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Jo eh…

Die Twitter-Statistiken: Hallo Binghamton und Bielefeld!

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Seit Ende August gibt es für alle Twitter-NutzerInnen detaillierte Statistiken (ursprünglich war diese Funktion nur für Leute freigeschaltet, die auf Twitter werben, danach wurde diese Funktion schrittweise für immer mehr Accounts freigeschaltet).

So kann man jetzt zum Beispiel erfahren, woher die einzelnen Follower kommen, welche Interessen sie haben oder welchen anderen Twitter-Accounts sie folgen. Einige der Metriken sind etwas seltsam, beispielsweise die Aufschlüsselung nach Geschlecht. Twitter fragt diese Angabe ja nicht bei der Anmeldung ab sondern benutzt statistische Algorithmen:

Some of the “tells” in tweets and other messages are the stereotypical ones that would leap to mind, and we shouldn’t be surprised that they test out as valid. In one paper from 2010, the researchers note that “OMG” is used four times as often by women than men in the dataset of Twitter messages they tested. The phrase “my zipper” has an extremely high predictive value for men, while “my yoga” has the same effect for women. The paper even notes, “People laugh differently on Twitter as well. While women LOL, men tend to LMFAO.”

Allerdings scheint es da doch einen Bias zu geben:

Twitter probably thinks you’re a dude, and there’s nothing you can do about it.

In einem Artikel wird das darauf zurückgeführt, dass das Interesse an “Technologie” männlich kodiert ist. (Dazu ein kleiner Exkurs: Auf NPR gibt es eine Radiosendung “When Women Stopped Coding” online, in der untersucht wird, warum es ab 1984 einen signifikanten Rückgang an Informatik-Studentinnen gab. Die These ist, dass ab diesem Zeitpunkt  Heimcomputer aufkamen und diese exklusiv als “Jungs-Spielzeug” vermarktet wurden. Diese hatten daher beim Studium schon einen Grundstock an informellen Computerwissen und Mädchen wurden dadurch rausgedrängt).

Als Beispiel für die Statistiken hier eine Übersicht der Follower von ddbKatzen:

Follower Statistik ddbKatzen

Follower Statistik ddbKatzen

Man sieht: “Katzen” und “Haustiere” stehen an der Spitze der “einzigartigen” Interessen. Auch ddbKultur als verwandter Account passt ja für einen Bot, der sich dieser Quelle bedient. Binghamton als Top-Herkunftsstadt hingegen sieht etwas komisch aus, aber das hat wohl mit der geringen Grundgesamtheit zu tun.

Auch zu den einzelnen Tweets kann man sich Statistikdaten anzeigen lassen:

Tweet Statistiken

Tweet Statistiken

Auch wenn ddbKatzen “nur” 34 Follower hat, so haben diesen Tweet doch 827 Personen gesehen. Das ist im Wesentlichen wohl der SLUB Dresden und Dresden-forscht.de zu verdanken, die diesen Tweet weiterverbreitet haben (Das verlinkte Digitalisat stammt aus den Beständen der SLUB). Neben Statistiken zu Retweets und Klicks sieht man in dieser Ansicht auch, ob ein Lesezeichen auf diesen Tweet gesetzt oder ob das eigene Nutzerprofil aufgerufen wurde.

Das sind im Wesentlichen die Statistiken die man über die Weboberfläche sieht. Darüber hinaus kann man sich die Rohdaten auch als CSV-Datei herunterladen und damit eigene Auswertungen erstellen. Doch dazu mehr im nächsten Blogpost…

Written by Peter

Oktober 19, 2014 at 12:59 nachmittags

Veröffentlicht in Soziale Netzwerke

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Das Fairphone: Innovativer Ansatz oder nettes Accessoire zu Fair-Trade-Kaffee und Biogemüse?

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Keine Angst, das wird jetzt kein Gadget-Blog, nächste Woche gibt es hier wieder bibliothekarische Themen…

Fairphone Logo

Fairphone Logo

Vor kurzem habe ich mir ein neues Handy zugelegt und mich für das Fairphone entschieden. Dank einer Crowdfunding-Initiative mit 25.000 Vorbestellungen kam dieses Telefon 2013 auf den Markt. Mitte dieses Jahres wurde eine neue Auflage (mit leicht verbesserten Spezifikationen) produziert.

Der Anspruch ein “faires” Smartphone zu produzieren ist natürlich ein ziemlich hehres Ziel und auch dem Fairphone gelingt das nur in Teilen. So sind etwa nur zwei der verwendeten Metalle (Zinn und Tantal) “konflikt-frei”. Auch die Verhandlungsmacht gegenüber der chinesischen Herstellerfirma ist natürlich begrenzt, weil das Fairphone in einer Kleinserie produziert wird und die gesamte Produktion daher nur wenige Wochen dauert. Trotzdem konnte ein Worker Welfare Fund mit demokratischer Teilhabe in der Verwaltung der Mittel installiert werden. Erklärtes Ziel der Fairphone Initiative ist es, “die Industrie zu inspirieren und zu verändern”.

Wie gesagt, die abstrakten Ziele und deren Umsetzbarkeit beim Fairphone werden debattiert, folgende konkreten Eigenschaften haben mich dann zum Kauf bewogen:

  • “Root”-Zugriff ab Werk
    Standardmäßig kann man als AdministratorIn arbeiten und hat volle Kontrolle über das Betriebssystem.
  • Dual-SIM
    Man kann das Telefon mit zwei SIM-Karten betreiben. Das ist z.B. praktisch um im Ausland einen günstigen Prepaid-Tarif parallel zu nutzen oder um eine zweite Arbeitsnummer zu haben, die man nach Feierabend leicht deaktivieren kann.
  • Kein Zwang zum Google-Konto
    Auf dem Telefon sind keine Google-Apps vorinstalliert. Man kann selbst entscheiden, ob man das Google-Ökosystem nutzen will und kann dann die entsprechenden Anwendungen einfach nachinstallieren.
  • Wahlfreiheit in Bezug auf das Betriebsystem
    Das Telefon kommt mit einem angepassten Android-System (inkl. der netten “Peace of Mind”-App). Über den integrierten Software-Updater kann man aber einfach eine “normale” Android-Version installieren. Auch die Installation des freien Betriebssystems CyanogenMod ist anscheinend möglich.
  • Gute Reparaturinfrastruktur
    Durch eine Kooperation mit iFixit gibt es jede Menge an Reparaturanleitungen und vom Lautsprecher bis zum Display können alle möglichen Ersatzteile nachbestellt werden.
  • Innovative Ideen
    Gefallen hat mir zum Beispiel die Idee Schutzhüllen für das Fairphone zu bestellen und über einen 3D-Drucker in der Nähe ausdrucken zu können.
  • Transparenz
    Sowohl die aktuelle Zusammenstellung der Kosten (PDF) als auch eine Liste der Zulieferer (PDF) kann heruntergeladen werden. Fairphone informiert auch ziemlich offen darüber wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte.

Technisch ist das Fairphone eher so Mittelklasse, für den normalen Alltagsgebrauch reicht es aber (und ist, was Geschwindigkeit und Akkuverbrauch betrifft, eine ziemliche Verbesserung zu meinem alten Handy). Die Stiftung Warentest meint “kein Spitzengerät, aber ein praxis­taugliches Smartphone”. Das bezog sich aber noch auf die alte Version mit etwas langsameren Prozessor. Die verwendete Android-Version ist leider nur 4.2.2, Fairphone liefert aber noch Software-Updates aus. Eine Aktualisierung auf Android 4.4 hakt derzeit noch an der Unterstützung des verwendeten Chipsets.

Es gibt auch eine Untersuchung darüber, wer denn ein Fairphone kauft. Interessant fand ich folgendes Zitat:

48% of Fairphone owners did not previously own a smartphone.

Es gibt also anscheinend eine Gruppe, für die die Idee eines “Fair-Trade-Handys” so der letzte Anstoß war, sich jetzt doch einmal ein Smartphone zuzulegen. Für diese Zielgruppe hat das Fairphone Team dann auch zahlreiche Video-Tutorials produziert, die den Einstieg erleichtern sollen.

Written by Peter

Oktober 10, 2014 at 4:50 nachmittags

Veröffentlicht in Allgemein, Software

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Neulich im Feedreader (Teil XIII): 3D-Drucker, E-Books vom Bund, Archive und Ninja BibliothekarInnen

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Diese kleine Rubrik gab es hier schon länger nicht mehr…

3D printing expands the frontier of the ongoing digital transformation of our society, and—in keeping with our reputation for digital leadership—library professionals are helping people and communities take advantage of this development. Library 3D printing is empowering people to engage in creative learning, launch business ventures and solve complex health problems.

  • fiktion.cc
    Lesen.net berichtet über eine neue Seite mit kostenlosen E-Books. Gefördert wird diese von der Kulturstiftung des Bundes und aktuell sind bereits zwei Texte in verschiedenen Formaten verfügbar. Die Ziele klingen jedenfalls sehr ambitioniert:

Gemeinsam mit Schriftstellerkollegen, IT-Spezialisten und Grafikern soll ein grundlegend neues, konzentrationsförderndes Leseformat entwickelt werden, das über eine bloße Kopie des gedruckten Buches hinausreicht und als kostenlose Open Source Vorlage Verlagen und Plattformen zur Verfügung gestellt wird.

People are already using our digital stuff in ways we don’t expect. The question is whether libraries, archives and museums see this hunger for connection as an invitation or a threat. Do we join the party, or call the police to complain about the noise?

As we’ve discussed in this working group, the ethics of cultural heritage and Open Source overlap considerably and the open source community considers those in the cultural heritage sector to be natural allies.

At my old library, we had a nailgun in the server room for quick application to select drives in case the feds came calling. This was an academic library and we were more concerned about a student’s late night on Pirate Bay ruining the rest of their education than the NSA.

Written by Peter

Oktober 1, 2014 at 9:35 nachmittags

Veröffentlicht in E-Books, Neulich im Feedreader

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Neun Monate warten und … es ist ein open access Artikel!

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Nur eine kleiner Hinweis, dass dank einer Vereinbarung zwischen der IFLA und Emerald unser Artikel jetzt – nach einigem Nachhaken – als open access zur Verfügung steht:

Ania López, Peter Mayr, (2013) “EVA (ErwerbungsVorschlags-Assistant) assists in collection building! Using ILL data for patron-driven acquisition”, Interlending & Document Supply, Vol. 41 Iss: 4, pp.122 – 127

Purpose – The purpose of this paper is to describe the “ErwerbungsVorschlags-Assistent” (EVA), its underlying concepts and first usage statistics and experiences at the University Library of Duisburg-Essen, and explore its methodology of patron driven acquisition in regard to printed material, specifically interlibrary loan requests.

Design/methodology/approach – The authors use a case study approach, describing the effects of the new system on existing ILL workflows and collection development decision-making.

Findings – EVA has been in production in several German university libraries since October 2011. ILL requests are automatically compared to specific criteria in regard to their suitability as an acquisition, enriched with external data, and presented to the appropriate subject librarian.

Originality/value – This paper was originally presented at the 2012 IFLA World Library and Information Congress in Helsinki, Finland, session 139, “Treating print in an increasingly digital collection: issues, dilemmas, and directions”, 14 August 2012. ILL, collection development, and ILL system developers will find the content useful.

Viel Spaß beim Lesen!

Written by Peter

September 25, 2014 at 8:03 nachmittags

Veröffentlicht in Texte

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Kleiner “Making Of”-Post: Wie baue ich ein IFLA-Poster?

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So das ist jetzt der letzte IFLA-Nachtrag. Eher als Notiz für mich, aber vielleicht ist das ja für andere auch hilfreich… (Ich fand ja toll, dass die Fachstellen eine Anleitung zum Abstract-Erstellen für Konferenzeinreichungen veröffentlicht haben!)

Nach der Annahme hatte ich die Instructions for accepted posters bekommen. Darin sind dann auch die maximalen Maße von 92*230 cm angegeben.

Meine erste Idee war, das Poster mit LaTeX zu erstellen, da ich aber weniger mit Text und mehr mit Grafiken und Bildern arbeiten wollte, habe ich mich bald wieder dagegen entschieden.

Für das Diagramm habe ich OmniGraffle verwendet und die Grafik dann als 300 dpi Grafik exportiert.

Posterdiagramm

Posterdiagramm

 

Das eigentliche Poster habe ich dann mit Keynote erstellt und dabei auf diese Anleitung zurückgegriffen:

Auch die Größenangabe von 2592*3456 Pixel habe ich daraus entnommen, was letztlich bei der PDF-Ausgabe zu einer Druckgröße von 91,44*121,92 cm führte (72dpi) und damit im Rahmen der Vorgaben ist.

Was würde ich das nächste Mal anders machen? Das Twitter-Logo hat auf meinem Poster gefehlt. Der Wiedererkennungswert des Logos wäre sicher nochmals ein schöner visueller “eye catcher” gewesen und hätte vielleicht auch manche Erklärungen verkürzt.

Analoge Tweets

Analoge Tweets

Zusätzlich zum Poster wollte ich noch ein kleines Handout mit Twitter-URL, QR-Code und Kontaktdaten. Dazu habe ich MOO Minicards verwendet. Bei diesem Produkt gibt es die Möglichkeit ein Design mit einer Vorder- und vielen unterschiedlichen Rückseiten zu entwerfen (Printfinity).

Dies war eine schöne Möglichkeit die Vielfalt des EuropeanaBots zu zeigen und ergibt einen schönen “Lotteriemoment” und Gesprächseinstieg wenn die Leute eine individuellen Karte ziehen dürfen (im Endeffekt hatte ich 23 verschiedene Versionen mit jeweils unterschiedlichen Tweets).

Im Vorfeld hatte ich bei den Organisatoren einmal angefragt, wieviele Handouts ich den einplanen soll. Mir wurde da zu 1000 Stück geraten. Glücklicherweise bin ich dem Rat nicht gefolgt und beim Druck wesentlich darunter geblieben.

Bei mir konnte ich die Handouts am Poster befestigen, sie gingen also auch ohne mein Zutun weg. Insgesamt würde ich sagen, kommt man mit 200-300 Stück ganz gut aus.

Bei der eigentlichen Poster-Session steht das eigene Projekt im Wettbewerb mit über 200 anderen Poster. Hilfreich ist es da, die Intention in einem Satz formulieren zu können. Bei mir lief das ungefähr so ab:

Person X riskiert einen Blick auf das Poster

“We hide our great digital collections behind search forms and in databases!”

Person X läuft nicht weg

“This project tries out new approaches to present digital items in the social web!”

Person X ist immer noch da

Und los geht’s mit der langen Erklärung und den einzelnen Beispielen…

Auch die Handouts sind natürlich ein guter Einstieg (“Do you want an analog tweet of the EuropeanaBot?”), der auch zu einigen interessanten Gesprächen geführt hat.

Written by Peter

September 15, 2014 at 10:14 nachmittags

Lyon! Die LibraryBox in freier Wildbahn gesichtet.

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So der kleine Blog-Sommerurlaub ist vorbei. Ab sofort sollte es hier wieder regelmässig Artikel geben. Zur Einstimmung noch eine Entdeckung im Rahmen der IFLA-Reise…

Gehört hatte ich von der LibraryBox ja schon des Öfteren. Beschrieben wird sie vom Erfinder so:

LibraryBox is an inexpensive portable private digital distribution device, capable of delivering non-DRM digital files to any device with wifi and a browser, even in areas without Internet access.

Seit Februar diesen Jahres gibt es die Version 2.0 und die LibraryBox wird weltweit eingesetzt:

Libraries and educators around the world are already using LibraryBox to deliver ebooks to children in rural Ghana, to bypass censorship of learning materials in China, and to share digital material on street corners in France. LibraryBox is currently being used in 17 US States, 17 countries, and on 6 continents to deliver digital information to users.

Bei meinem Besuch der Hauptstelle der Bibliothèque Municipale de Lyon bin ich nun zufällig über ein Exemplar in freier Wildbahn gestolpert:

In der Bibliothek gab es eine Ausstellung zu alten Postkarten aus der Region. Auf der LibraryBox wurden dazu die Digitalisate zur Verfügung gestellt. Daneben gab es unter anderem noch freie Musik zum Download. Interessanterweise hat die LibraryBox auch eine Uploadfunktion. Hier muss der Betreiber/die Betreiberin dann doch wieder ein Auge auf das System haben, damit sich keine unerwünschten Inhalte in der Box finden.

Vom Ansatz her finde ich dieses Projekt sehr interessant und spannend. Leider ist die Benutzeroberfläche ziemlich verbesserungswürdig.

Mir schwebt im Hinterkopf so eine Art “KölnBox” vor. Eine LibraryBox mit schöner Benutzeroberfläche, die gemeinfreie Texte, Bilder und Musik zur Stadt Köln anbietet. Diese Box könnte man jetzt irgendwo in der Stadt platzieren, vorzugsweise an einer Stelle, an der erwartbar ist, dass viele Leute nach einem freien W-LAN suchen (z.B.: Bahnhof, Flughafen, Stadtbibliothek, etc..). Damit könnte man ganz neue NutzerInnen “einfangen” und vielleicht für die lokale Geschichte interessieren…

Written by Peter

September 14, 2014 at 8:24 nachmittags

Veröffentlicht in E-Books, Programmierung, Software

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IFLA Tag 5: E-Fernleihe und Webarchive

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Am heutigen Tag stand eine Session der IFLA-Sektion “Document Delivery and Resource Sharing” am Programm: “Conversion of print to electronic – impact on resource sharing – Document Delivery and Resource Sharing”.

Im Vortrag “New module for secure electronic resource sharing in Turkey” ging es um die Fernleihe auf elektronische Ressourcen. Das türkische ANKOS-Konsortium betreibt dazu das System “KiTS” an dem derzeit 166 Bibliotheken teilnehmen.

Seit 2008 gibt es ein Fernleihsystem (2014 gab es darüber ca. 10 000 Bestellungen auf Monographien und ca. 2 500 auf Aufsätze), seit 2013 ist auch die Lieferung elektronischer Ressourcen möglich. Dazu bekommen die teilnehmenden Bibliotheken Zugang zur ANKOS-Datenbank in der die Lizenzinformationen der verhandelten Verträge in strukturierter Form abgelegt sind.

Entscheidet sich eine Bibliothek zu liefern, so kann sie noch festlegen, wie oft und in welchen Zeitraum das übermittelte Dokument heruntergeladen werden kann.

In Zukunft ist eine Ausweitung dieses Dienstes geplant und Kooperationspartner auch außerhalb der Türkei werden gesucht.

Auch nächstes Jahr wird die Türkei im Fokus der internationalen Fernleihe stehen: das ANKOS Konsortium veranstaltet die 14. IFLA ILDS-Konferenz.

Ein kleines “Abfallprodukt” von KiTS ist ein Webservice, mit dem man mehrere Bilddateien (z.B. aus Scans) zu einem EPub zusammenführen kann. Der Sourcecode dazu ist frei verfügbar.

Der nächste Vortrag hatte nur sehr entfernt mit Fernleihe zu tun, vielleicht ja unter dem Gesichtspunkt, dass wir mit der Fernleihe kollektive Sammlungen schaffen, die gemeinsam genutzt werden: “The integrity of research is at risk: Capturing and preserving web sites and web documents and the implications for resource sharing”.

Die Bibliothek der Columbia University beschäftigt sich mit thematischer Webarchivierung. Ein Projekt ist das “Human Rights Web Archive”. Der Einstieg über Suche und Browsing erfolgt über die Seiten der Bibliothek, gehostet werden die Daten in Kooperation mit dem Internet Archiv.

Im letzten Vortrag der Session ging es um die Herausforderungen die Fernleihe im Rahmen des “open distance learning” anzubieten: “Just in time Interlending – the ODL perspective”.

Die Bibliothek der University of South Africa hat mehrere Zweigstellen (auch in Großbritannien und Äthiopien), einen Bücherbus und Kooperationen, um in Partnerbibliotheken “access points” anbieten zu können.

Die Herausforderung für Bibliotheken im Bereich des “open distance learning” beruhen auf den drei Säulen:

  1. Zugang zu Information
  2. Verbreiten (broadcasting) von Informationen
  3. Exzellenz in der Bereitstellung von Dienstleistungen

Um mehr über die Bedürfnisse der NutzerInnen herauszufinden (und damit die Servicequalität zu steigern), wurde eine Umfrage durchgeführt (allerdings wurden die Bibliotheken und nicht die EndnutzerInnen befragt). Interessanterweise kam heraus, dass der Großteil mit einer Lieferung zwischen 3 und 7 Tagen zufrieden ist und nicht alle alles sofort haben wollen.

Für den Bereich der Informationsverbreitung wurde Online-Schulungsmaterial und ein Podcast zur Fernleihe erstellt. Auch über SMS, Twitter und Facebook werden Informationen verbreitet (auch Statusmeldungen zu den Bestellungen werden über SMS verschickt).

Written by Peter

August 21, 2014 at 3:19 nachmittags

Veröffentlicht in Bibliotheken, Konferenzen, wlic2014

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