Hatori Kibble

Jo eh…

E-LIS und DigiAuskunft, die Zweite…

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Da ich gerade mit E-LIS beschäftigt war, habe ich gleich auch – natürlich nach Absprache mit den MitautorInnen – den zweiten DigiAuskunft Artikel hochgeladen:

Daniel, Frank and Maier, Christine and Mayr, Peter and Wirtz, Hans-Christian: Die Kunden dort bedienen, wo sie sind. BuB : Forum Bibliothek und Information, 2006, vol. 58, n. 7/8, pp. 558-562

Das Internet hat sich als erste Anlaufstelle für Informationen etabliert – sogar für regelmäßige Bibliotheksnutzer. Bibliotheken haben sich dieser Entwicklung angepasst und im Netz virtuelle Zweigstellen etabliert mit Online-Katalogen, digitalen Bibliotheken, Datenbanken und Endnutzer-Fernleihe. Eine neue Dienstleistung im Internet ist die DigiAuskunft. Das Projekt startete Anfang 2006 an der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund und kurz darauf an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, der Stadtbibliothek Köln, der Universitätsbibliothek Dortmund, der Kölner Stadtbibliothek und, seit April, an der Bibliothek der Fachhochschule Köln. An jeder teilnehmenden Institution waren einige – wenn auch nicht zu aufwändige – Voraussetzungen zu schaffen: Anpassung des Webformulars, Erstellung von Textbausteinen und lokalen Signaturen sowie die Entwicklung einer lokalen Wissensbasis. Eine interne Mailingliste diente der Unterstützung und der Diskussion von Softwareverbesserungen. Das System hat sich in der Praxis bewährt. Die Bearbeitung von Auskunftsanfragen hat sich wesentlich vereinfacht und kann von jedem Internet-PC aus durchgeführt werden. Ungefähr 80% der Anfragen betreffen lokale Gegebenheiten an den einzelnen Bibliotheken (zu den Beständen, den Benutzerkonten und speziellen Angeboten). Reine Auskunftsanfragen, wie die eines Nutzers in Amsterdam der einen Artikel über Westfälische Geschichte sucht sind noch eher selten. Dadurch war es bis jetzt selten notwendig eine Anfrage in den Auskunftsverbund weiterzuleiten. Im Laufe des Sommers werden 18 weitere Bibliotheken dem Verbund beitreten und weitere stehen bereits in den Startlöchern.

Der Artikel ist zwar jetzt auch schon etwas älter, aber dadurch das er die Geschichte dieses Projektes aus der Perspektive der beteiligten Bibliotheken erzählt immer noch ganz interessant..

Geschrieben von Peter

Dezember 10, 2009 um 11:05

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Für uns sind Sie keine (Ticket-)Nummer! (aber E-LIS ID 17345…)

mit 5 Kommentaren

Vor inzwischen 2 Jahren fand die ODOK ‘07 in Graz statt. Diese Tagung wurde gemeinsam von der VÖB (Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare) und der ÖGDI (Österreichische Gesellschaft für Information und Dokumentation) organisiert und ist so etwas wie der kleine Bibliothekartag in Österreich (vielleicht noch stärker mit einem Fokus auf eher „technische Themen“).

Dort nun durfte ich einen Vortrag zur DigiAuskunft halten:

Für uns sind Sie keine (Ticket-)Nummer! Erfahrungen aus dem virtuellen Auskunftsverbund DigiAuskunft

Die individuellen Stärken nutzen. Das war eine der Motivationen der Projektteilnehmer, die Dienstleistung Auskunft im Verbund anzubieten. 11 Stadt- und Hochschulbibliotheken haben sich zusammengeschlossen und Fragen zum spanischen Theater genauso wie Fragen zu brasilianischen Fußballstars bearbeitet. Doch lohnt sich ein Auskunftsverbund überhaupt? Die Bibliothek als Informationsdienstleister ist noch nicht im Bewusstsein unserer Benutzer-/innen angekommen. Weitaus zahlreicher sind Anfragen zu Service und Benutzung. In diesem Bereich kommt der Punkt Anfragemanagement ins Spiel. Mit der DigiAuskunft können auch diese „alltäglichen“ Benutzeranfragen effizienter als mit Mailverteilern bearbeitet werden. Schwierige Informationsanfragen können in den Verbund oder direkt an Partnerbibliotheken weitergeleitet werden. Auch die Bildung von lokalen Verbünden (z.B. auf Stadtebene) ist möglich. Der Beitrag beschreibt die Entwicklung des Systems mit Open-Source Komponenten und die bisherigen Erfahrungen aus den 20 Praxismonaten.

Dazu erschien dann 2008 auch ein Beitrag im Tagungsband. Das alles ist eigentlich nicht so wichtig und Schnee von gestern… Allerdings ist jetzt im Dezember die einjährige Sperrfrist des Verlages abgelaufen und ich konnte den Beitrag auf E-LIS hochladen. Das ging alles ziemlich unkompliziert und nach einer kurzen Begutachtungsphase twitterte E-LIS das neue Dokument.

Leider scheint bisher mein Beitrag der einzige dieser Tagung zu sein. Vielleicht gibt es ja noch andere AutorInnen die ihren Beitrag zugänglich machen wollen?

Geschrieben von Peter

Dezember 4, 2009 um 11:44

Veröffentlicht in DigiAuskunft, Konferenzen, Texte

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Aikido und die Kunst der Facettenklassifikation

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Da hier ja doch schon die 5. Jahreszeit begonnen hat, ein nicht so ganz ernstzunehmender Artikel aus meinem Studium. Aber die Möglichkeit Aikido und das Bibliothekswesen verbinden zu können, wollte ich mir doch nicht entgehen lassen:

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Geschrieben von Peter

November 28, 2009 um 9:49

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„Bibliothek als kritischer Raum“

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Ich hatte ja im Juni schon mal kurz auf die 50. Tagung der KRIBIBIs (Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Rennerinstitut) hingewiesen:

Bibliothek als kritischer Raum

Buch und Demokratie standen von jeher in enger wechselseitiger Beziehung. Heute findet der Zugang zu Bildung, Wissen und kritischer Auseinandersetzung mit der Gesellschaft über eine Vielfalt von Trägermedien statt. Bibliotheken sind als öffentliche Plätze und soziale Räume gefordert: Chancengleichheit bei der Informationsvermittlung, das Recht auf freie Meinungsäußerung, freie Forschung und politische und kulturelle Teilnahme an der Demokratie müssen durch bibliothekarische Arbeit unterstützt werden.
Aktuelle Transformationsprozesse im Informationswesen werfen die Frage der Verortung von Bibliotheken auf. Das 50.Seminar des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Renner-Institut KRIBIBI möchte sich deshalb auch mit dem künftigen Standort kritischer Bibliotheksarbeit auseinandersetzen.

Nun ist auch das Programm online. Es wird viel um Bildung gehen, aber es stellt sich beispielsweise auch die deutsche „Schwesterorganisation“ Akribie vor und es gibt Arbeitsgruppen zu kritischer Bibliotheksarbeit.

Alles in allem kann ich nur empfehlen hinzufahren. Anmelden kann man sich noch bis zum 30. Oktober.

Geschrieben von Peter

Oktober 24, 2009 um 2:35

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Literaturverwaltungssysteme im Überblick

mit einem Kommentar

Am Montag fand in noblen Ambiente der Hofburg der Brainpool Kurs Literaturverwaltungssysteme im Überblick“ statt.
Brainpool ist die Ausbildungsabteilung der Österreichischen Nationalbibliothek, hat nichts mit deutschem Fernsehen zu tun..

Nach einer kleinen Einführung wurden gemeinsam Kriterien zur Evaluierung von Literaturverwaltungssystemen entwickelt und mit bestehenden Katalogen verglichen. Anhand dieser Punkte wurden dann in Kleingruppen verschiedene Systeme unter die Lupe genommen und diskutiert.

Gemeinsam näher angeschaut haben wir uns dann Citavi, Zotero und BibSonomy um für die verschiedenen Ausprägungen (stand-alone Programm, webbasiertes System, Mischform) jeweils ein Beispiel zu haben.  Abschließend gab es noch Beispiele zum „Zusammenspiel“ Literaturverwaltungsysteme und Bibliotheken, sowie einige Tipps wie man bei dieser Thematik auf dem Laufenden bleiben kann.

Im Skriptum dazu, gibt es zu den drei genannten Systemen noch weitere Informationen.

1 Einleitung………………………………………………………………………………………………………………………… 4

2 Funktionalitäten von Literaturverwaltungssystemen……………………………………………………………… 5

2.1 Bibliographische Daten importieren………………………………………………………………………………5

2.1.1 Exkurs Mikroformate…………………………………………………………………………………………… 6

2.2 Bibliographische Daten verwalten…………………………………………………………………………………7

2.3 Bibliographische Daten exportieren……………………………………………………………………………… 7

3 Beispiele………………………………………………………………………………………………………………………….. 7

3.1 Citavi…………………………………………………………………………………………………………………………7

3.1.1 Übersicht……………………………………………………………………………………………………………. 7

3.1.2 Datenimport……………………………………………………………………………………………………….. 7

3.1.3 Verknüpfungen mit Textverarbeitungen…………………………………………………………………..8

3.1.4 Besonderheiten………………………………………………………………………………………………….. 11

3.1.5 Weitere Informationen…………………………………………………………………………………………11

3.2 Zotero………………………………………………………………………………………………………………………12

3.2.1 Übersicht………………………………………………………………………………………………………….. 12

3.2.2 Datenimport……………………………………………………………………………………………………… 13

3.2.3 Verknüpfungen mit Textverarbeitungen…………………………………………………………………14

3.2.4 Kollaboratives Arbeiten……………………………………………………………………………………… 14

3.2.5 Besonderheiten…………………………………………………………………………………………………..15

3.2.6 Weitere Informationen…………………………………………………………………………………………16

3.3 BibSonomy……………………………………………………………………………………………………………… 17

3.3.1 Übersicht………………………………………………………………………………………………………….. 17

3.3.2 Datenimport……………………………………………………………………………………………………… 17

3.3.3 Verknüpfung mit Textverarbeitungen…………………………………………………………………….18

3.3.3.1 Exkurs: BibSonomy Daten als als Literaturdatenbank in OpenOffice verwenden. .18

3.3.3.1.a Daten exportieren………………………………………………………………………………….18

3.3.3.1.b Literaturdatenbank erstellen………………………………………………………………….. 19

3.3.3.1.c Einträge zitieren und Literaturverzeichnis erstellen…………………………………..22

3.3.4 Kollaboratives Arbeiten……………………………………………………………………………………… 24

3.3.5 Besonderheiten…………………………………………………………………………………………………..24

3.3.6 Weitere Informationen…………………………………………………………………………………………25

4 Weiterführende Informationen……………………………………………………………………………………………26

5 Lizenz……………………………………………………………………………………………………………………………. 27

6 Literaturverzeichnis…………………………………………………………………………………………………………. 28

Geschrieben von Peter

Oktober 15, 2009 um 5:49

BibSonomy Daten als Literaturdatenbank in OpenOffice verwenden

mit einem Kommentar

In BibSonomy gibt es keine direkte Verknüpfung mit Textverarbeitungen, wie beispielsweise das Zotero Plugin in Word oder OpenOffice.
BibSonomy nutzt sehr stark das BibTeX
Format. Über den BibTeX Export kann man daher die Daten z.B. im LaTeX Satzsytem einfach weiterverarbeiten oder bestehende BibTeX Werkzeuge wie Bibtex4Word oder JabRef (ebenfalls mit Word und OpenOffice Anbindung) verwenden.
Daneben weisen die Hersteller auch auf externe Zusatzprogramme wie „CiteSmart“
oder die Möglichkeit den Umweg über Zotero zu nehmen hin.

Ich möchte heute aber zeigen, wie man einen Export der BibSonomy Daten direkt als Literaturdatenbank in OpenOffice einbinden kann.

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Geschrieben von Peter

Oktober 4, 2009 um 12:40

E-Book Freitag VI – und Schluss

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Nachdem ich einige Quellen für Inhalte erwähnt (public domain Quellen, Verlage, creative commons-Literatur, kommerzielle Portale)  und einige ausgelassen habe (Google Books, Projekt Gutenberg) pausiert diese Reihe. Es kann sein, dass in Zukunft noch weitere Einträge hinzukommen, aber dass muss nicht unbedingt an einem Freitag sein.

Auch wenn ich das Mobileread Forum schon einmal erwähnt habe: Zum Geburtstag von Mohandas Karamchand Gandhi passt das gerade.

Gandhi, Mohandas K.: An Autobiography

„I have nothing new to teach the world. Truth and nonviolence are as old as the hills.“ – Mohandas K. Gandhi

In 1925, at the age of 56, Gandhi began writing a series of articles that were printed in Young India and that would become his autobiography which is subtitled The Story of My Experiments with Truth. The tome is a small portion of his extensive writings which mostly appeared in the form of personal letters and newspaper articles. It predates his Salt March and the nearly two decades of further work for people which led to Indian independence in 1947. It is written assuming that the reader has some knowledge of the events of the time, so it may be useful to read a biography of Gandhi (e.g., Chadha’s Gandhi: A Life) before reading this autobiography. Gandhi also spends many chapters on issues that many would consider mundane including his dietetic habits. All of these facts prevent the reader from being at all satisfied in understanding the man from a simple reading of this autobiography. But the work is nonetheless informative and critically important in that it reveals many of his early thoughts and the events that shaped his character and drove his thinking and actions.

Dieses Buch ist leider nur im LRF Format verfügbar. LRF ist eine Variante von BBeB (BroadBand eBook) , proprietär und nicht wirklich gut dokumentiert. Trotzdem gab es Enthusiasten die es schafften diverse Konverter zu schreiben.

Allgemein kann man aber sagen, dass das LRF Format ohnehin durch die immer größere Verbreitung von EPub immer mehr an Bedeutung verliert. Und das ist gut so.

Geschrieben von Peter

Oktober 2, 2009 um 10:53

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Aufbau und Nutzungsmöglichkeiten von Google Scholar

mit 5 Kommentaren

Im Rahmen meines Studiums musste ich einen kleinen Text zu Google Scholar verfassen:

Mayr, Peter: „Aufbau und Nutzungsmöglichkeiten von Google Scholar“

  1. Einleitung
  2. Inhalte
  3. Oberfläche und Suchmöglichkeiten
  4. Nutzungsszenarien
    - Prärecherche
    - Kostenfreie Recherche
    - Einfache Zitationsanalysen
  5. Fazit
  6. Literaturverzeichnis

Da das ja auch immer etwas Arbeit macht, würde ich es schade finden, wenn das am PC Staub ansetzt. Im Internet ist ja viel Platz und vielleicht ist zumindest das zusammengesammelte Literaturverzeichnis von Interesse.

Geschrieben von Peter

September 27, 2009 um 8:48

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E-Book Freitag V

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Diesmal den Umweg über den Verlag..

Der PeP-Verlag ist eine Gründung der Verlagsgruppe Random House (wiederum der Bertelsmann Gruppe zugehörig) und existiert seit 1999. PeP wurde explizit als Vetrieb für E-Books gegründet. Der Katalog listet derzeit 1534 Titel (ein großer Teil übernommen aus dem Goldmann Verlag).

Vorstellen möchte ich aus dem Programm die Kassandra Verschwörung von Ian Rankin. Rankin ist speziell für seine Inspektor Rebus Krimis bekannt, hat aber auch unter dem Pseudonym Jack Harvey Romane veröffentlicht.

In der Detailseite gibt es die Möglichkeit im Buch zu suchen oder zu blättern. Der eigentliche Kauf (wieder im EPub Format) passiert dann über Links zu Buchhändlern wie Libri, Bol, oder Buecher.de

In der „Kassandra Verschwörung“ wird eine Terroristin durch ein buntes Team aus englischen und französischen Polizisten und Geheimdienstlern gejagt. Auch wenn es teilweise etwas klischeehaft wirkt (die hübsche französische Agentin die im 2CV herumkurvt) und durch die deutsche Übersetzung einiges an Wortwitz verlorengeht ist es doch eine ziemlich spannende Geschichte (wenn auch kein Vergleich zur Inspektor Rebus Serie)..

Sie ist eine der gefährlichsten Auftragskillerinnen, denn sie verfehlt ihr Ziel nie. Niemand kennt ihre wahre Identität; alle nennen sie nur voller Ehrfurcht „Witch“ – Hexe. Der noch unerfahrene Geheimagent Michael Barclay ahnt nicht, dass er dieser Frau bedrohlich nahe kommt, als er die Explosion zweier Yachten im Ärmelkanal untersucht. Erst sein Kollege Dominic Elder, eigentlich bereits im Ruhestand, bringt ihn auf die Idee, dass die Hexe mit den Vorfällen etwas zu tun haben könnte. Doch weitere Unterstützung erfährt Barclay durch Elder nicht, denn dieser hat noch eine eigene Rechnung mit der Hexe offen …

Noch ein Hinweis: Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Quellen für E-Books. Also wenn die p.t. LeserInnen noch Tipps haben, bitte einfach in den Kommentaren posten!

Geschrieben von Peter

September 25, 2009 um 7:21

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E-Book Freitag IV

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Diesmal zur Abwechslung etwas deutschsprachiges..

Der txtr-reader wurde ja schon mehrfach angekündigt (auch in bibliothekarischen Blogs) offizieller Start ist auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober.

Was allerdings schon zugänglich ist, ist das txtr Portal. Neben den üblichen freien Inhalten gibt es dort auch eine grosse Sammlung an Lego Anleitungen aber auch einen Store Bereich in dem Bücher gekauft werden können. Der Bereich umfasst immerhin über 6 300 Bücher, die meisten aus dem Bereich Belletristik. In den nächsten Wochen soll das  Angebot aber noch erweitert werden. Als Format kommt EPub mit Adobe DRM zum Einsatz.

Vorstellen möchte ich aber heute einen Klassiker und zwar den Golem von Gustav Meyrink (txtr-Download).

Dieser Roman erschien erstmals in Buchform 1915, gilt als Klassiker der phantastischen Literatur und wird wegen seiner Struktur auch schon mal als „impressionistisches Traumbild“ beschrieben.

Langsam wurde mir endlich klar, daß ein seltsames Wesen vor mir stand – vielleicht schon, seit ich hier saß, dagestanden hatte – und mir die Hand hinstreckte:

Ein graues, breitschultriges Geschöpf, in der Größe eines gedrungen gewachsenen Menschen, auf einen spiralförmig gedrehten Knotenstock aus weißem Holz gestützt.

Wo der Kopf hätte sitzen müssen, konnte ich nur einen Nebelballen aus fahlem Dunst unterscheiden.

Ein trüber Geruch nach Sandelholz und nassem Schiefer ging von der Erscheinung aus.

Ein Gefühl vollkommenster Wehrlosigkeit raubte mir fast die Besinnung. Was ich die ganze lange Zeit an nervenzernagender Qual mitgemacht, drängte sich jetzt zu Todesschrecken zusammen und war in diesem Wesen zur Form geronnen.

Mein Selbsterhaltungstrieb sagte mir, ich würde wahnsinnig werden vor Entsetzen und Furcht, wenn ich das Gesicht des Phantoms sehen könnte, – warnte mich davor, schrie es mir in die Ohren – und doch zog es mich wie ein Magnet, daß ich den Blick von dem fahlen Nebelballen nicht wenden konnte und darin forschte nach Augen, Nase und Mund.

Aber so sehr ich mich auch abmühte: der Dunst blieb unbeweglich. Wohl glückte es mir, Köpfe aller Art auf den Rumpf zu setzen, doch jedesmal wußte ich, daß sie nur meiner Einbildungskraft entstammten.

Die Sage zum Golem bildet lediglich den Hintergrund der Handlung, das Buch ist keine Adaption davon.

Noch ein Hinweis: Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Quellen für E-Books. Also wenn die p.t. LeserInnen noch Tipps haben, bitte einfach in den Kommentaren posten!

Geschrieben von Peter

September 18, 2009 um 6:00

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