follow @wikieuropeana! #ff: 572
  4. OK, you got me.. Judging from my last two tweets, now I’m also a fan of #WM2014 (learn more at https://t.co/KG3FmEfp8W ): 469
  5. “Rugby league”: #guardian article: http://t.co/TvPOlrLyj5 #europeana picture: http://t.co/yuSvsEUiHe You are welcome!: 441
  6. Oh! An article about “#Books” in the #guardian: http://t.co/ralHl4qRnb Here’s the #europeana picture: http://t.co/kXk3QX4trQ: 391
  7. Hi! The #guardian has a news item about “#Space”: http://t.co/EHso7XTkHR #europeana has a picture: http://t.co/btdsVewq7h: 363
  8. “Marino Grimani (doge)”: #wikipedia entry http://t.co/vVUMmMYscB #europeana picture: http://t.co/KroziuRip0 You are welcome!: 312
  9. Oh! An article about “#Syria” in the #guardian: http://t.co/YrDtazxDaO Here’s the #europeana picture: http://t.co/SFNfYZAjAe: 299
  10. Oh! An article about “#Vodafone” in the #guardian: http://t.co/AlYuMva1Zd Here’s the #europeana picture: http://t.co/9sDnTZi73W: 286

Interessant fand ich die weite Verbreitung eines Tweets zu einer Nobelpreisträgerin von 1996, allerdings scheint da eine Publikation bisher unveröffentlichter Werke die Autorin wieder stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit gebracht haben.

Andere Tweets dürften wegen der generischen bzw. aktuellen Hashtags (“Syria”, “Books”, “Space”) öfter gefunden worden sein.

Hier noch der Quellcode für das Auswertungsskript, allerdings dürfte für diese einfache Statistik auch Excel ausreichend sein.

Written by Peter

Oktober 26, 2014 at 6:06 nachmittags

Die Twitter-Statistiken: Hallo Binghamton und Bielefeld!

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Seit Ende August gibt es für alle Twitter-NutzerInnen detaillierte Statistiken (ursprünglich war diese Funktion nur für Leute freigeschaltet, die auf Twitter werben, danach wurde diese Funktion schrittweise für immer mehr Accounts freigeschaltet).

So kann man jetzt zum Beispiel erfahren, woher die einzelnen Follower kommen, welche Interessen sie haben oder welchen anderen Twitter-Accounts sie folgen. Einige der Metriken sind etwas seltsam, beispielsweise die Aufschlüsselung nach Geschlecht. Twitter fragt diese Angabe ja nicht bei der Anmeldung ab sondern benutzt statistische Algorithmen:

Some of the “tells” in tweets and other messages are the stereotypical ones that would leap to mind, and we shouldn’t be surprised that they test out as valid. In one paper from 2010, the researchers note that “OMG” is used four times as often by women than men in the dataset of Twitter messages they tested. The phrase “my zipper” has an extremely high predictive value for men, while “my yoga” has the same effect for women. The paper even notes, “People laugh differently on Twitter as well. While women LOL, men tend to LMFAO.”

Allerdings scheint es da doch einen Bias zu geben:

Twitter probably thinks you’re a dude, and there’s nothing you can do about it.

In einem Artikel wird das darauf zurückgeführt, dass das Interesse an “Technologie” männlich kodiert ist. (Dazu ein kleiner Exkurs: Auf NPR gibt es eine Radiosendung “When Women Stopped Coding” online, in der untersucht wird, warum es ab 1984 einen signifikanten Rückgang an Informatik-Studentinnen gab. Die These ist, dass ab diesem Zeitpunkt  Heimcomputer aufkamen und diese exklusiv als “Jungs-Spielzeug” vermarktet wurden. Diese hatten daher beim Studium schon einen Grundstock an informellen Computerwissen und Mädchen wurden dadurch rausgedrängt).

Als Beispiel für die Statistiken hier eine Übersicht der Follower von ddbKatzen:

Follower Statistik ddbKatzen

Follower Statistik ddbKatzen

Man sieht: “Katzen” und “Haustiere” stehen an der Spitze der “einzigartigen” Interessen. Auch ddbKultur als verwandter Account passt ja für einen Bot, der sich dieser Quelle bedient. Binghamton als Top-Herkunftsstadt hingegen sieht etwas komisch aus, aber das hat wohl mit der geringen Grundgesamtheit zu tun.

Auch zu den einzelnen Tweets kann man sich Statistikdaten anzeigen lassen:

Tweet Statistiken

Tweet Statistiken

Auch wenn ddbKatzen “nur” 34 Follower hat, so haben diesen Tweet doch 827 Personen gesehen. Das ist im Wesentlichen wohl der SLUB Dresden und Dresden-forscht.de zu verdanken, die diesen Tweet weiterverbreitet haben (Das verlinkte Digitalisat stammt aus den Beständen der SLUB). Neben Statistiken zu Retweets und Klicks sieht man in dieser Ansicht auch, ob ein Lesezeichen auf diesen Tweet gesetzt oder ob das eigene Nutzerprofil aufgerufen wurde.

Das sind im Wesentlichen die Statistiken die man über die Weboberfläche sieht. Darüber hinaus kann man sich die Rohdaten auch als CSV-Datei herunterladen und damit eigene Auswertungen erstellen. Doch dazu mehr im nächsten Blogpost…

Written by Peter

Oktober 19, 2014 at 12:59 nachmittags

Veröffentlicht in Soziale Netzwerke

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Das Fairphone: Innovativer Ansatz oder nettes Accessoire zu Fair-Trade-Kaffee und Biogemüse?

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Keine Angst, das wird jetzt kein Gadget-Blog, nächste Woche gibt es hier wieder bibliothekarische Themen…

Fairphone Logo

Fairphone Logo

Vor kurzem habe ich mir ein neues Handy zugelegt und mich für das Fairphone entschieden. Dank einer Crowdfunding-Initiative mit 25.000 Vorbestellungen kam dieses Telefon 2013 auf den Markt. Mitte dieses Jahres wurde eine neue Auflage (mit leicht verbesserten Spezifikationen) produziert.

Der Anspruch ein “faires” Smartphone zu produzieren ist natürlich ein ziemlich hehres Ziel und auch dem Fairphone gelingt das nur in Teilen. So sind etwa nur zwei der verwendeten Metalle (Zinn und Tantal) “konflikt-frei”. Auch die Verhandlungsmacht gegenüber der chinesischen Herstellerfirma ist natürlich begrenzt, weil das Fairphone in einer Kleinserie produziert wird und die gesamte Produktion daher nur wenige Wochen dauert. Trotzdem konnte ein Worker Welfare Fund mit demokratischer Teilhabe in der Verwaltung der Mittel installiert werden. Erklärtes Ziel der Fairphone Initiative ist es, “die Industrie zu inspirieren und zu verändern”.

Wie gesagt, die abstrakten Ziele und deren Umsetzbarkeit beim Fairphone werden debattiert, folgende konkreten Eigenschaften haben mich dann zum Kauf bewogen:

  • “Root”-Zugriff ab Werk
    Standardmäßig kann man als AdministratorIn arbeiten und hat volle Kontrolle über das Betriebssystem.
  • Dual-SIM
    Man kann das Telefon mit zwei SIM-Karten betreiben. Das ist z.B. praktisch um im Ausland einen günstigen Prepaid-Tarif parallel zu nutzen oder um eine zweite Arbeitsnummer zu haben, die man nach Feierabend leicht deaktivieren kann.
  • Kein Zwang zum Google-Konto
    Auf dem Telefon sind keine Google-Apps vorinstalliert. Man kann selbst entscheiden, ob man das Google-Ökosystem nutzen will und kann dann die entsprechenden Anwendungen einfach nachinstallieren.
  • Wahlfreiheit in Bezug auf das Betriebsystem
    Das Telefon kommt mit einem angepassten Android-System (inkl. der netten “Peace of Mind”-App). Über den integrierten Software-Updater kann man aber einfach eine “normale” Android-Version installieren. Auch die Installation des freien Betriebssystems CyanogenMod ist anscheinend möglich.
  • Gute Reparaturinfrastruktur
    Durch eine Kooperation mit iFixit gibt es jede Menge an Reparaturanleitungen und vom Lautsprecher bis zum Display können alle möglichen Ersatzteile nachbestellt werden.
  • Innovative Ideen
    Gefallen hat mir zum Beispiel die Idee Schutzhüllen für das Fairphone zu bestellen und über einen 3D-Drucker in der Nähe ausdrucken zu können.
  • Transparenz
    Sowohl die aktuelle Zusammenstellung der Kosten (PDF) als auch eine Liste der Zulieferer (PDF) kann heruntergeladen werden. Fairphone informiert auch ziemlich offen darüber wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte.

Technisch ist das Fairphone eher so Mittelklasse, für den normalen Alltagsgebrauch reicht es aber (und ist, was Geschwindigkeit und Akkuverbrauch betrifft, eine ziemliche Verbesserung zu meinem alten Handy). Die Stiftung Warentest meint “kein Spitzengerät, aber ein praxis­taugliches Smartphone”. Das bezog sich aber noch auf die alte Version mit etwas langsameren Prozessor. Die verwendete Android-Version ist leider nur 4.2.2, Fairphone liefert aber noch Software-Updates aus. Eine Aktualisierung auf Android 4.4 hakt derzeit noch an der Unterstützung des verwendeten Chipsets.

Es gibt auch eine Untersuchung darüber, wer denn ein Fairphone kauft. Interessant fand ich folgendes Zitat:

48% of Fairphone owners did not previously own a smartphone.

Es gibt also anscheinend eine Gruppe, für die die Idee eines “Fair-Trade-Handys” so der letzte Anstoß war, sich jetzt doch einmal ein Smartphone zuzulegen. Für diese Zielgruppe hat das Fairphone Team dann auch zahlreiche Video-Tutorials produziert, die den Einstieg erleichtern sollen.

Written by Peter

Oktober 10, 2014 at 4:50 nachmittags

Veröffentlicht in Allgemein, Software

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Neulich im Feedreader (Teil XIII): 3D-Drucker, E-Books vom Bund, Archive und Ninja BibliothekarInnen

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Diese kleine Rubrik gab es hier schon länger nicht mehr…

3D printing expands the frontier of the ongoing digital transformation of our society, and—in keeping with our reputation for digital leadership—library professionals are helping people and communities take advantage of this development. Library 3D printing is empowering people to engage in creative learning, launch business ventures and solve complex health problems.

  • fiktion.cc
    Lesen.net berichtet über eine neue Seite mit kostenlosen E-Books. Gefördert wird diese von der Kulturstiftung des Bundes und aktuell sind bereits zwei Texte in verschiedenen Formaten verfügbar. Die Ziele klingen jedenfalls sehr ambitioniert:

Gemeinsam mit Schriftstellerkollegen, IT-Spezialisten und Grafikern soll ein grundlegend neues, konzentrationsförderndes Leseformat entwickelt werden, das über eine bloße Kopie des gedruckten Buches hinausreicht und als kostenlose Open Source Vorlage Verlagen und Plattformen zur Verfügung gestellt wird.

People are already using our digital stuff in ways we don’t expect. The question is whether libraries, archives and museums see this hunger for connection as an invitation or a threat. Do we join the party, or call the police to complain about the noise?

As we’ve discussed in this working group, the ethics of cultural heritage and Open Source overlap considerably and the open source community considers those in the cultural heritage sector to be natural allies.

At my old library, we had a nailgun in the server room for quick application to select drives in case the feds came calling. This was an academic library and we were more concerned about a student’s late night on Pirate Bay ruining the rest of their education than the NSA.

Written by Peter

Oktober 1, 2014 at 9:35 nachmittags

Veröffentlicht in E-Books, Neulich im Feedreader

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Neun Monate warten und … es ist ein open access Artikel!

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Nur eine kleiner Hinweis, dass dank einer Vereinbarung zwischen der IFLA und Emerald unser Artikel jetzt – nach einigem Nachhaken – als open access zur Verfügung steht:

Ania López, Peter Mayr, (2013) “EVA (ErwerbungsVorschlags-Assistant) assists in collection building! Using ILL data for patron-driven acquisition”, Interlending & Document Supply, Vol. 41 Iss: 4, pp.122 – 127

Purpose – The purpose of this paper is to describe the “ErwerbungsVorschlags-Assistent” (EVA), its underlying concepts and first usage statistics and experiences at the University Library of Duisburg-Essen, and explore its methodology of patron driven acquisition in regard to printed material, specifically interlibrary loan requests.

Design/methodology/approach – The authors use a case study approach, describing the effects of the new system on existing ILL workflows and collection development decision-making.

Findings – EVA has been in production in several German university libraries since October 2011. ILL requests are automatically compared to specific criteria in regard to their suitability as an acquisition, enriched with external data, and presented to the appropriate subject librarian.

Originality/value – This paper was originally presented at the 2012 IFLA World Library and Information Congress in Helsinki, Finland, session 139, “Treating print in an increasingly digital collection: issues, dilemmas, and directions”, 14 August 2012. ILL, collection development, and ILL system developers will find the content useful.

Viel Spaß beim Lesen!

Written by Peter

September 25, 2014 at 8:03 nachmittags

Veröffentlicht in Texte

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Kleiner “Making Of”-Post: Wie baue ich ein IFLA-Poster?

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So das ist jetzt der letzte IFLA-Nachtrag. Eher als Notiz für mich, aber vielleicht ist das ja für andere auch hilfreich… (Ich fand ja toll, dass die Fachstellen eine Anleitung zum Abstract-Erstellen für Konferenzeinreichungen veröffentlicht haben!)

Nach der Annahme hatte ich die Instructions for accepted posters bekommen. Darin sind dann auch die maximalen Maße von 92*230 cm angegeben.

Meine erste Idee war, das Poster mit LaTeX zu erstellen, da ich aber weniger mit Text und mehr mit Grafiken und Bildern arbeiten wollte, habe ich mich bald wieder dagegen entschieden.

Für das Diagramm habe ich OmniGraffle verwendet und die Grafik dann als 300 dpi Grafik exportiert.

Posterdiagramm

Posterdiagramm

 

Das eigentliche Poster habe ich dann mit Keynote erstellt und dabei auf diese Anleitung zurückgegriffen:

Auch die Größenangabe von 2592*3456 Pixel habe ich daraus entnommen, was letztlich bei der PDF-Ausgabe zu einer Druckgröße von 91,44*121,92 cm führte (72dpi) und damit im Rahmen der Vorgaben ist.

Was würde ich das nächste Mal anders machen? Das Twitter-Logo hat auf meinem Poster gefehlt. Der Wiedererkennungswert des Logos wäre sicher nochmals ein schöner visueller “eye catcher” gewesen und hätte vielleicht auch manche Erklärungen verkürzt.

Analoge Tweets

Analoge Tweets

Zusätzlich zum Poster wollte ich noch ein kleines Handout mit Twitter-URL, QR-Code und Kontaktdaten. Dazu habe ich MOO Minicards verwendet. Bei diesem Produkt gibt es die Möglichkeit ein Design mit einer Vorder- und vielen unterschiedlichen Rückseiten zu entwerfen (Printfinity).

Dies war eine schöne Möglichkeit die Vielfalt des EuropeanaBots zu zeigen und ergibt einen schönen “Lotteriemoment” und Gesprächseinstieg wenn die Leute eine individuellen Karte ziehen dürfen (im Endeffekt hatte ich 23 verschiedene Versionen mit jeweils unterschiedlichen Tweets).

Im Vorfeld hatte ich bei den Organisatoren einmal angefragt, wieviele Handouts ich den einplanen soll. Mir wurde da zu 1000 Stück geraten. Glücklicherweise bin ich dem Rat nicht gefolgt und beim Druck wesentlich darunter geblieben.

Bei mir konnte ich die Handouts am Poster befestigen, sie gingen also auch ohne mein Zutun weg. Insgesamt würde ich sagen, kommt man mit 200-300 Stück ganz gut aus.

Bei der eigentlichen Poster-Session steht das eigene Projekt im Wettbewerb mit über 200 anderen Poster. Hilfreich ist es da, die Intention in einem Satz formulieren zu können. Bei mir lief das ungefähr so ab:

Person X riskiert einen Blick auf das Poster

“We hide our great digital collections behind search forms and in databases!”

Person X läuft nicht weg

“This project tries out new approaches to present digital items in the social web!”

Person X ist immer noch da

Und los geht’s mit der langen Erklärung und den einzelnen Beispielen…

Auch die Handouts sind natürlich ein guter Einstieg (“Do you want an analog tweet of the EuropeanaBot?”), der auch zu einigen interessanten Gesprächen geführt hat.

Written by Peter

September 15, 2014 at 10:14 nachmittags

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